28.01.2026
PERSONALIE

Wefox: Florian Weikl wird neuer Country Head in Österreich

Das InsurTech-Unternehmen Wefox hat Florian Weikl zum neuen Country Head in Österreich ernannt.
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Florian Weikl ist neuer Country Head von Wefox Österreich | (c)Wefox

Florian Weikl soll mit 16. Februar in die Geschäftsführung der Wefox Austria eintreten und dort auch die Funktion des Sprechers der Geschäftsführung übernehmen, heißt es vom Unternehmen. Gemeinsam mit COO Stephan Ehrenfeldner wird er künftig das Geschäftsführungsduo des Unternehmens in Österreich bilden.

Der Wechsel im Management folgt auf personelle Veränderungen im vergangenen Jahr. Der bisherige Country Head René Besenbäck hatte seine Funktion per Ende Dezember 2025 niedergelegt und wechselte als CEO zu MRH Trowe. Geschäftsführer-Kollege Lukas Lindenhofer hat angekündigt, das Unternehmen bis Ende März 2026 im Rahmen einer geordneten Übergabe zu verlassen – brutkasten berichtete. In der Übergangsphase haben COO Stephan Ehrenfeldner und Lindenhofer das Unternehmen gemeinsam geführt.

Eng verwurzelt mit der Versicherungswelt

Der neue Country Head Florian Weikl hat Volkswirtschaftslehre in Wien studiert und ist ausgebildeter Versicherungsmakler. Er hat bisherige Stationen im Vertrieb und Management großer Versicherer durchlaufen und bringt Erfahrungen aus Führungsrollen in Vertrieb, Marketing und digitalem Kundenservice mit.

Bei Wefox soll Weikl seine Erfahrung insbesondere in den Bereichen Führung, Vertriebsmanagement, Kundenorientierung und Marketing einbringen. Er wird künftig für die strategische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens in Österreich zuständig sein.

Zusammenarbeit mit lokalen Maklerpartnern

Wefox ist ein europäisches InsurTech mit Sitz in Zürich und operativen Einheiten in mehreren Ländern. Die Gruppe bietet digitale Versicherungs- und Maklerlösungen an und arbeitet über ein Netzwerk mit lokalen Maklerpartnern zusammen. In Österreich ist Wefox sowohl mit einer Holding als auch mit einer operativen Gesellschaft vertreten, die gemeinsam das nationale Geschäft verantworten.

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Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns
Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns

„Wir wollen Lust auf Zukunft machen, zeigen, dass KMU bereit sind für die Transformation und sie dabei an der Hand nehmen“, sagt Florian Moosbeckhofer im brutkasten-Talk. Gemeinsam mit Marie-Therese Barth hat er nun in Wien das Unternehmen We Are Unicorns gegründet. Die beiden arbeiteten zuvor knapp sieben Jahre lang in der Wirtschaftskammer zusammen – unter anderem an der „Innovation Map“. Aus dieser gemeinsamen Zeit kenne man die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen genau, sagt Barth.

„Ziellosigkeit“ als Ausgangslage

Und heimische Betriebe würden aktuell massiv unter Druck stehen. Die Energiewende, der Fachkräftemangel und die rasche Digitalisierung würden den Geschäftsalltag tiefgreifend verändern. Den Unternehmen fehlt dabei für weitreichende Strategieprozesse nach Erfahrung von Barth oft schlichtweg die Zeit. „Viele KMU suchen nach Wegen zur Zukunftsgestaltung und stehen dabei häufig vor einer gewissen Ziellosigkeit“, erklärt die Co-Gründerin. „Sie wissen, sie müssen etwas tun, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen“.

„Innovationsabteilung as a Service“

Genau diese Lücke möchte We Are Unicorns mit dem sogenannten Future Radar schließen, dessen Oberfläche optisch an die genannte „Innovation Map“ erinnert. Das kostenfreie digitale Werkzeug soll den Betrieben 55 handfeste Chancen für den eigenen unternehmerischen Erfolg aufzeigen. „Es ist ein Zukunftsradar, das sehr klar und greifbar konkrete Chancen zeigt, die KMU direkt ergreifen können“, betont Moosbeckhofer. Ein eigens entwickelter KI-Assistent ergänzt das Programm. Dieser Helfer ordnet relevante Themen ein und leitet daraus konkrete nächste Schritte für das jeweilige Unternehmen ab. Das Gründerteam versteht sich dabei als unmittelbare, zusätzliche Ressource für die Betriebe. „Wir fungieren ein bisschen als Innovationsabteilung as a Service“, beschreibt Barth den Ansatz. „Wir kommen in den Betrieb und arbeiten gemeinsam mit dem Team, denn jedes Unternehmen ist selbst Experte in der eigenen Branche“.

Verbindung mit Startups als wichtiger Baustein

Besondere Gelegenheiten für derartige Innovationen entstehen nach Beobachtung des Gründer:innen-Duos bei Betriebsübergaben. Tausende Familienunternehmen stehen in den kommenden Jahren vor einer solchen Nachfolgesituation. „Das sind oft Fenster, die sich im betrieblichen Ablauf öffnen, um Dinge neu zu denken“, schildert Moosbeckhofer seine Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Das Team sieht hier hohes Potenzial in einer gezielten Zusammenarbeit mit Startups. Junge Technologieunternehmen bringen nach Überzeugung von Moosbeckhofer häufig völlig neue Lösungen mit. Die etablierten Betriebe bieten den Startups im Gegenzug Verbindlichkeit und Marktzugang. „Für Startups sind KMU extrem gut, weil sie Traktion am Markt und eine hohe Verbindlichkeit haben“, führt Moosbeckhofer aus.

„Wieder positive Narrative nach vorne holen“

Dieser Weg in die Zukunft gelingt für alle Akteur:innen nach Ansicht der Gründer:innen am besten mit einer positiven Grundeinstellung. „Destruktives Jammern“ löse eine negative Spirale aus und bremse die Gestaltungskraft, meint Barth. Sie verweist dabei auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung, wonach Jammern einen ähnlichen Effekt im Gehirn auslöse wie eine Sucht. „Wir müssen schauen, dass wir wieder positive Narrative nach vorne holen“, fordert sie daher. Es brauche einen bewussten Perspektivenwechsel. „Unsere Zukunft ist positiv und wir können stolz darauf sein“.

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