Das in Wien beheimatete Unternehmen WeAreDevelopers erhält ein Investment in Millionenhöhe. Der Der WeAreDevelopers World Congress findet 2019 jedoch nicht in Österreich, sondern in Berlin statt.
Das Wiener Unternehmen WeAreDevelopers hat ein siebestelliges Investment für seine Job-Plattform „WeAreDevelopers Talent Solutions“ erhalten, wie das Team in einer Presseaussendung mitteilt. Bei den neuen Investoren handelt es sich unter anderem um Udo Schloemer (Factory Berlin) und Thomas Bachem (CODE University) über ihre jeweiligen Ventures. Die CODE University, eine Berliner Fachhochschule für Informatik und der Start-up-Campus Factory Berlin sind als strategische Partner mit an Bord. Schloemer und Bachem werden künftig im Advisory Board von WeAreDevelopers vertreten sein.
Ebenso Teil der Finanzierungsrunde ist der in Wien lebende Profi-Pokerspieler Fedor Holz, der sich laut WeAreDevelopers „finanziell und beratend“ am Unternehmen beteiligt habe. Holz gründete in Wien unter anderem den App-Entwickler Primed, der Lern-Apps entwickelt, sowie das E-Sport-Team No Limit Gaming, das sich auf Online-Poker und Counterstrike Global Offensive spezialisiert hat.
WeAreDevelopers World Congress geht nach Berlin
Der WeAreDevelopers World Congress, der in den vergangenen Jahren in Wien stattfand, wird in diesem Jahr von 6. bis 7. Juni in Berlin stattfinden. Der Veranstalter bleibt weiterhin in Wien. Im Vorjahr waren auf dem Event in Wien unter anderem Apple-Cofounder Steve Wozniak und Doom-Erfinder John Romero zu Gast, dieses Jahr wird in Berlin unter anderem der frühere Schach-Weltmeister Garry Kasparov als Speaker auftreten.
„Aufbruch statt Ausbruch“ – Wie aus Steyrs altem Gefängnis ein Innovationszentrum wird
Aus dem ehemaligen Cölestinerinnen-Kloster und späteren Gefängnis in der Berggasse in Steyr könnte in Zukunft ein neuer Startup-Hub Österreichs entstehen. Projektentwickler Chris Müller erzählt im brutkasten-Gespräch über den Standort, das Potenzial und die Details des Plans.
„Aufbruch statt Ausbruch“ – Wie aus Steyrs altem Gefängnis ein Innovationszentrum wird
Aus dem ehemaligen Cölestinerinnen-Kloster und späteren Gefängnis in der Berggasse in Steyr könnte in Zukunft ein neuer Startup-Hub Österreichs entstehen. Projektentwickler Chris Müller erzählt im brutkasten-Gespräch über den Standort, das Potenzial und die Details des Plans.
Chris Müller bei der Präsentation von Horizont Steyr. (c) Tobias Zachl
„Je komplexer die Welt um uns herum wird, desto mehr sehnen wir uns nach Orten, die die Menschen schon lange prägen“. Mit dieser Vision startet Chris Müller von CMb.industries gemeinsam mit der Stadt Steyr in das neue Projekt Horizont Steyr. Bekannt ist Müller in der Szene vor allem seit seinem erfolgreichen Projekt der Tabakfabrik in Linz, wo heute einer der wichtigsten Startup-Treffs Österreichs anzufinden ist.
„Wie bei der Tabakfabrik, von den Tabakwaren hin zu rauchenden Köpfen, soll in Steyr ein Ort der Unfreiheit zu einem Ort der Freiheit werden“, so der Plan. Auf dem Areal in der Berggasse befand sich im 17. Jahrhundert ein Kloster, bevor die Räumlichkeiten rund 200 Jahre lang als Gefängnis dienten.
Sollte das Projekt den Gemeinderat im Herbst passieren, wird 2029/2030 mit der Fertigstellung von Horizont Steyr gerechnet.
Zuerst war es ein Kloster, dann über 200 Jahre ein Gefängnis. Müller plant nun einen Startup-Hub. (c) Tobias Zachl
Milieu aus Industrie, Infrastruktur und Verständnis
„Die Stadt Steyr kommt mit einem industriellen Erbe“, hebt Müller den Standort hervor. „Hier kommt ein Milieu zusammen aus Industrie, aus Infrastruktur, aus Mobilität, Nachhaltigkeitsthemen, aus Internationalität und auch aus der Fachhochschule. Hier muss man einfach innovativ sein.“ Der Standort ist vor allem durch Leitbetriebe wie BMW, AVL List, BMD, SKF und Steyr Automotive bekannt.
Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände rund um die Berggasse sollen künftig Büros, Coworking-Spaces und Begegnungszonen für Startups sowie junge Unternehmen entstehen, wie brutkasten bereits berichtete. Gemeinsam mit Tp3 Architekten will Chris Müller die alte Immobilie zu einem „Ort der Begegnung und der Entwicklung von Zukunftsprojekten“ umgestalten und damit auch den Wirtschaftsstandort Steyr stärken.
„Unsere Orte sind kuratierte Orte“
Müller versteht den zukünftigen Hub als eine Produktionskette. „Wir haben uns gedacht, wir nehmen Wände weg und verbinden die einzelnen Gebäude, wir bringen die Freiheit hinein“, so der Projektentwickler. Im letzten Trakt der Gebäudereihe befindet sich das alte Theater der Stadt. Diesen Ort sieht Müller als zukünftigen Präsentationsraum mit einem Fassungsvermögen von 300 Menschen.
Eines der wichtigsten Learnings, die der Oberösterreicher aus seinem Projekt der Tabakfabrik in Horizont Steyr mitbringt, ist das Schaffen kuratierter Orte. Im Vordergrund stünde nicht die reine Vermietung von Büros, es ginge vielmehr um das Zusammenspiel der einzelnen Firmen. „Wir fragen nach den Bedürfnissen der Interessent:innen, was sie brauchen, aber natürlich auch, was sie sich von diesem Ort erwarten. Wir nehmen nicht alle rein, nur weil sie bezahlen.“
Das alte Theater könnte für zukünftige Präsentationen und Talks genutzt werden. (c) MecGreenie
Bereits 70 Prozent vorvermietet
Laut Angaben von Müller sind bereits 70 Prozent der Räumlichkeiten vorvermietet, für knapp 2.000 Quadratmeter der Fläche sind bereits Letters of Interests unterschrieben worden. Müller erwähnt dabei, dass ständig neue Anfragen kommen.
Für Interessierte an den Räumlichkeiten gibt es hier mehr Informationen.
Das Projekt Horizont Steyr soll von CMb.industries gemeinsam mit den Tp3 Architekten umgesetzt werden. (c) Raffael Portugal
Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.