23.12.2025
INSOLVENZ

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

Warrify wollte den klassischen Papier-Kassenbeleg durch digitale Bons ersetzen. Nun kann es seine laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen.
/artikel/warrify-klosterneuburger-startup-muss-konkurs-anmelden
easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

Nachdem in der Woche vor Weihnachten der Konkurs von nista.io in der österreichischen Startup-Szene für Aufsehen gesorgt hatte, trifft es mit warrify nun kurz vor den Feiertagen ein weiteres bekanntes Startup. Wie am Dienstagnachmittag über den KSV1870 und den AKV bekannt wurde, musste das Unternehmen nun Konkurs anmelden.

Das 2019 gegründete Startup mit Sitz in Klosterneuburg hatte sich zum Ziel gesetzt, den klassischen Papier-Kassenbeleg abzulösen. Mit seiner Lösung digitalisierte warrify Kaufbelege und wandelte sie in einen digitalen Service- und Kommunikationskanal zwischen Handel und Kund:innen um. Statt Thermopapier sollten Konsument:innen ihre Bons digital erhalten, während Händler die Belege für Service-Informationen, Produkthinweise oder Marketing-Angebote nutzen konnten. Gleichzeitig sollte das System helfen, Papiermüll zu reduzieren und Kaufdaten strukturiert nutzbar zu machen.

Partnerschaften und Investments

Warrify positionierte sich damit an der Schnittstelle von Retail, Nachhaltigkeit und Customer Experience. In den vergangenen Jahren arbeitete das Startup mit mehreren Handelspartnern zusammen – zuletzt machte das Unternehmen mit Kooperation mit Reformstark Martin auf sich aufmerksam.

Auch auf Investorenseite konnte das Unternehmen Kapital einwerben: So kommunizierte das Unternehmen im Juli 2020 ein nicht näher beziffertes sechsstelliges Investment. 2021 folgte dann ein weiteres Investment in Höhe von 150.000 Euro nach der Teilnahme am Schweizer F10-Fintech-Accelerator.

Konkursverfahren eröffnet

Zu den konkreten Gründen für die Insolvenz – etwa zur Finanzierungssituation, zur wirtschaftlichen Entwicklung oder zu Marktbedingungen – liegen bislang keine öffentlichen Angaben vor. Auf der Seite des Alpenländische Kreditorenverband (AKV) heißt es dazu lediglich: „Die warrify smart product assistance GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht Korneuburg wurde ein Konkursverfahren eröffnet“. Eine Fortführung des Unternehmens ist zum derzeitigen Stand nicht vorgesehen.


Wir haben versucht, das Unternehmen für eine Stellungnahme zu erreichen. Sollte eine solche nachfolgen, wird sie an dieser Stelle ergänzt.

Deine ungelesenen Artikel:
22.06.2026

Energiespeichersektor in Österreich ab sofort mit eigenständiger Vertretung

Durch den Bundesverband Energiespeicher Österreich erhält der Energiespeichersektor erstmalig eine eigenständige Interessensvertretung auf Bundesebene. Präsident Christoph Schmidt spricht von einer nationalen Chance durch Energiespeicher. Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen.
/artikel/energiespeichersektor-in-oesterreich-ab-sofort-mit-eigenstaendiger-vertretung
22.06.2026

Energiespeichersektor in Österreich ab sofort mit eigenständiger Vertretung

Durch den Bundesverband Energiespeicher Österreich erhält der Energiespeichersektor erstmalig eine eigenständige Interessensvertretung auf Bundesebene. Präsident Christoph Schmidt spricht von einer nationalen Chance durch Energiespeicher. Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen.
/artikel/energiespeichersektor-in-oesterreich-ab-sofort-mit-eigenstaendiger-vertretung
Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

warrify: Klosterneuburger Startup muss Konkurs anmelden