14.02.2017

Werbegag: Wiener Startup Taskrookie sucht „verrückte“ ToDos und erledigt sie

Der von zwei Wiener Teenagern betriebene Social Marketplace Taskrookie launcht Ende März. Vorab will man mit der Erledigung möglichst verrückter Tasks auf sich aufmerksam machen.
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(c) Taskrookie: Founder Nikolaus Bauer (l.) und Constantin Weiland (r.)

„Vom Supermarkteinkauf bis zum Aufbau eines IKEA-Kastens verbindet die App Menschen, die keine Zeit haben und Aufgaben erledigt brauchen, mit jenen, die Zeit haben und sich gerne etwas dazu verdienen möchten“ – so fassen die Gründer des Wiener Startups Taskrookie, Nikolaus Bauer (19) und Constantin Weiland (17), ihr Konzept zusammen. Bevor die Plattform aber Ende März mit dem Fokus auf solche Alltags-Tasks online geht, will das Startup mit einer besonderen PR-Aktion auf sich aufmerksam machen.

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„Crazy Task Monday“ als Werbegag

Für den „Crazy Task Monday“ sollen (künftige) User besonders ausgefallene ToDos auf der Facebook-Seite posten, oder per Mail an das Taskrookie-Team senden. Einige davon werden dann ausgewählt und erledigt. Zweimal hat die Aktion bereits stattgefunden. Bis zum Launch gibt es sie noch weiterhin alle zwei Wochen. Eingesendet müssen die Tasks jeweils bis eine Woche vorher werden. Eine Userin bekam dadurch etwa ein Fotoshooting für ihre ausgemusterte Kleidung, um diese besser verkaufen zu können.

Bereits erste Erfolge mit Beta-Version

Die Founder wollen mit der Social Marketplace-Plattform zumindest hierzulande eine Marktlücke gefunden haben. In den USA, Australien und Brasilien gibt es mit Taskrabbit, Airtasker und GetNinjas bereits ähnliche Plattformen, die schon erfolgreich laufen. Auch der 17-jährige Schüler und der 19-jährige WU-Stundent können bereits erste Erfolge aufweisen: Im August 2016 wurde die Beta-Version gelauncht, die innerhalb von zwei Monaten über 1200 User generierte und 123 Tasks erfolgreich erledigen konnte.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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