13.10.2020

WeAreDevelopers kooperieren enger mit Talent Garden

Das WeAreDevelopers-Team ist im ersten Schritt in den Talent Garden Vienna gezogen. Vor allem im Bereich Job will man kooperieren.
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WeAreDevelopers / Talent Garden
(c) WeAreDevelopers / Talent Garden

WeAreDevelopers und Talent Garden wollen künftig mehr miteinander kooperieren. In einem ersten Schritt dieser Kooperation bezog das WeAreDevelopers-Team rund um CEO Benjamin Ruschin im September 2020 den Coworking Space Talent Garden Vienna.

WeAreDevelopers und Talent Garden: It’s a match

Möglichkeiten der Kooperation sieht man darin, dass WeAreDevelopers nicht nur große Konferenzen veranstaltet, sondern auch ein IT-Jobportal betreibt. „Passend dazu bietet Talent Garden mit den insgesamt 21 europäischen Coworking Space Standorten nicht nur einen physischen Ort der Vernetzung und des  Austauschs für Talents, sondern wirkt mit dem internen Bildungsinstitut, der Talent Garden Innovation School, dem Fachkräftemangel entgegen“, heißt es in einer Aussendung: „Ausgebildet werden Personen, die eine digitale Karriere anstreben, wie Digital MarketerInnen, Full Stack DeveloperInnen, UX DesignerInnen oder Data AnalystInnen – genau jene Jobprofile, die am Arbeitsmarkt aktuell am dringendsten benötigt werden.“

Gemeinsam gegen Fachkräftemangel

Gemeinsam wollen WeAreDevelopers und Talent Garden also eine Brücke zwischen Auszubildenden, IT-Fachkräften und Arbeitgebern schlagen und dem Fachkräftemangel – vor allem im Bereich Coding und Data Analysis – entgegenwirken. Die Aktivitäten der beiden Unternehmen knüpfen zu diesem Ziel sichtbar aneinander an, heißt es von den Partnern: „Und sich neben der Mission auch den Standort zu teilen, stärkt diese Synergien zusätzlich.“

Die Communities der beiden Partner sollen in Zukunft von gemeinsamen Events, maßgeschneiderten Weiterbildungsangeboten sowie den Möglichkeiten und dem gegenseitigen Austausch beider Ökosysteme profitieren.

Stimmen zur neuen Partnerschaft

„Wir freuen uns sehr über den Einzug von und die Kooperation mit WeAreDevelopers. Es ist ein derart spannendes Unternehmen, das in vieler Hinsicht unsere Werte widerspiegelt. Von dieser Symbiose unserer Ökosysteme werden viele unterschiedliche Communities europaweit profitieren – also definitiv eine Win-Win-Win-Situation,“ sagt Petra Hauser, Country Managerin Talent Garden Austria.

Auch das WeAreDevelopers-Gründerteam Benjamin Ruschin, Sead Ahmetovic und Thomas Pamminger steht der Partnerschaft und den gemeinsamen Zukunftsplänen sehr positiv gegenüber: „Mit Talent Garden haben wir einen starken Partner an unserer Seite, mit dem wir unsere Mission, die Brücke zwischen Arbeitgebern und IT-Fachkräften zu bauen, noch schneller internationalisieren können. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg.“

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Junior Developer
(c) True Agency via Unsplash

„Wer glaubt, mit Künstlicher Intelligenz ließen sich Einstiegspositionen einfach streichen, verwechselt das Werkzeug mit der Person, die es sinnvoll einsetzt“, warnt André Holhozinskyj, CEO der europäischen Cloudflight Group. Die Warnung des Branchenexperten stützt sich auf eine aktuelle Befragung, die das Unternehmen durchgeführt hat. Unter den 1.119 Teilnehmenden – mehrheitlich Studierende und Berufseinsteiger:innen aus Deutschland, Österreich und Rumänien – zeigt sich eine weite Verbreitung, aber auch eine spürbare Reglementierung von KI-Tools im Arbeitsalltag.

Während 99 Prozent der befragten Nachwuchskräfte angeben, KI-Werkzeuge regelmäßig zu nutzen, stoßen sie in der Praxis häufig an organisatorische Grenzen. Rund zwei Drittel der Befragten berichten von Einschränkungen bei der Nutzung, die überwiegend organisatorischer Natur sind. Als Haupthindernis nennen 46 Prozent regulatorische Vorgaben wie Richtlinien von Schulen, Universitäten oder Unternehmen. Weit dahinter folgen Kosten und Lizenzgebühren mit 24 Prozent sowie ethische, rechtliche und datenschutzrechtliche Bedenken mit 23 Prozent. Mangelndes Interesse spielt mit nur zwei Prozent praktisch keine Rolle.

Risiko durch Schatten-IT und Compliance-Verstöße

Die restriktive Haltung in vielen Organisationen birgt nach Einschätzung der Studienautor:innen jedoch Risiken: Wird die Nutzung im Unternehmen untersagt oder komplett eingeschränkt, weichen Mitarbeiter:innen häufig auf private Geräte und nicht freigegebene Consumer-Tools aus – ohne Wissen oder Zustimmung der IT-Abteilung.

Gernot Molin, CTO der Cloudflight Group, warnt vor den unmittelbaren Gefahren für die Datensicherheit: „Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude sind nicht für Unternehmenssicherheit oder Compliance konzipiert, sondern für einfachen Zugang, und das schafft unmittelbare Risiken.“ So könnten etwa proprietäre Algorithmen durch das Einfügen von Code-Schnipseln abfließen, oder Entwickler:innen könnten unbeabsichtigt Kundendaten bei der Analyse von Log-Dateien offenlegen. Unternehmen, die an Richtlinien wie DSGVO, HIPAA oder SOC 2 gebunden sind, riskieren laut Molin bei der Verwendung nicht autorisierter Dienste empfindliche Verstöße. Er plädiert daher für eine kontrollierte Freigabe von KI-Werkzeugen, die direkt in bestehende Entwicklungsumgebungen integriert und durch Sicherheitskontrollen sowie Audit-Trails abgesichert sind.

Vielseitige Nutzung abseits von reinem Code

Die Befragung räumt zudem mit dem Vorurteil auf, KI diene primär dem Schreiben von neuem Programmcode. Der Einsatz zur reinen Code-Generierung liegt bei 18 Prozent und ist damit fast gleichauf mit dem Debugging und Code-Reviews (19 Prozent), administrativen und organisatorischen Aufgaben wie Recherche (19 Prozent) sowie der Code-Optimierung (17 Prozent). Dokumentation (12 Prozent) und Testautomatisierung (10 Prozent) folgen mit etwas Abstand.

Den größten Nutzen sehen die Befragten in der Entlastung bei Routinearbeiten. Fast jede:r Zweite (48 Prozent) nutzt KI vor allem zur Bewältigung repetitiver, zeitaufwändiger Aufgaben wie dem Erstellen von Boilerplate-Code oder dem automatisierten Organisieren von Daten. Ziel sei es, so heißt es aus den offenen Antworten der Teilnehmenden, sich dank der KI auf die interessanten Teile der Arbeit konzentrieren zu können. Zudem schätzen 42 Prozent die Tools als eine Art rund um die Uhr verfügbaren Tutor, der komplexe Konzepte erklären kann. Dieser Effekt könnte nach Einschätzung der Studienautoren vor allem in Regionen mit schwächerer Bildungsinfrastruktur den Zugang zu hochwertiger Programmierausbildung demokratisieren.

Zukunftssorgen und die Rolle der Nachwuchskräfte

Trotz der intensiven Nutzung blickt die junge Generation keineswegs sorgenfrei in die Zukunft. Lediglich 12 Prozent der Befragten geben an, keinerlei Sorge hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf ihre eigene Karriere zu haben. Die überwiegende Mehrheit von 88 Prozent äußert leichte bis extreme Besorgnis. Neben der allgemeinen Karriereentwicklung sorgt sich ein Teil der Entwickler:innen auch um den eigenen Lernfortschritt: Es besteht die Befürchtung, durch eine zu starke Abhängigkeit von der KI das eigene Weiterkommen zu bremsen und durch die automatisierten Lösungen „dümmer“ zu werden. Viele wünschen sich daher Erklärungen anstelle von fertigen Antworten.

Für Cloudflight-CEO Holhozinskyj zeigt die Untersuchung, dass Unternehmen umdenken müssen. Künstliche Intelligenz müsse wie eine „virtuelle Mitarbeiterin“ verstanden werden, die ein geregeltes Onboarding benötigt. Wer Juniorstellen aus Gründen der kurzfristigen Kostenersparnis streicht, begehe laut Holhozinskyj einen strategischen Fehler: „Urteilsvermögen entsteht nicht am Reißbrett, sondern über Jahre praktischer Erfahrung, auch aus eigenen Fehlern, und genau diese Erfahrung bauen Unternehmen gerade systematisch ab, wenn sie ihre Juniorstellen kürzen.“ Langfristig drohe den Unternehmen dadurch der Verlust der „Senior-Kompetenz von morgen“ an die Konkurrenz, was sich schnell zum mittelfristigen Wettbewerbsnachteil entwickeln könne.

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AI Summaries

WeAreDevelopers kooperieren enger mit Talent Garden

  • In einem ersten Schritt dieser Kooperation bezog das WeAreDevelopers-Team rund um CEO Benjamin Ruschin im September 2020 den Coworking Space Talent Garden Vienna.
  • Möglichkeiten der Kooperation sieht man darin, dass WeAreDevelopers nicht nur große Konferenzen veranstaltet, sondern auch ein IT-Jobportal betreibt.
  • Gemeinsam wollen WeAreDevelopers und Talent Garden eine Brücke zwischen Auszubildenden, IT-Fachkräften und Arbeitgebern schlagen und dem Fachkräftemangel – vor allem im Bereich Coding und Data Analysis – entgegenwirken.
  • Die Communities der beiden Partner sollen in Zukunft von gemeinsamen Events, maßgeschneiderten Weiterbildungsangeboten sowie den Möglichkeiten und dem gegenseitigen Austausch beider Ökosysteme profitieren.

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