23.10.2019

So holen Österreicher das meiste aus dem Web Summit 2019 in Lissabon

Von 4. bis 7. November 2019 findet das Web Summit zum dritten Mal in Lissabon statt. Das AußenwirtscaftsCenter in Lissabon bietet nützliche Services, dank denen die Teilnehmer aus Österreich auf dem Tech-Event nicht die Orientierung verlieren.
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Web Summit
(c) Sam Barnes/Web Summit
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Sich mit anderen GründerInnen vernetzen, Inspiration von erfolgreichen ManagerInnen tanken und gleichzeitig noch ein wenig den warmen Süden genießen: Das ermöglicht das Web Summit, welches von 4. bis 7. November 2019 zum dritten Mal in Lissabon stattfindet. Auf dem Event werden sich über 70.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 160 Ländern treffen – darunter über 11.000 CEOs, von IT-Konzernen bis zu Startups.

Das Line-up der mehr als 1200 SpeakerInnen kann sich dabei wirklich sehen lassen: Guo Ping, Rotating Chairman von Huawei, findet sich unter den anwesenden Top-ManagerInnen ebenso wie Amazon-CTO Werner Vogels, Microsoft-President Brad Smith, Wikipedia-CEO Katherine Magher, Verizon-CEO Hans Vestberg, Booking.com-Chairwoman Gillian Tans, Uber-CPO Manik Gupta und Kate Brandt, Chief Sustainability Officer von Google.

Als politische VertreterInnen haben sich EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair angekündigt. Außerdem finden sich Namen wie Edward Snowden und Wladimir Klitschko auf der Liste der Speaker.

ÖsterreicherInnen auf dem Web Summit

Auch zahlreiche ÖsterreicherInnen werden auf dem Web Summit in Lissabon vertreten sein – von Startups über Scale-ups bis hin zu Großunternehmen. Einen Eindruck von den Erfahrungen österreichischer TeilnehmerInnen auf dem Tech-Event vermittelt unter anderem das folgende Video, welches das AußenwirtschaftsCenter Lissabon anlässlich des WebSummit 2018 produziert hat.

So können ÖsterreicherInnen das meiste aus dem Web Summit herausholen

Auch dieses Jahr unterstützt das AußenwirtschaftsCenter die TeilnehmerInnen aus Österreich wieder bei ihrem Besuch des Web Summit – das kann durchaus nützlich sein, damit man angesichts der Größe des Events nicht den Überblick verliert und sich auf die wichtigen Dinge fokussiert. Unter anderem werden den TeilnehmerInnen die folgenden Services geboten:

  1. Netzwerkabend Austrians @ Web Summit. Am Dienstag, 5, November, treffen sich die österreichischen TeilnehmerInnen und ihre internationalen GeschäftspartnerInnen von 19 bis 21 Uhr im AIRPORT BUSINESS CENTER direkt am Flughafen Lissabon. Der Fokus liegt hier auf Networking und dem Schaffen neuer Business-Beziehungen. Eine Anmeldung ist unter diesem Link bis 27.10. möglich.
  2.  Hotdesking/Landing Zone am AußenwirtschaftsCenter Lissabon. Startups und andere Geschäftsreisende brauchen oft zwei Dinge, wenn sie im Ausland sind: Einen Schreibtisch und eine funktionierende Internetverbindung. Deshalb öffnet das zentral gelegene AußenwirtschaftsCenter während des WebSummit seine Pforten und bietet Arbeitsplätze an. Vergleichbar mit einem kleinen Coworking Space, können hier bis zu rund zwölf Menschen gleichzeitig arbeiten. Wer den Service nutzen möchte, sollte sich vorher kurz per WhatsApp oder Telefon anmelden, um sicherzugehen, dass ein Platz frei ist. Öffnungszeiten und Lageplan unter diesem Link.
  3. Whatsapp Gruppe „ÖsterreicherInnen am Websummit“. Über diese WhatsApp-Gruppe können sich die TeilnehmerInnen austauschen und zum Beispiel PartnerInnen für den gemeinsamen Besuch ausgewählter Events finden. Wer diesen Service nutzen will, der kann sich hinzufügen lassen, indem er eine Email an [email protected] schreibt.

Abgesehen davon unterstützt das AußenwirtschaftsCenter in Lissabon – und natürlich auch in allen weiteren Ländern – die TeilnehmerInnen auch mit den üblichen Services – etwa, wenn das Startup potentielle GeschäftspartnerInnen kennen lernt und entsprechende Background-Informationen zu diesen Unternehmen eingeholt werden sollten. Auch Vorab-Checks zu spezifischen Branchen sind ein nützlicher Service des AußenwirtschaftsCenters – etwa, wenn es um die wichtigsten Handelsketten in Portugal, die größten Stromanbieter des Landes oder die meistgenutzten Vertriebswege geht.

Das ist vor allem dann nützlich, wenn man die Landessprache nicht beherrscht und – wie bei vielen Startups üblich – nicht über das entsprechende Personal für eine eigene Recherche verfügt. Denn schließlich entstehen durch diese Services keine Zusatzkosten – sie sind bereits mit der Kammermitgliedschaft abgedeckt.

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© Tom Jackson via Pexels

Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten, dass die ÖBB Postbus beim Forum Alpbach einen autonomen Bus testen wird. Der Regelbetrieb mit bis zu 100 fahrerlosen Fahrzeugen ist hierzulande frühestens ab 2028 geplant. Was in Österreich also noch Zukunftsmusik ist, wird in Kalifornien gerade in einer ganz anderen Dimension Realität: Schwere autonome Lkw dürfen dort ab sofort auf öffentlichen Highways getestet werden.

Ein Heimspiel mit Verspätung

Die Situation hatte bislang etwas Paradoxes: Auf autonomes Fahren spezialisierte Firmen wie Aurora und Kodiak entwickeln ihre Technologie direkt im Silicon Valley, durften ihre schweren Trucks aber lange nicht auf kalifornischen Straßen erproben. Aurora wurde 2017 von drei Veteranen der Selbstfahr-Branche gegründet, unter anderem ehemals bei Tesla und beim Google-Ableger Waymo. Kodiak wiederum hat sich auf autonome Sattelschlepper spezialisiert.

Fahrzeuge ab 10.001 Pfund Gesamtmasse waren vom Testbetrieb ausgeschlossen. Mit neuen Regeln, die am 28. April beschlossen wurden, ist damit Schluss. Kodiak hat rund um seinen Firmensitz in Mountain View, mitten im Silicon Valley, bereits erste Fahrzeuge auf die Straße geschickt.

Von führerlosen Trucks kann trotzdem noch keine Rede sein. Die Genehmigungen gelten vorerst nur für Tests mit Sicherheitsfahrer:in am Steuer. Kalifornien will das Ganze stufenweise angehen: Auf begleitete Tests soll die fahrerlose Erprobung folgen, ein kommerzieller Einsatz ist frühestens danach denkbar.

Texas war schneller

Dass Aurora und Kodiak überhaupt schon so weit sind, liegt an Texas. Dort waren die regulatorischen Auflagen für autonomes Fahren von Anfang an niedriger, weshalb beide Unternehmen ihr operatives Geschäft zunächst dort entwickelten.

Aurora fährt seit 2025 kommerziell und fahrerlos zwischen mehreren texanischen Städten, Kodiak startete im wenig befahrenen Permian Basin und ist mittlerweile ebenfalls auf öffentlichen Highways unterwegs. Die kalifornische Zulassung erlaubt es nun vor allem Kodiak, seine Systeme erstmals auch im eigenen Heimmarkt unter anderen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln.

Gewerkschaft sieht Jobs in Gefahr

Weniger Begeisterung für die neuen Regeln gibt es bei den Lkw-Fahrer:innen selbst. Die Gewerkschaft Teamsters California hat das für die Zulassung zuständige DMV (Department of Motor Vehicles) verklagt und will die Zulassung wieder kippen. Ihr Vorwurf: Die Behörde habe mögliche Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht ausreichend untersucht.

Die Unternehmen argumentieren umgekehrt mit mehr Effizienz und langfristig höherer Sicherheit. Am Ende steht die Frage, wer die amerikanische Logistik von morgen kontrolliert und was das für Fahrerjobs und die Milliarden bedeutet, die bereits in die Technologie geflossen sind.

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