waterdrop möchte heuer Umsatz auf 150 Millionen Euro steigern
Das österreichische Scaleup waterdrop setzte auf eine Omni-Channel-Strategie und konnte damit im Vorjahresvergleich deutlich wachsen. Für heuer plant man einen Umsatz von 150 Millionen Euro.
Der Microdrink-Hersteller waterdrop verkündete 2024 den Abschluss einer Investitionsrunde. Und holte damals – nach Novak Djokovic 2023 – Andrey Rublev, Taylor Fritz, Elina Svitolina, Hubert Hurkacz, Sebastian Korda, und Cameron Norrie mit an Bord. Es folgte eine Kooperation mit dem oberösterreichischen Startup Imhotep Industries, um mit dem Wassergenerator „Phantor“ Wasser aus der Luft zu gewinnen – brutkasten berichtete. Nun gibt es gleich mehrere Neuigkeiten.
waterdrop: Omni-Channel-Strategie
Die Expansion des Scaleups im Omni-Channel-Bereich bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der Strategie. Während das Unternehmen zu Beginn noch ausschließlich auf den Online-Handel setzte, ist es heute sowohl über den eigenen Webshop, sowie auch in eigenen Stores und im stationären Handel vertreten. Dadurch möchte waterdrop eigenen Angaben nach im Jahr 2025 sein Wachstum weiter vorantreiben und die Marke von 150 Millionen Euro Umsatz überschreiten.
In diesem Sinne verzeichnete waterdrop ein starkes zweistelliges Wachstum im Jänner (43 Prozent plus im Vergleich zum Vorjahr) und Februar 2025 im Heimatmarkt. „Alle Vertriebskanäle in Österreich konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr signifikant steigern, was durch die erfolgreiche Omni-Channel-Strategie des Unternehmens bestätigt wird“, heißt es per Aussendung.
Parndorf wird fixer Store
Zudem wurde in Parndorf der dortige Pop-Up-Store dauerhaft etabliert und avancierte zum ersten „Millionen-Store“ des Unternehmens – mit einem Jahresumsatz von über einer Million Euro.
„Parndorf ist unser erster Millionen-Store weltweit, und wir sind stolz, als österreichisches Unternehmen die Zukunft des Handels mitzugestalten“, sagt Thomas Heimer, Country Director Österreich und Schweiz. „Als eines der wenigen Getränkeunternehmen weltweit mit eigenen Stores setzen wir neue Maßstäbe in der Branche und beweisen, dass innovative Handelskonzepte erfolgreich sein können.“
„Wir blicken auf 2025 und sind stolz, aus Österreich heraus den Getränkemarkt weiter zu revolutionieren“, sagt Gründer und CEO Martin Murray. „Durch unsere innovative Produktstrategie haben wir bereits in über 25 Ländern auf vier Kontinenten Fuß gefasst.“
Alpike: Wie ein Fünf-Kilo-Roller aus Osttirol den Bergabstieg zum Ziel macht
Der in Osttirol entwickelte Alpike wiegt knapp fünf Kilogramm und soll 3.900 Euro netto kosten. Er richtet sich an Bergbegeisterte, die ihre Knie schonen und den Abstieg vom mühsamen Pflichtprogramm zur eigentlichen Attraktion machen wollen. Der Markteintritt ist für Frühjahr 2027 geplant, aktuell läuft die Investorensuche.
Alpike: Wie ein Fünf-Kilo-Roller aus Osttirol den Bergabstieg zum Ziel macht
Der in Osttirol entwickelte Alpike wiegt knapp fünf Kilogramm und soll 3.900 Euro netto kosten. Er richtet sich an Bergbegeisterte, die ihre Knie schonen und den Abstieg vom mühsamen Pflichtprogramm zur eigentlichen Attraktion machen wollen. Der Markteintritt ist für Frühjahr 2027 geplant, aktuell läuft die Investorensuche.
Ein Bergaufstieg, wie er im Buche steht: In der Ferne sind noch Kuhglocken zu hören und es sind nur noch wenige Schritte bis zum langersehnten Gipfelkreuz. Doch während die Anstrengung des Aufstiegs langsam vom euphorischen Gipfelgefühl abgelöst wird, schleicht sich ein anderer, weniger angenehmer Gedanke ein: Und jetzt das alles wieder runter. Die Knie schmerzen schon beim bloßen Gedanken, die Motivation lässt nach, und die Vorstellung des langweiligen Forstwegs zieht sich in Gedanken schon in die Länge. Genau damit soll dank Alpike jetzt Schluss sein: Mit dem Scooter am Rücken soll der Spaß am Berg, wenn es nach Lukas Jungmann und seinem Partner Edwin Meindl geht, beim Abstieg erst richtig losgehen.
Vom eigenen Bedürfnis zum Produkt
Lukas Jungmann führt das Designbüro Aberjung, Edwin Meindl das Konstruktionsbüro Micado und beide zieht es fast jedes Wochenende auf einen der unzähligen Berge ihrer Heimatregion Osttirol. „Ich glaube, die schönsten Storys entstehen, wenn du selber eigentlich das für dich baust“, erzählt Jungmann. Die erste Skizze des Alpikes lässt sich auf das Jahr 2021 datieren. Über die Jahre ist ein komplett aus Carbon gefertigtes Gefährt entstanden, das knapp fünf Kilogramm wiegt und sich am Gipfel in wenigen Sekunden aufbauen lässt. Zum Vergleich: Fünf Kilo entsprechen in etwa einer ausgewachsenen Hauskatze oder einem kleinen Hund, etwa einem Mops.
Der Alpike grenzt sich bewusst von bisherigen, oft sperrigen Konzepten ab. Er kommt ohne Motor und ohne Sattel aus, was den Rider:innen ein besonderes Sicherheitsgefühl geben soll: Man steht dicht über dem Boden und könnte bei Hindernissen jederzeit sicher abspringen. Jungmann beschreibt den technischen Ansatz so: „Wir sind eine Mischung aus Fahrrad und Roller, ohne Motor. Es soll jetzt nicht nur eine Krücke sein, damit man irgendwie den Berg runterkommt, sondern es ist ein Performance-Gerät, was Spaß machen soll.“
Zudem soll das kompakte Design völlig neue Routen abseits breiter Wege eröffnen. „Wenn es steigiger wird, dann wirst du nicht das Mountainbike schultern und tragen“, erklärt Jungmann. Mit dem Alpike ließen sich hingegen auch schmale Steige bewältigen und Felspassagen durch leichtes Tragen überwinden, was mit dem Mountainbike schlichtweg unmöglich wäre.
Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf dieses Premium-Geräts, das für 3.900 Euro netto die Besitzer:in wechseln soll. Die ideale Zielgruppe sieht der Gründer in gut verdienenden Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die im Beruf stehen und bereit sind, nennenswerte Summen in hochwertige Sportausrüstung zu investieren. Von denen gäbe es in Osttirol einige, erklärt der Gründer.
Ein besonderes Potenzial liegt hierbei in einem aktuellen Markttrend: Da die Winter kürzer werden und der klassische Skitourenmarkt droht nach und nach einzubrechen, positioniert sich der Alpike als Sommer-Alternative. „Die Skitourengeher:innen investieren relativ fest in ihren Sport und haben eigentlich keine Alternative im Sommer. Die Leute haben mit dem Alpike dann trotzdem das Gefühl, rauf zu gehen und runter zu fahren, wie sie das vom Skitouren gewohnt sind“, so Jungmann.
Neben der antriebslosen Sport-Variante bietet Alpike laut Website auch die „Urban“-Edition an – eine elektrische Last-Mile-Lösung für den städtischen Alltag. Sie wiegt zehn Kilogramm, leistet bis zu 1,8 kW und erreicht laut Unternehmen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h sowie eine Reichweite von 25 Kilometern. Der 260-Wh-Akku ist herausnehmbar und soll in 30 Minuten vollständig aufgeladen sein. Wie die Sport-Version lässt sich auch die Urban-Edition werkzeugfrei in 15 Sekunden zusammenfalten.
Launch für nächstes Frühjahr geplant
Bislang haben die Gründer die Entwicklung weitgehend ohne externes Kapital vorangetrieben und rund eine Million Euro, maßgeblich in Form von unbezahlten Arbeitsstunden, investiert. Derzeit laufen Verhandlungen, um einen externen Investor an Bord zu holen, der den finalen Go-to-Market-Schritt finanzieren soll.
Frisches Kapital wird nun für das Marketing, den Bau von großen Werkzeugen für die Serienfertigung sowie den Zusammenbau benötigt. Aktuell will man das Gerät als Mountainbike klassifizieren lassen. Im Frühjahr des nächsten Jahres soll der Alpike offiziell in den Handel kommen.
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