01.04.2015

Was Mrs. Obama tat, als sie herausfand, dass die Töchter Probleme in Mathe haben

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© PhotoMath: Auch die Kinder des US-Präsidenten haben Probleme in Mathematik.

April, April. Die Story über die Matheprobleme von Präsident Obamas Töchtern stimmt nicht. Auch wir sind darauf herein gefallen. Vielleicht ist aber unser Bericht der Anstoß dazu, dass tatsächlich etwas gegen die allgemeinen Matheprobleme getan wird. Diese sind nämlich leider kein Fake. Und außerdem, mal im Ernst, es wären tatsächlich wahnsinnig tolle Neuigkeiten gewesen. 😉

Was passiert, wenn Michelle Obama herausfindet, dass ihre Kinder Probleme in Mathematik haben? Die Ehefrau des US-Präsidenten Barack Obama sucht online nach einer App, die den Kindern die Lösung aufschlüsseln soll. Und tatsächlich wird sie mit Photomath, einer App der kroatischen Firma MicroBLINK, fündig. Photomath funktioniert ganz einfach: Man schießt ein Foto der Rechenaufgabe und bekommt die Lösung zusammen mit dem aufgeschlüsselten Lösungsvorgang. Nachdem sie und die Kinder von der App begeistert sind, erzählt sie Barack Obama von Photomath – nun soll die App in einem Pilotprojekt in Washingtons Schulen integriert werden. Mehr darf leider noch nicht verraten werden.

Das klingt wie die Geschichte aus einem Hollywood Film. Vielleicht liegt es daran, dass die Entwickler der App die Idee während der Fernstehserie „The Big Bang Theory“ hatten: In genau dieser Folge ging es nämlich um eine ähnliche Idee. Nachdem Damir Sabol bereits davon genervt war, dass er seinen Sohn so oft bei mathematischen Aufgaben unterstützen musste, begannen die Techniker mit der App-Konzeption.

Auch Österreichs Schüler haben übrigens große Probleme in Mathematik. Eine erste Auswertung der Zentralmatura Anfang Mai ergab, dass das Fach Mathematik unseren Jugendlichen die größten Probleme bereitet hat.

„Kinder haben große Probleme, wenn es zum Rechnen kommt“, meint CEO und Gründer Damir Sabol. Der Brutkasten hat das Startup beim diesjährigen Pioneers Festival in der Wiener Hofburg kennengelernt, wo Sabol seine Lösung für das Mathematik-Problem präsentiert. Die App soll Kinder nicht beim Schummeln helfen, sondern ihnen die Freude an der Mathematik zurück bringen. „Photomath soll der Lern-Aassistent eines jeden Schülers sein“, so Sabol. Es gibt bereits 100.000 User, die seine App täglich nutzen. Die App kann man im Apple oder Google Play Store gratis herunter laden und über elf Millionen Mal wurde dies schon getan – zeitweise wurde die App öfter als etwa Facebook herunter geladen. Photomath kann auch komplizierte Aufgaben lösen, erkennt aber nur gedruckte Zahlen.

Damir, Was kann man sich unter PhotoMath vorstellen?

Es ist der weltweit erste Kamerarechner. Kinder haben große Probleme, wenn es zu Mathematik kommt. Nach der Schule gehen sie zu ihren Eltern, die ebenfalls überfordert sind. Unsere Lösung ist PhotoMath. Wir bieten eine Sofort-Lösung, die dir nicht nur die Lösung bereitstellt, sondern auch den Vorgang aufschlüsselt. Das funktioniert ganz einfach: Du nimmst mit deiner Smartphone Kamera die Rechnung auf und bekommst die Lösung zusammen mit einem aufgeschlüsselten Rechenvorgang.

Was ist die Vision hinter Photomath?

Jeden Tag von über 1 Milliarde Schulkindern benutzt zu werden. Wir wollen für die Zukunft von Bildung stehen.

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Die notarity-Gründer (vlnr.): Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger | (c) Alexander Schindler

Im Sommer 2021 ging das Wiener LegalTech-Startup notarity mit einem klaren Produktversprechen an den Start: die Online-Abwicklung notarieller Dienstleistungen einfacher und angenehmer zu machen. Damit konnte im Heimatmarkt Österreich bald ein signifikanter Anteil der Notariate überzeugt werden, nicht aber die Notariatskammer, die über eine Tochtergesellschaft ein eigenes Angebot in dem Bereich hat. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit – brutkasten berichtete zuletzt über das Urteil in zweiter Instanz.

Rund 2.000 internationale Unternehmen als Nutzer

Unter anderem deswegen fokussiert notarity seit Jahren auf das internationale Geschäft. Schon Anfang 2024 verkündete man, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen. Mittlerweile sind es mehr als 70 Prozent, wie es nun vom Startup heißt. Dabei lege man einen besonderen Fokus auf internationale Konzerne.

Aktuell würden knapp 2.000 internationale Unternehmen mit großteils mehr als 500 Beschäftigten notarity für digitale Notariatsakte nutzen. Dazu zählen internationale Wirtschaftskanzleien wie DLA Piper und Baker McKenzie. Die Zahl digitaler Dokumenten-Beglaubigungen für internationale Unternehmen, Kanzleien und institutionelle Kunden über die Plattform habe sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Mit Umsatzverdopplung Break-even erreicht

So sei zuletzt auch eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich gelungen. „Damit haben wir den Break-even erreicht und den entscheidenden Schritt vom wachstumsstarken Startup zum profitablen Global Champion gemacht“, kommentiert Co-Founder und CEO Jakobus Schuster. Rund 400 Notar:innen hätten mittlerweile mehr als eine Viertelmillion digitale Beglaubigungen über die Plattform abgewickelt, monatlich seien es derzeit rund 10.000.

Zu den wichtigsten Märkten außerhalb der EU zählen das Vereinigte Königreich, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz. „Mit dem Erreichen der Gewinnzone schaffen wir die Grundlage, um unsere internationale Expansion künftig aus einer Position finanzieller Stärke voranzutreiben“, so Schuster.

Novelle der Notariatsordnung 2020 als Anstoß

Möglich hat das alles auch die heimische Rechtslage gemacht. Mit einer 2020 beschlossenen Novelle der österreichischen Notariatsordnung wurde die Basis für Online-Notariatsdienstleistungen im Inland geschaffen. Mittlerweile gelten elektronische Beglaubigungen von Unterschriften über notarity in mehr als 100 Ländern. „Unser Produkt entstand unter hohen regulatorischen, datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Genau diese Standards werden heute international immer wichtiger und haben uns den Eintritt in regulierte Märkte erheblich erleichtert“, sagt Schuster und gibt das Ziel aus: „die weltweit führende Infrastruktur für digitale Beglaubigungen internationaler Unternehmen bereitzustellen und diese Position in weiteren Märkten auszubauen.“

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