25.08.2025
PARTNERSCHAFT

waterdrop und Ricola bringen gemeinsam vier Sorten auf den Markt

Waterdrop kooperiert mit dem traditionsreichen Schweizer Kräuterunternehmen Ricola. Gemeinsam bringen sie vier Sorten auf den Markt.
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Daniela Ruoss, Thomas Heimer. Foto: waterdrop

Das österreichische Scaleup waterdrop, 2017 gegründet, setzt weiter auf Wachstum. Nach der Einführung einer Omni-Channel-Strategie konnte das Unternehmen im Vorjahresvergleich deutlich zulegen und plant für 2025 einen Umsatz von 150 Millionen Euro (brutkasten berichtete).

Partnerschaft zwischen Ricola und waterdrop

Nun folgt ein weiterer strategischer Schritt: eine Kooperation mit dem bekannten Schweizer Kräuterunternehmen Ricola. Gemeinsam bringen die beiden Marken vier neue Sorten der kompakten „Drink Cubes“ auf den Markt: Himbeere Melisse, Zitrone Minze, Granatapfel Minze und Verbene Zitrus.

Die zuckerfreien Würfel enthalten keine künstlichen Konservierungsstoffe und kombinieren Fruchtextrakte mit Vitaminen. Statt in Flaschen abgefüllt zu werden, werden die Würfel direkt in ein Glas Wasser gegeben – das soll laut waterdrop 98 Prozent Plastik sparen. Das Ergebnis soll – so das gemeinsame Motto – „nicht nur schmecken, sondern auch guttun“.  

Waterdrop ist kein Neuling im Bereich Partnerschaften: Neben Werbeverträgen, etwa mit Tennis-Star Novak Djokovic und großen Tennis-Turnieren wie den Australian Open, kooperierte das Unternehmen bereits 2024 auch mit dem oberösterreichischen Startup Imhotep Industries, das mit dem Wasser-Generator „Phantor“ Trinkwasser aus der Luft gewinnt (brutkasten berichtete).

Erstkontakt 2023

Zum ersten Kontakt mit dem Schweizer Kräuterunternehmen kam es bereits 2023, wie eine Sprecherin der Startups erklärt: „Ricola bringt über 90 Jahre Erfahrung mit Schweizer Alpenkräutern mit und hatte gleichzeitig den Wunsch, das eigene Sortiment zu erweitern und in eine für sie völlig neue Kategorie einzusteigen“, sagt sie. „Lustigerweise begann auch Ricolas Geschichte einst mit der Suche nach einer gesünderen Alternative zum Zuckerwürfel. Der Würfel, oder ‚Drop‘, lag also in beiden Marken schon immer in der DNA.“

So entstand die Partnerschaft und auch das neue Konzept Herbal Hydration – die Verbindung von waterdrops Ansatz für Microdrinks mit Ricolas Kräuter-DNA. „Über die letzten Jahre haben wir daran gearbeitet, das Beste aus beiden Welten in einem Produkt zu vereinen.“

Mit den Drink Cubes möchte waterdrop seine Mission weiterführen, Hydration neu zu denken und Konsument:innen mehr Vielfalt innerhalb dieser Kategorie zu bieten. „Unser Ziel ist es, sowohl bestehenden waterdrop-Kund:innen als auch neuen Zielgruppen, die Ricola bereits kennen und schätzen, ein völlig neues Geschmackserlebnis zu eröffnen“, so das Scaleup weiter. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Partnerschaft Herbal Hydration als Teil der Microdrink-Kategorie etablieren können.“

Hydration weiter ausbauen

Gleichzeitig wolle man die Kategorie Hydration weiter ausbauen, neue Standards setzen und sich auch im stationären Handel noch klarer als Alternative zu abgefüllten und zuckerhaltigen Getränken positionieren.

„Unsere Mission war von Anfang an klar: wir wollen die Art und Weise, wie Menschen trinken, neu definieren. Mit den Microdrinks haben wir eine Kategorie erfunden, die es so zuvor nicht gab und unser Ziel ist es, waterdrop als globale Nummer eins im Bereich Hydration zu etablieren“, so das künftige Ziel. „Das bedeutet: Wir treiben Innovation konsequent weiter. Vor allem bei funktionalen Getränken im Sport- und Energy-Bereich wird sich noch einiges tun. Gleichzeitig bauen wir unsere Präsenz im Handel kontinuierlich aus, vergrößern unsere Community und stehen kurz davor, die Marke von zehn Millionen Kund:innen weltweit zu erreichen.“

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(v.l.) Das Führungsteam von reebuild: Nicolaus Lederer, Alexander Kornell, Matteo Cimadom, Luca Papay © Oskar Fleischanderl

Papierordner und manuell geführte Excel-Tabellen sollen der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach reebuild geht. Das Tech-Startup automatisiert mit seiner KI administrative Tätigkeiten von Bauleitern. Es wandelt also Dokumente, PDFs, Fotos etc. in strukturierte Daten um oder automatisiert Aufgaben wie die Rechnungsprüfung. In der vergangenen Pre-Seed-Runde sind bereits bekannte Investoren wie Hansi Hansmann eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun schloss reebuild eine Seed-Runde von über drei Millionen Euro ab, angeführt vom europäischen Investor Fortino Ventures, mit Beteiligung von Rise PropTech und CuriosityVC.

Weitere Automatisierung des kaufmännischen Ablaufs

Mit dem frischen Kapital sollen KI-gestützte Module weiterentwickelt werden, durch die der kaufmännische Ablauf von der Kalkulation bis zur Buchhaltung weitgehend automatisiert werde. „Wir wollen den Kosmos auf unserer Plattform mit immer neuen Workflows erweitern. Darunter verstehen wir z.B. den Erstellungsprozess von Ausgangsrechnungen“, sagt CEO und Gründer von reebuild Alexander Kornell im brutkasten-Gespräch. Zudem soll das Büro in Wien personell aufgestockt werden. Aktuell ist reebuild in Deutschland und in Österreich etabliert. Durch die Investitionen soll nun in weitere europäische Länder wie Italien oder Polen expandiert werden. Es gebe bereits Entwicklungspartnerschaften mit ersten Proof Points.

Zu den Kund:innen zählen Unternehmen wie Pittel+Brausewetter oder 3SI Immogroup. Die Software wird, laut dem Startup, in Wien entwickelt, in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren“, sagt Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures. Reebuild erklärt, dass die Verwaltung und Steuerung von Kosten zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft der Baubranche veraltet sei. Rechnungen würden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen und Führungskräfte würden Entscheidungen auf Basis überholter Informationen treffen müssen.

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Kornell über die Baubranche und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Reebuild sorge für beschleunigte Prozesse und aktuellere Entscheidungsgrundlagen, was wiederum zu messbaren Einsparungen im gesamten Unternehmen führe. Beschaffungskosten könnten dadurch um bis zu 20 Prozent sinken.

Vision: Administrativer Aufwand auf null senken

Der bürokratische Aufwand soll laut reebuild in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf Basis der strukturierten Daten hinter jedem Dokument entwickele reebuild das Agentic Backoffice für Bauunternehmen. KI-Agenten übernehmen eigenständig Routineaufgaben wie Prüfung, Abgleich und Vorkontierung. Dadurch sollen Teams ihre Zeit eher für das operative Geschäft anstatt für das manuelle Kostencontrolling nutzen.

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