19.12.2022

Medienbericht: Weitere, noch größere Massenkündigung bei GoStudent

Laut einem Business Insider-Bericht, der sich auf ein geleaktes All Hands-Meeting bezieht, gibt es beim Wiener Unicorn GoStudent aktuell eine weitere Massenkündigung.
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GoStudent, Ohswald, Lern Trends, Lerntrends, Lernen 2022
(c) GoStudent - GoStudent-Co-Founder Felix Ohswald.

Die wirtschaftliche Lage von Österreichs zweitem Unicorn, GoStudent, scheint sich nicht zu entspannen. Laut einem Bericht der US-Ausgabe von Business Insider läuft aktuell eine weitere Massenkündigung. Bereits im September strich das Nachhilfe Scaleup 200 Stellen – der brutkasten berichtete. Diesmal dürften es noch mehr sein.

Geleaktes Meeting und 370 verschwundene Slack-Mitglieder

Business Insider bezieht sich auf ein geleaktes „All-Hands-Meeting“ und Slack-Screenshots. In dem Meeting, das am vergangenen Donnerstag stattgefunden hat, soll GoStudent-Co-Gründer und CEO Felix Ohswald von einem „schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“ und einem „schwächelnden Konsumklima“ gesprochen haben. Der bisherige Sparkurs reiche nicht aus. Auf Slack soll dann die Mitgliederzahl innerhalb von zwei Tagen um 370 gesunken sein. Eine weitere Informationsveranstaltung sei für Dienstag geplant, heißt es im Bericht weiter.

GoStudent-Standorte in Lateinamerika und Kanada vor dem Aus

„Wir waren zu diesem Zeitpunkt wirklich der Meinung, dass wir angesichts der Informationen, die wir zu diesem Zeitpunkt hatten, genug getan hatten“, soll Ohswald nun rückbezüglich zur Massenkündigung im September gesagt haben. Doch das wirtschaftliche Umfeld habe sich seitdem „deutlich verschlechtert“ und das Unternehmen müsse „die Wachstumsziele für 2022 und 2023 überprüfen“. Unter anderem soll GoStudent auch planen, seine Standorte in Lateinamerika und Kanada zu schließen.

Übernahme von deutschem Nachhilfe-Marktführer vor nicht einmal drei Wochen

Was für einige Beobachter:innen befremdlich wirken könnte: Erst Anfang dieses Monats hatte das Wiener Unicorn die Übernahme des deutschen Nachhilfe-Marktführers Studienkreis, der in Österreich unter der Marke Lernquadrat auftritt, verkündet. In der Aussendung dazu war seitens GoStudent von weiterhin starkem Wachstum des EdTech-Markts die Rede.

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Links Mitgründer von NXAI Sepp Hochreiter und Mitte rechts CEO von Neura Robotics David Reger | (c) Neura Robotics / NXAI

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Daher arbeitet sein Unternehmen mit dem Linzer Startup NXAI an der Merkfähigkeit von Robotern. „Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, ergänzt Sepp Hochreiter, Gründer von NXAI.

Die Grundlage bietet Neura Robotics mit einem multimodalen Foundation-Modell, das Funktionen wie 3D-Sehen, Tastsinn und Audio mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Der Physical-AI-Stack von Neura Robotics wird mit einem xLSTM von NXAI, also einem künstlichen neuronalen Netz, verbunden. „xLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten“, sagt Hochreiter.

NXAI plant, ein eigenes Modell auf Basis der xLSTM-Architektur auf Neura Robotics‘ hauseigener Neuraverse-Plattform bereitzustellen. „Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere starke KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden“, erklärt Reger.

Gesteigerte Effizienz

Ein Roboter arbeitet in Schleifen und verarbeitet permanent Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen. Laut Neura Robotics braucht er dafür Gedächtnis auf zwei Ebenen: das Arbeitsgedächtnis und das episodische Gedächtnis. Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können und so aus der Erfahrung handeln.

Die Roboter der Zukunft

Langfristig möchten die beiden Firmen, dass Roboter nicht nur einzelne Fähigkeiten ausführen, sondern über die Zeit Erfahrung aufbauen. Fähigkeiten, die Roboter aus der Interaktion mit der realen Welt lernen, sollen verbessert und auf andere Maschinen und Umgebungen übertragen werden.

From Science to Business

NXAI, gegründet vor drei Jahren, ist ein Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Linz, das Lösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Die Firma versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie. So möchte sie die eigene KI-Forschung in marktreife Produkte überführen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen xLSTM-Modelle in den Bereichen Time Series und Robotics.

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