02.01.2026
STIMMEN AUS DER SZENE

Was sind deine Prioritäten für das Jahr 2026?

Wir haben Personen aus der heimischen Innovationsszene gefragt, welche Themen und Ziele bei ihnen im neuen Jahr im Vordergrund stehen; beruflich wie privat.
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Wir haben bei Personen aus der Innovationsszene nachgefragt: Was sind deine Prioritäten für das Jahr 2026?

Dieser Artikel ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von November 2025 “Verantwortung” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Mathias Muther | Business Angel

© brutkasten

2026 steht für mich im Zeichen der intelligenten Transformation. Ich will das Potenzial von KI nutzen, um Prozesse effizienter, schlanker und smarter zu gestalten – sowohl in meinen bestehenden Investments als auch in neuen Projekten. Gleichzeitig möchte ich mehr Raum für kreative Impulse und aufstrebende Trends schaffen.

Ein besonderer Fokus liegt für mich darauf, Wissen weiterzugeben und als Mentor junge Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zu unterstützen.

Korbinian Kasinger | CEO von kW-Solutions

© brutkasten

Beruflich sind unsere Prioritäten ganz klar: Wir steigen mit unserem intelligenten Energiemanager Charly in den deutschen Markt ein. Die Grundvoraussetzungen dort sind ähnlich wie in Österreich: Es braucht günstigeren Strom, damit die Mobilitätswende funktionieren kann.

Privat habe ich mir für 2026 ein paar Berge vorgenommen – zum einen mit Skitourenskiern, zum anderen mit Wanderschuhen.

Lisa Kratochwill | Leiterin des Accelerator-Programms von Verbund X

© Verbund AG

Meine Priorität 2026 ist es, Innovation im Unternehmen noch greifbarer zu machen: weniger Buzzwords, mehr Wirkung. Ich möchte zeigen, wie Startup-Kooperationen reale Probleme lösen, und Mitarbeitende inspirieren, selbst Teil des Innovationsprozesses zu werden.

Christina Hirschl | Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs

© Sarina Dobernig

2026 liegt mein Fokus auf der Stärkung von Forschung und Innovation in Europa. Gemeinsam mit meinem Team treiben wir u.a. Projekte in Quanten- und Photoniktechnologien voran. Wir lieben unsere Arbeit, weil wir damit technologische Durchbrüche schaffen, die gesellschaftliche Herausforderungen lösen und eine bessere Zukunft ermöglichen.

Das inspiriert uns beruflich wie privat – besonders, wenn unsere Forschung echten Impact zeigt.

Laura Tacho | CTO von DX

© Evelyn Lynam

Meine Priorität für 2026: Tiefer in Unsicherheit und ins „Ich weiß nicht“ eintauchen – denn genau dort startet Innovation. KI wird die Softwareentwicklung weiter verändern. Ich möchte neugierig bleiben, das Unbekannte erkunden und gemeinsam mit anderen Unternehmen neue Wege finden, besser zu werden.

Christoph Knogler | CEO von KEBA

© KEBA

Beruflich liegt auch 2026 der volle Fokus auf der strategischen Weiterentwicklung unserer drei KEBA-Business-Units. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau von KEBA Digital als neuem Geschäftsfeld, mit dem wir im kommenden Jahr voll durchstarten wollen.

Außerdem liegt mir sehr viel daran, KI bei KEBA verantwortungsvoll und sinnstiftend voranzutreiben und hier auch alle Kolleginnen und Kollegen gut mitzunehmen.


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v.l. Thomas Gegenhuber, Linzer Wirtschafts- und Finanzstadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz mit dem Tabakfabrik-Geschäftsführungs-Duo Denise Halak und Markus Eidenberger | (c) TabakfabrikLinz / MecGreenie
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Das Open Innovation Center/LIT, der Impact Hub Vienna, WeXelerate, Unicorn Graz und Startup Salzburg aus Österreich; die Founders Foundation, die Kreativbehörde Regensburg, das Gründerhaus Nürtingen und das WERK1 in München aus Deutschland; dazu der 1535° Creative Hub aus Luxemburg und das Economic Centre Krakau aus Polen – diese Innovations-Hubs sind Teil einer neuen, von der Tabakfabrik Linz initiierten Allianz.

Ziel der „Interessensgemeinschaft“ sei, Partner:innen aus den jeweiligen Netzwerken, Jungunternehmer:innen, Startups und Unternehmen, leichteren Zugang zu den anderen Standorten, Märkten und Industrien zu ermöglichen, heißt es von der Tabakfabrik. „Die Partner:innen vernetzen sich international, um voneinander zu lernen und Innovationen zu beschleunigen.“

Bis zu fünf Tage in Partner:innen-Hubs arbeiten

„Gemeinsam fördern wir den internationalen Austausch. So können ausgewählte Unternehmen für bis zu fünf Tage in einem unserer Partner:innen-Hubs arbeiten, sie erhalten dort gezielten Zugang zu lokalen Netzwerken und Märkten“, erläutert Denise Halak, Geschäftsführerin der Tabakfabrik Linz. „Unsere Partner:innen öffnen ihre wichtigsten jährlichen Veranstaltungen für das internationale Netzwerk und fördern so den Austausch und die Sichtbarkeit.“

Alle zwölf Institutionen würden als direkte Verbindung in ihr städtisches Umfeld fungieren, so Halak. „Mit vielen davon verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit, die wir nun vertiefen.“ Markus Eidenberger, ebenfalls Geschäftsführer der Tabakfabrik Linz, ergänzt: „Besonders freut uns die Kooperation mit dem WERK1, dem digitalen Gründungszentrum im Münchner Werksviertel. Uns verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit dem 39 Hektar großen Areal – unsere Tabakfabrik und das Werksviertel waren immer wieder gegenseitige Vorbilder für die Transformation ehemaliger Industriegelände.“

„Bridge Office“ in der factory300

In der Tabakfabrik wurde dazu ein „Bridge Office“ in der factory300 eingerichtet, in dem unter anderem Besucher:innen aus den anderen Hubs arbeiten können. „Dieser Raum steht der Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz sowie der Tabakfabrik Linz zur Verfügung, ebenso allen Partner:innen des neuen Bündnisses, wenn sie in Linz neue Kontakte knüpfen möchten“, erklärt Ana Zuljevic, Abteilungsleiterin für Wirtschaft und Innovation am Magistrat Linz.

Das Bridge Office in der Tabakfabrik Linz | (c) Tabakfabrik Linz
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