07.07.2026
PERSONALIE

waterdrop holt ehemaligen Karl-Lagerfeld-Kreativchef als Global Creative Director

Das Wiener Hydration-Startup waterdrop holt Jristian Cruz Limsico als neuen Global Creative Director. Der ehemalige Karl-Lagerfeld-Kreativchef soll die globale Markenidentität weiterentwickeln.
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Jristian Cruz Limsico wird Global Creative Director bei waterdrop. © waterdrop

Die Wiener Hydration-Marke waterdrop besetzt eine Schlüsselposition im Marketing neu: Jristian Cruz Limsico übernimmt die Rolle des Global Creative Director. Limsico, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte, verantwortet künftig die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

Internationale Design-Erfahrung bei Vogue, GQ Australia und Co.

Vor seiner Station bei Karl Lagerfeld leitete der gebürtige Australier die interne Kreativagentur bei PVH für Tommy Hilfiger und Calvin Klein in Europa. Zudem war er unter anderem als Art Director für die Vogue und GQ Australia tätig. Bei waterdrop soll Limsico nun die visuelle und sprachliche Ausrichtung über alle Kanäle steuern, von digitalen Kampagnen bis hin zu internationalen Sportpartnerschaften wie den Australian Open und der ATP Tour.

Laut LinkedIn-Profil ist der Australier, der seine Ausbildung an der Western Sydney University absolviert hat, bereits seit Juni im Unternehmen tätig.

Fokus auf globale Markenpräsenz

„Seine Erfahrung an der Schnittstelle von Mode, Lifestyle und globalem Storytelling ist genau das, was unser nächstes Kapitel braucht“, begründet Henry Murray, Co-Founder und Chief Commercial & Marketing Officer bei waterdrop, die Personalentscheidung.

Limsico selbst ergänzt, er wolle gemeinsam mit dem Team „die visuelle Identität der Marke auf der globalen Bühne noch wirkungsvoller zum Leben erwecken.“ Das Wiener Unternehmen, das 2026 sein zehnjähriges Bestehen feiert, will mit der neuen Personalie die strategische und kreative Markenführung weiter in den Fokus rücken.

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Die Eye-Tracking-Brille von Viewpointsystem kommt im Rahmen des EU-Projekts Manufactor in der Industrie zum Einsatz | (c) viewpointsystem
Die Eye-Tracking-Brille von Viewpointsystem kommt im Rahmen des EU-Projekts Manufactor in der Industrie zum Einsatz | (c) viewpointsystem

Einarbeitungszeiten um mehr als 35 Prozent und Fertigungsfehler um 20 Prozent reduzieren; gleichzeitig das Vertrauen der Mitarbeitenden in die eigenen Fähigkeiten um mehr als 20 Prozent steigern und die körperliche und mentale Belastung senken – das sind die ambitionierten Ziele des Projekts Manufactor.

Mit sechs Millionen Euro von Horizon Europe gefördert

14 Partner aus zehn EU-Ländern sind daran beteiligt, darunter Universitäten wie TU Darmstadt (Deutschland) und Universität Uppsala (Schweden), Industriebetriebe wie Hitachi Energy Sweden und Volkswagen Autoeuropa (Portugal) und Startups wie u-sense.it (Italien) und Viscando (Schweden). Mit dem oberösterreichischen Maschinenbauer Fill und dem Wiener Datenbrillen-Startup Viewpointsystem sind auch zwei österreichische Unternehmen bei dem im Rahmen von Horizon Europe mit sechs Millionen Euro geförderten EU-Projekt dabei.

Zusammenführung mehrerer Technologien

Um die zuvor genannten Ziele zu erreichen, sollen im Rahmen des auf drei Jahre angesetzten Forschungs- und Entwicklungsprojekts mehrere Technologien zusammengeführt werden und ein validierter Prototyp entstehen: tragbare Sensoren, XR-Brillen, Eye Tracking, 3D-Bildsensoren, KI-Agenten und Human Digital Twins. „Zusammen liefern sie Informationen über die körperliche und kognitive Situation der Mitarbeitenden und ermöglichen eine situationsgerechte Unterstützung direkt am Arbeitsplatz. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und die Frage, wie Technologie ihn bei seiner Arbeit bestmöglich unterstützen kann“, heißt es von Projektpartner Viewpointsystem in einer Aussendung.

Vom Eye-Tracking zum „Human Digital Twin“

Das Wiener Startup steuert als einer von vier zentralen Technologiepartnern eine Weiterentwicklung seiner Eye-Tracking-Brille bei. Die Eye-Tracking- und Kameradaten der Brille sollen im Projektverlauf mit weiteren Sensordaten zusammengeführt werden. Daraus soll ein Echtzeitbild der körperlichen und kognitiven Situation von Mitarbeitenden, also ein sogenannter „Human Digital Twin“ entstehen. KI-Agenten sollen diese Informationen dann nutzen, um die Unterstützung an die jeweilige Situation anzupassen, etwa durch Audioanweisungen oder direkt in der XR-Brille eingeblendete Informationen.

„KI kann ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen“

„Wirklich adaptive Unterstützung beginnt damit, den Menschen hinter der Aufgabe zu verstehen. Eye Tracking gibt uns in Echtzeit Aufschluss über die Aufmerksamkeit und kognitive Belastung eines Menschen“, erklärt Frank Linsenmaier, CTO von Viewpointsystem. „Auf dieser Grundlage kann KI ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen und damit über eine reine Automatisierung von Assistenz hinausgehen.“

Test in der Next World Factory von Fill

Getestet wird das unter anderem bei Industriepartner Fill, konkret im firmeneigenen Ausbildungs- und Lernzentrum Next World Factory. Im Projekt soll untersucht werden, wie adaptive, KI-gestützte Assistenz den Kompetenzerwerb beschleunigen und die sichere Anwendung im Arbeitsalltag unterstützen kann. Martin Muik, Forschung und Entwicklung bei Fill, nennt auch den Fachkräftemangel als Grund für das Projekt. „Mit Manufactor wollen wir erproben, wie intelligente Assistenz das Lernen individueller, effizienter und motivierender gestalten und Menschen dabei unterstützen kann, ihr Potenzial bestmöglich zu entfalten.“

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