21.08.2019

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

Zu Wochenbeginn besuchte eine hochrangige Delegation aus der südchinesischen Provinz Guangdong den Wiener Innovations- und Startup-Hub weXelerate. Die Delegation bestand aus regionalen Regierungsvertretern sowie Industrie- bzw. Innovationsberatern, die sich mit österreichischen Corporates und Startups vernetzten.
/artikel/wexelerate-china-delegation
weXelerate
(c) Sainan Zong: Eine sechsköpfige Delegation aus Südchina studiert das Ökosystem von weXelerate.
kooperation

Das weXelerate hatte diese Woche Besuch einer hochrangigen Delegation aus der südchinesischen Provinz Guangdong. Regionale Regierungsvertreter sowie Industrie- und Innovationsberater vernetzten sich im Wiener Startup- und Innovations-Hub mit österreichischen Startups und Corporates.

+++ Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten +++ 

Information über Open Innovation Ansatz

Wie es in einer Aussendung heißt, informierte sich die sechsköpfige Delegation über den Open Innovation Ansatz von weXelerate und wie die Zusammenarbeit des Ökosystems im Detail funktioniert. Dabei standen Treffen mit Corporates, wie Palfinger, oder Startups, wie Xencio, am Programm. Die Delegation war unter anderem auch zu Gast in der Redaktion des brutkasten und informierte sich über die Medienarbeit in der Startup-Branche.

(c) Reiter PR: Die Delegation wurde von Li Xueshi geleitet, Director of the „Office of the Committee of CPC Gaoming“.

Kooperationsmöglichkeiten mit Greater Bay Area

Im Gegenzug präsentierten die Gäste aus China etwaige Kooperations- und Betriebsansiedelungs-Möglichkeiten für österreichische Industrieunternehmen in der Greater Bay Area. Diese umfasst Hongkong, Macau und das Perlflussdelta mit den Millionenstädten Guangzhou und Shenzhen.

Die Metropolregion gilt mit rund 120 Millionen Einwohnern als Motor für Chinas zukünftiges Wachstum. Die chinesische Regierung verfolgt das langfristige Ziel die Greater Bay Area zu einem globalen Innovations- und Finanzzentrum zu machen, das Konkurrenten, wie Silicon Valley oder die Tokyo Bay Area, übertrumpfen soll. Neben Investitionen in die Infrastruktur zählen auch internationale Technologiebeziehungen zur Wachstumsstrategie.

Awi Lifshitz, Geschäftsführer von weXelerate, erläutert: „In nur wenigen Jahrzehnten entwickelte sich das Perlflussdelta von einem eher ländlichen Gebiet zur wirtschaftlich stärksten Region Chinas und beinhaltet mit Guangzhou den aktuell größten Ballungsraum der Erde. Dass unsere Arbeit und unser Modell mittlerweile auch in China auf Interesse stoßen, noch dazu in dieser wirtschaftlich extrem dynamischen und attraktiven Region, unterstreicht unsere Fortschritte als international beobachteter Hub.“

Internationale Gäste im weXelerate

Das Wiener weXelerate wurde in der Vergangenheit des Öfteren von hochrangigen internationalen Delegationen besucht. Im Zentrum stehen dabei meist der Informationsaustausch mit österreichischen Startups und Unternehmen sowie das Kennenlernen des heimischen Startup-Ökosystems. So besuchte erst im Juni diesen Jahres der ehemalige Raumfahrer und brasilianische Wissenschaftsminister Marcos Cesar Pontes den Startup- und Innovations-Hub (siehe Livestream).

„Der Wissens- und Informationsaustausch mit stark wachsenden Volkswirtschaften wie zum Beispiel China und Brasilien liegt uns besonders am Herzen, da dies nicht nur wichtige Absatzmärkte für österreichische Unternehmen sind, sondern dort Zukunfts- und Innovationsthemen – wie wir uns diese Woche überzeugen konnten – besonders ambitioniert und entschlossen vorangetrieben werden“, so Lifshitz.


=> zur Page des Hubs

 

Videoarchiv: Interview mit Brasiliens Wissenschaftsminister Marcos Cesar Pontes

Live mit Ex-Raumfahrer und Brasiliens Wissenschaftsminister Marcos Cesar Pontes und weXelerate Geschäftsführer Awi Lifshitz

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 21. Juni 2019

 

Deine ungelesenen Artikel:
16.10.2026

Mehr Spinoffs und weniger Transfer-Personal? ECN warnt vor finanziellen Kürzungen beim Wissenstransfer

530 Startups und Spinoffs haben die Partnerhochschulen des Entrepreneurship Center Network im Vorjahr betreut, um 16 Prozent mehr als 2024. Bei der 6. ECN-Konferenz haben die Hochschulen einen Maßnahmenplan erarbeitet. Im brutkasten-Talk warnen ECN-Gründer Rudolf Dömötör und Sara Matt von der Universität Innsbruck zugleich davor, ausgerechnet jetzt beim Transfer zu kürzen.
/artikel/mehr-spinoffs-und-weniger-transfer-personal-ecn-warnt-vor-finanziellen-kuerzungen-beim-wissenstransfer
16.10.2026

Mehr Spinoffs und weniger Transfer-Personal? ECN warnt vor finanziellen Kürzungen beim Wissenstransfer

530 Startups und Spinoffs haben die Partnerhochschulen des Entrepreneurship Center Network im Vorjahr betreut, um 16 Prozent mehr als 2024. Bei der 6. ECN-Konferenz haben die Hochschulen einen Maßnahmenplan erarbeitet. Im brutkasten-Talk warnen ECN-Gründer Rudolf Dömötör und Sara Matt von der Universität Innsbruck zugleich davor, ausgerechnet jetzt beim Transfer zu kürzen.
/artikel/mehr-spinoffs-und-weniger-transfer-personal-ecn-warnt-vor-finanziellen-kuerzungen-beim-wissenstransfer
(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Hochrangige Delegation aus China zu Gast im weXelerate