14.03.2022

Warum der Ukraine-Krieg der Tech-Branche schadet

Von der Coronakrise konnten große Teile der Tech-Branche enorm profitieren. Der Ukraine-Krieg hingegen wirkt sich bislang tendenziell negativ aus. Dafür gibt es zwei entscheidende Gründe.
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Anders als die Coronakrise wirkt sich der Ukraine-Krieg negativ auf die Tech-Branche aus
Anders als die Coronakrise wirkt sich der Ukraine-Krieg negativ auf die Tech-Branche aus | (c) Adobe Stock - Koshiro

Die Welt schlitterte zuletzt von einer Krise in die nächste. Während die durch die Corona-Pandemie bedingte Wirtschaftskrise, zumindest was die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Kennzahlen in den vergangenen Monaten angeht, großteils überwunden schien, baut sich eine neue, vielleicht noch größere Wirtschaftskrise auf. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland zeigen schon jetzt massive Auswirkungen auf Normalverbraucher:innen. Eine aktuelle EcoAustria-Studie geht von Jahre langen negativen Folgen auf das heimische Wirtschaftswachstum aus. Und etwas fällt in den Entwicklungen der vergangenen Wochen und Tage auf: Die Tech-Branche, die von der Coronakrise teils stark profitierte, ist nun tendenziell negativ betroffen.

Fallende Börsen-Kurse in der Tech-Branche

Das gilt natürlich nicht für alle Tech-Unternehmen – der brutkasten berichtete über die massiv angestiegene Nachfrage nach E-Autos wegen des Spritpreis-Anstiegs. Gleichzeitig sind dieser Tage international aber auch Schlagzeilen zu lesen, wie: „Facebook-Mutter Meta streicht Mitarbeiter-Benefits, weil Aktienpreis weiter fällt“. Den größten Absturz der Meta-Aktie gab es zwar bereits Anfang Februar noch vor dem Krieg. Doch seitdem geht der Trend weiter nach unten und die Aussichten sind dem Vernehmen nach nicht allzu rosig. Dafür gibt es zwei große Gründe, die für andere Unternehmen in der Tech-Branche, die derzeit auch mit fallenden Kursen kämpfen, ebenso gelten.

Grund 1: Das Russland-Geschäft ist nicht überlebenswichtig, aber durchaus relevant

Der erste ist – leicht nachvollziehbar – die direkte Auswirkung. Meta machte eigenen Angaben zufolge zuletzt rund 1,5 Prozent seines Umsatzes in Russland. Dieser wird wegen Sperren der Plattformen durch Russland – nach Facebook wurde so eine zuletzt auch für Instagram angekündigt – praktisch komplett wegfallen. Der Markt hat zwar keine existenzielle Bedeutung für den Tech-Konzern. Bei einer Vorkriegs-Wachstumsprognose von etwa drei Prozent ist der Wegfall von eineinhalb Prozent allerdings schon schmerzhaft. Auch andere Tech-Konzerne haben ähnlich große Umsatz-Anteile im Land. Bei der Google-Mutter Alphabet sollen es in Russland und der Ukraine zusammen laut Analysten zwischen zwei und drei Prozent sein.

Grund 2: Inflation schadet Tech-Branche im B2C- und B2B-Bereich

Viel gravierender könnte Grund Nummer 2 sein: Die massive Inflation. Diese war auch schon vor der russischen Invasion in der Ukraine bestimmendes Thema im wirtschaftspolitischen Diskurs. Doch sie wird vor allem durch den nach oben schießenden Ölpreis gerade massiv angeheizt. Sprit- und Energiepreise sind der Anfang. In Kürze werden sich sehr viele Unternehmen gezwungen sehen, höhere Kosten an die Kund:innen weiterzugeben. Gleichzeitig werden sie auch da und dort Ausgaben kürzen. Diese Dynamik trifft die Tech-Konzerne von zwei Seiten. Viele Normalverbraucher:innen werden wohl von drei wieder auf ein Streaming-Dienst-Abo reduzieren. B2B-Kunden werden gleichzeitig auch bei den Werbeausgaben den Gürtel enger schnallen.

Digitale Modelle bleiben überlegen, doch diesmal reicht es nicht

Das bedeutet freilich nicht, dass die digitalen Geschäftsmodelle der Tech-Unternehmen ihre in der Coronakrise gezeigte Überlegenheit gegenüber analogen einbüßen. Die genannten zwei dämpfenden Faktoren können sich auf Unternehmen aus allen Branchen auswirken – mitunter sicher noch viel stärker, als auf die Internet-Riesen. Es scheint aber klar zu sein: Diesmal kommen auch letztere nicht ungeschoren davon.

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Beim WeAreDevelopers World Congress 2025. (c) Warda Network

Die Plattform WeAreDevelopers und die WKÖ Außenwirtschaft Austria haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, österreichischen Gründer:innen den Weg in den US-amerikanischen Technologiemarkt zu erleichtern. Im Rahmen des sogenannten „Startup Landing Zone“-Programms der Kampagne „GoUSA Silicon Valley 2026″ werden zwölf heimische Startups für einen vollständig unterstützten Markteintritt in der San Francisco Bay Area ausgewählt.

Zugang zu VCs und internationalen Tech-Bühnen

Das Programm richtet sich gezielt an Startups, die skalieren wollen, und vermittelt direkte Kontakte zu Venture Capitalists, Business Angels und zentralen Akteur:innen des Silicon Valley-Ökosystems. Ein wesentlicher Bestandteil der Reise, die im September 2026 stattfindet, ist die Präsenz der Startups auf drei der einflussreichsten Tech-Veranstaltungen der Welt. Die Teilnehmer:innen erhalten exklusiven Zugang zum WeAreDevelopers World Congress North America (23. bis 25. September 2026 in San José), zur San Francisco Tech Week sowie zur TechCrunch Disrupt.

Darüber hinaus umfasst das Angebot für die ausgewählten Gründerteams hochkarätige Keynotes, praxisorientierte Workshops & individuelle Coaching- und Mentoring-Sessions.

Laut Michael Dobersberger, dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in San Francisco, soll das Programm heimische Entrepreneur:innen dabei fordern, größer zu denken, schneller zu agieren und sich auf internationaler Bühne wettbewerbsfähig zu positionieren.

Acht Plätze verbleiben für heimische Tech-Gründer:innen

Für WeAreDevelopers, die ihr Flaggschiff-Event in diesem Jahr erstmals nach Nordamerika bringen, ist der Zeitpunkt kein Zufall. Co-Founder Benjamin Ruschin betont, dass man sicherstellen wolle, dass die nächste große Innovation nicht unbemerkt bleibt, nur weil sie in Österreich gestartet ist. Die Kooperation soll Gründer:innen einen kosteneffizienten und strukturierten Zugang in diesen stark umkämpften Markt bieten.

Von den zwölf verfügbaren Plätzen im Programm sind derzeit bereits vier an Startups vergeben. Interessierte Tech-Gründer:innen haben die Möglichkeit, sich für einen der acht verbleibenden Plätze zu bewerben. Die Einreichung erfolgt über die Veranstaltungsseite der WKÖ.


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit WeAreDevelopers




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