14.07.2020

NÖ-Startup warrify sichert sich sechsstelliges Investment

Das in Klosterneuburg bei Wien ansässige Startup warrify hat sich auf digitale Kassenbelege am Point of Sale spezialisiert. Wie das Startup am Dienstagnachmittag bekannt gab, konnte warrify nun ein sechsstelliges Investment an Land ziehen, das vom Covid-Startup-Hilfsfonds der aws verdoppelt wurde.
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Das Gründertrio Simon Hasenauer, Enzo Duit und Matthias Pichler (v.l.n.r.) | (c) warrify

Das Klosterneuburger Startup warrify betreibt eine Plattform auf der Nutzer all ihre Rechnungen und Belege, die sie entweder per Smartphone abfotografieren oder digital erhalten haben, übersichtlich ablegen können. Erfasst werden von der Software nicht nur Händler, Beträge und Rechnungsdaten, sondern auch die gekauften Produkte und Details zu diesen – der brutkasten berichtete über die Technologie.

Sechsstelliges Investment

Wie das Startup am Dienstagnachmittag bekannt gab, konnte warrify nun ein sechsstelliges Investment an Land ziehen, das vom Covid-Startup-Hilfsfonds der aws verdoppelt wurde.

Mit dem Covid-Startup-Hilfsfonds verdoppelt die aws, das von Investoren eingebrachte private Eigenkapital. Damit sollen notwendige Finanzierungen von Unternehmen trotz der Coronakrise und dem derzeit angespannten VC-Markt gesichert werden – mehr darüber könnt ihr hier lesen.

Erst Anfang Juli veröffentlichte das Wirtschaftsministerium eine erste Bilanz zum Covid-Startup-Hilfsfonds. Demnach wurden mit Stand 2. Juli 2020 insgesamt 107 von 142 eingegangenen Anträgen bewilligt. Das Gesamtvolumen soll sich laut dem Ministerium auf zirka 31 Millionen Euro belaufen – der brutkasten berichtete.

Frisches Kapital für Wachstum

Mit dem frischen Kapital möchte das siebenköpfige Team laut eigenen Angaben in den Zielmärkten Österreich und Deutschland neue strategische Partner und Kunden gewinnen. Zudem soll auf B2B-Seite laut warrify die „Nähe zum Einzelhandel sowie zu den Kassensystemen“ weiter vertieft werden.

Dabei setzt das Startup rund um das Gründertrio Enzo Duit, Simon Hasenauer und Matthias Pichler auch auf Events. So veranstaltete das Startup unlängst als Co-Host gemeinsam mit dem EHI (Deutscher Handelsverband) einen Kongress zum Thema “Digitaler Bon”. Dort wurde die Thematik rund um den „digitalen Kassenbeleg“ mit rund 140 Händlern diskutiert und mögliche Szenarien für die Zukunft aufgezeigt.

Die weiteren Pläne von warrify

Der Markt für digitale Belege wachse laut dem Gründertrio im Moment rasant an und insbesondere in Deutschland sei die Resonanz für warrify’s Service sehr hoch. So würde eine unlängst erschienene Studie des EHI Institutes zeigen, dass sich immer mehr Händler für die Thematik interessieren.

Geht es nach den Plänen von warrify soll die Technologie aber noch viel mehr können, indem es künftig auch als interaktiver Kunden-Touchpoint fungiert.  “Man kann sich warrify’s smarten Beleg wie einen erweiterten Kommunikationskanal zum Kunden vorstellen, wo basierend auf dem Einkauf beispielsweise passendes Zubehör, maßgeschneiderte Coupons aber auch relevante Serviceleistungen kommuniziert werden können“, so Hasenauer abschließend.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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