25.01.2018

Werbespot zur Wahl auch erste Wahl bei YouTube Nutzern in Österreich

Das Möbelhaus XXXLutz belegt mit seiner Hymne der Spitzenkandidaten mit dem “Wahlsong” den ersten Platz der erfolgreichsten YouTube-Werbevideos 2017 in Österreich.
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Den zweiten Platz sicherte sich das Lagerhaus mit dem Fenster-Komplettservice-Spot, der Strongbow-Werbespot holt sich die Bronzemedaille in der Jahreswertung.  Im YouTube Siegerspot des Rankings hat XXXLutz mit viel Humor eines der Top-Themen aus 2017 aufgenommen – die Nationalratswahl. Marketingleiter und Unternehmenssprecher Thomas Saliger von XXXLutz Gruppe zeigt sich erfreut: „Die erfolgreichste Kampagne des Jahres ist in Zusammenarbeit mit der Agentur improvisiert und quasi aus dem Handgelenk geschüttelt entstanden. Wie eben Werbung sein muss, die auch auf Social Media durch die Decke geht.“

Kreativagentur Demner, Merlicek & Bergmann zeichnet für diesen Siegerspot für XXXLutz verantwortlich

Mariusz Jan Demner, Gründer und Geschäftsführer von Demner, Merlicek & Bergmann zur Idee hinter dem Siegerspot “Wahlsong”: “Das Team um CD Sebastian Kaufmann hat eine integrierte Kampagne rund um die Wahl entwickelt, die schon in der Erarbeitungsphase erahnen liess, welches Potential in ihr steckt. Um auch optimale virale Verbreitungsmöglichkeiten zu gewährleisten, haben Sebastian Kaufmann und Marcello Demner ein Konzept für ein Musikvideo zum Kampagnensong (Soundfeiler) produziert.

+++ Die besten YouTube-Kanäle für Entrepreneure – Teil 1 +++

Marcello Demner hat hierbei auch Regie und Produktion übernommen. Es wurden verschiedene Versionen des Videos vorbereitet, um je nach Kampagnenverlauf einen optimalen Effekt sicherzustellen. Der Einsatz der Kampagne wenige Tage vor der Wahl tat das seine – XXXLutz dominierte den Wahlkampf, auch in den Medien.” Peter Rathmayr, YouTube Lead und Agency Head bei Google Austria: “YouTube erreicht in Österreich monatlich bereits über 65% der Österreicher* und steigert auch lokal die Bedeutung als größte Video Community. Erfolgreiche Werbung definiert sich über gute Geschichten und User entscheiden sich bewusst dafür, kreative bzw. informative Werbevideos anzusehen. Wir gratulieren allen Gewinnern, denen es gelungen ist, unvergleichliche Werbeclips zu kreieren, die aus der Masse hervorstechen.” *(Quelle: Austrian Internet Monitor, Q4 / 2016)

+++ Die besten YouTube-Kanäle für Entrepreneure – Teil 2 +++

Die Top 10 Werbespots auf YouTube in Österreich des Jahres 2017

1.    XXXLutz: Wahlsong (Official Video) | XXXLutz Österreich / Kreativagentur: Demner, Merlicek & Bergmann
2.    Lagerhaus RWA: Fenster-Komplettservice | Lagerhaus RWA / Kreativagentur: WIRZ
3.    Strongbow: A fresh remix of apples over ice | Brau Union / Kreativagentur: WIRZ
4.    VUIGAS (Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der Österr. Brauwirtschaft:): Vuigas / Kreativagentur: Virtue
5.    BFI Österreich: Der Spot 2017 / Kreativagentur: Unique
6.    Stibitzer: Stibitzer TV Spot – 50“ / Kreativagentur: Virtue
7.    Samsung Electronics Austria GmbH: Samsung BeFearless – Die Bewerbung 360° / Kreativagentur: Cheil Austria GmbH
8.    BIPA: Weil ich ein Mädchen bin – BIPA TV Werbung 2017 / Kreativagentur: Serviceplan
9.    ERGO Österreich: Erklärvideo ERGO fürs Leben – die flexible Lebensversicherung (Werbung) / Kreativagentur: Unique
10.  HORNBACH: Lass alles hinter Dir. Bereue Nichts. | Hornbach Österreich / Kreativagentur: Heimat Berlins.

Über das YouTube Ads Leaderboard
Das Leaderboard zeigt die kreativsten Werbevideos, die YouTube-Zuschauer ansehen. Die Anzeigen werden durch einen Algorithmus bestimmt, der Faktoren wie das Engagement des Publikums, Videoaufrufe und die Bindung des Publikums berücksichtigt. YouTube veröffentlicht jedes Quartal für Österreich die beliebtesten Werbevideos auf Think with Google.

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20.08.2026

Teslakee: Österreichischer Sicherheitsforscher baute App um Tesla-Schwachstellen entgegenzuwirken

Die toothR new media GmbH, ein österreichisches IT-Sicherheitsunternehmen im Wissenspark Urstein bei Salzburg, das unter der Marke IT Wachdienst.com kleine und mittlere Unternehmen berät, veröffentlicht die Android-App TeslaKee. Sie entschärft eigenen Angaben nach zwei dokumentierte Schwachstellen des Bluetooth-Autoschlüssels von Tesla.
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Tesla
(c) Tesla

Der österreichische Sicherheitsforscher Martin Herfurt hat bereits vor Jahren eine Sicherheitslücke bei Tesla entdeckt, wie er damals auf der Videoplattform YouTube demonstrierte: Der digitale Autoschlüssel am Smartphone sei zwar bequem, jedoch bei allen Tesla-Fahrzeugen ohne Ultra-Breitband-Technik (UWB) grundsätzlich angreifbar. ToothR new media bzw. IT-Wachdienst.com veröffentlicht nun mit TeslaKee eine Smartphone-App, die dokumentierte Schwachstellen des Bluetooth-PhoneKey-Protokolls entschärfen soll: den Relay-Angriff, der zum Fahrzeugdiebstahl in Sekunden führt, und die sogenannte BlueBait-Attacke, mit der sich Fahrerinnen und Fahrer über gefälschte Fahrzeug-Signale orten lassen — selbst dann, wenn das eigene Auto kilometerweit entfernt steht.

Teslakee-Founder: „App beantwortet jede Authentifizierungsanfrage“

„Tesla-Fahrzeuge entriegeln, sobald sich das gekoppelte Smartphone in Bluetooth-Reichweite meldet. Die eingesetzte Kryptografie ist solide. Die Schwachstelle liegt eine Ebene darüber, in der Logik: Die offizielle App beantwortet jede Authentifizierungsanfrage — bedingungslos, ohne zu prüfen, ob die Situation überhaupt plausibel ist. Genau das macht zwei Angriffe möglich“, beschreibt Herfurt per Aussendung das Tesla-Problem.

Bei einem Relay-Angriff arbeiten zwei Täter mit zwei handelsüblichen Funkmodulen zusammen. Einer folgt Fahrzeughaltern ins Einkaufszentrum, der zweite steht am Auto auf dem Parkplatz. Die Funkstrecke zwischen beiden verlängert die Bluetooth-Reichweite künstlich um beliebige Distanzen. Für das Fahrzeug sieht es so aus, als stünden Besitzer direkt daneben. Das Auto entriegelt, lässt sich starten und wegfahren — während das Handy unberührt in der Jackentasche steckt.

Der Angriff wurde von Herfurt im Rahmen des Projekts TEMPA auf Sicherheitskonferenzen live demonstriert und als Video dokumentiert. Er benötige keine Kenntnis von Passwörtern, keinen Tesla-Account und hinterlasse keine Einbruchsspuren — ein Umstand, der in der Schadensregulierung regelmäßig zu Problemen mit Versicherungen führt, wie der Sicherheitsforscher sagt.

Das Bluetooth-Problem

Neuere Fahrzeuge begegnen diesem Problem mit UWB-Distanzmessung: Das Auto misst hierbei physikalisch, wie weit das Telefon tatsächlich entfernt ist, und ein weitergeleitetes Signal fliegt auf. Diesen Schutz hat die große Mehrheit der Fahrzeuge jedoch nicht. Die weltweite Tesla-Flotte mit Bluetooth-PhoneKey wird derzeit auf rund acht Millionen Fahrzeuge geschätzt. Davon sind jedoch nur etwa 20 Prozent mit UWB ausgestattet.

Der zusätzliche Schutz kam erst mit den jüngsten Modellgenerationen – für rund sechs Millionen Fahrzeuge bleibt Bluetooth damit die Grundlage des Zugangs. Beim Model S und Model X wurde UWB ab 2021 (Palladium) eingeführt, beim Model 3 ab 2024 (Highland) und beim Model Y ab 2025 (Juniper). Betroffen sind damit alle älteren Modelle der jeweiligen Baureihen.

Erschwerend komme hinzu: UWB schütze nur, wenn Fahrzeug und Smartphone die Technik beherrschen. Ein Großteil der verbreiteten Android-Geräte hat, Herfurt zufolge, keinen UWB-Chip. Selbst Besitzer eines neuen Fahrzeugs würden damit still auf die ungeschützte Bluetooth-Ebene zurückfallen.

BlueBait-Attacke

Weniger bekannt, aus Sicht des Datenschutzes aber gravierender, sei ein Angriff, den die Forschung als BlueBait-Attacke bezeichnet — nach dem Köder, mit dem gearbeitet wird: Die offizielle App antwortet auch auf gefälschte Fahrzeuge. Wer einen nachgebauten Tesla-Beacon betreibt — ein Gerät für wenige Euro, wie Herfurt betont — bekommt von jedem vorbeigehenden Tesla-Fahrer eine Antwort des Smartphones. Damit lässt sich zuverlässig feststellen: Diese konkrete Person war zu dieser Uhrzeit an diesem Ort.

„BlueBait funktioniert vollkommen unabhängig davon, wo das Auto steht. Die Halterin muss nicht in der Nähe ihres Fahrzeugs sein — es genügt, dass sie ihr Telefon dabei hat. Mehrere solcher Beacons, verteilt über eine Stadt, ergeben ein Bewegungsprofil“, beschreibt Herfurt diese Gefahr. „Die Anwendungsfälle sind unangenehm konkret: Stalking, häusliche Gewalt und Nachstellung, verdeckte Beobachtung durch Dritte, kommerzielles Kunden-Tracking im Einzelhandel, das Ausspähen von Fahrzeugen als Vorbereitung eines Diebstahls. Betroffene bemerken davon nichts — es gibt keine Anzeige, keinen Hinweis, kein Protokoll.“

Entscheidend dabei ist, dass UWB nicht gegen BlueBait helfe. Die Distanzmessung greife erst, wenn das Fahrzeug die Nähe des Telefons überprüft — sie verhindert den Diebstahl. Die Ortung entstehe jedoch schon eine Stufe davor, allein dadurch, dass das Telefon auf eine Anfrage überhaupt reagiere. Von der Ortbarkeit sind deshalb auch Halterinnen und Halter brandneuer Fahrzeuge mit UWB betroffen. Solange die Entscheidung, ob geantwortet wird, nicht auf dem Telefon selbst getroffen wird, bleibe das Problem bestehen. Hier kommt die App von Herfurt ins Spiel.

Die Idee hinter TeslaKee

Die zentrale Idee hinter TeslaKee besteht nicht darin, die offizielle Tesla-App zu ersetzen, sondern eine ganz konkrete Schwachstelle in Teslas eigener Umsetzung zu schließen: den Bluetooth-basierten digitalen Schlüssel, mit dem sich das Smartphone am Fahrzeug authentifiziert.

Eine Policy-Engine prüft jede Authentifizierungsanfrage gegen einen selbst definierten Regelsatz, bevor eine Antwort erfolgt. Passt der Gerätekontext nicht zu einer plausiblen Annäherung, bleibt die Reaktion aus, das Angreifersignal läuft ins Leere, das Fahrzeug bleibt verschlossen, und auch ein BlueBait-Köder erhält keine verwertbare Antwort. Fahrzeug- und Privatsphärenschutz laufen so über denselben Mechanismus, so der Claim.

Alle internetbasierten Funktionen der Tesla-App, etwa Navigationsziele, Updates, Supercharger-Planung oder der Fernzugriff über hunderte Kilometer, bleiben eigenen Angaben nach unverändert erhalten, da sie über Teslas Server laufen. „Beide Apps sind parallel nutzbar: TeslaKee übernimmt nur den Bluetooth-Nahbereich, in dem die Schwachstellen liegen, und dafür wird der offiziellen App lediglich die Berechtigung „Geräte in der Nähe“ entzogen, ihr Schlüssel bleibt im Fahrzeug hinterlegt“, liest man in der Aussendung.

Kern des Tesla-Schutzes

Den Kern des Tesla-Schutzes bildet ein Baukasten aus zehn konfigurierbaren Kontextregeln (Pflicht- oder optionale Regel mit Quorum), etwa Bewegungserkennung, GPS-Geofence, Abgleich mit dem letzten Parkplatz samt Mobilfunkzellen, bekanntes WLAN, Zeitfenster, Signalstärke, Schrittzähler, barometrische Höhe, Bildschirmstatus und erlaubte Funkzellen. Für Ausnahmen wie Fahrzeugübergabe oder Werkstattbesuch gibt es eine befristete manuelle Übersteuerung (15/30/60 Minuten), und ein Live-Policy-Test zeige jederzeit nachvollziehbar, welche Regel gerade greift.

„Die Verschlüsselung von Tesla ist in Ordnung — das Problem ist, dass das Telefon jede Frage beantwortet, ohne sich zu fragen, wer da eigentlich fragt. Ein Auto, das aufgeht, weil jemand mein Signal aus dem Supermarkt auf den Parkplatz verlängert hat, ist die eine Hälfte. Die andere Hälfte ist, dass ein zwanzig Euro teures Bastelgerät am Straßenrand mitschreiben kann, wann ich vorbeigegangen bin — dafür muss mein Auto nicht einmal in der Nähe sein“ präzisiert Herfurt. „Gegen den Diebstahl hilft UWB tatsächlich, aber nur bei neuen Fahrzeugen mit passendem Telefon. Gegen das Mitschreiben hilft es überhaupt nicht: Das Telefon antwortet dem gefälschten Beacon weiterhin, auch im nagelneuen Auto. Deshalb muss die Entscheidung, ob überhaupt geantwortet wird, auf das Telefon — und genau das macht TeslaKee.“

TeslaKee ist ab sofort für alle Interessierten öffentlich verfügbar — für Android ab Version 10, vorausgesetzt wird ein Gerät mit StrongBox-Sicherheitschip (verbreitet ab Baujahr 2019). Parallel läuft weiterhin ein internes Testprogramm, dessen Rückmeldungen in die Weiterentwicklung einfließen. Kompatibel sind Tesla Model 3, Y, S und X mit Bluetooth-PhoneKey. Für die einmalige Schlüsselanmeldung wird die NFC-Keycard des Fahrzeugs benötigt. An einer TeslaKee-App für das iPhone wird bereits gearbeitet.

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