30.06.2020

Während des Corona-Lockdown zeigte sich, was mit 5G alles möglich ist

Von Telemedizin über vernetzte Arbeiter bis zur Digitalisierung der ländlichen Gebiete: Während des Corona-Lockdown zeigten sich Anwendungsbereiche von 5G, die auch in Zukunft unser Leben und Arbeiten maßgeblich prägen werden.
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5G-Auktion A1 T-Mobile Drei
(c) fotolia.com - Alexander

Dieser Beitrag über 5G während des Corona-Lockdown wurde im brutkasten Magazin #10 veröffentlicht. Unter diesem Link ist das ganze Magazin gratis verfügbar.

Eines gleich vorweg: Entgegen in den vergangenen Wochen grassierender Gerüchte ist die Übertragung von Coronaviren kein Anwendungsbereich der 5G-Technologie. Das stellte die Weltgesundheitsbehörde Mitte April explizit in einem Tweet klar: „Viren können sich nicht mittels Funkwellen/Mobilfunk ausbreiten. COVID-19 verbreitet sich in vielen Ländern, die nicht über 5G-Mobilfunknetze verfügen,“ heißt es dort. Zuvor hatten Verschwörungstheoretiker bereits etliche Mobilfunkmasten in Brand gesetzt und damit erheblichen Schaden verursacht.

Mit 5G gegen das Coronavirus

Tatsächlich wird das 5G-Netz auch in Österreich weiterhin ausgebaut und hierzulande zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten schaffen – nicht zuletzt in der Telemedizin, was gerade in Zeiten des Coronavirus neue Möglichkeiten schuf und auch später in vergleichbaren Situationen helfen wird.

+++Hans Greiner, Cisco: „Wir halten Privacy für ein menschliches Grundrecht.“+++

Ab einer großflächigen Versorgung bringt 5G somit unter anderem den Vorteil, dass große Datenmengen, im konkreten Fall etwa von Lungen-CTs, rasch vom Spital direkt zum Facharzt übertragen werden können. Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang ist „Connected Ambulance“. Hier geht es darum, dass via 5G Fachärzte direkt auf die Daten der Diagnosegeräte im fahrenden Rettungsfahrzeug zugreifen können. Das hilft zum einen dem Personal im Rettungsfahrzeug, besser zu behandeln und zum anderem dem Krankenhaus dabei, sich besser auf den neuen Patienten vorzubereiten, wie es seitens Hutchison Drei Austria gegenüber dem brutkasten heißt. Als Beispiel für Telemedizin nennt man bei Drei auch die Kooperation zwischen Drei und Generali mit dem Startup drd, welches hausärztliche Beratung via Videokonferenz ermöglicht.

Weiters sei etwa die Zustellung von Defibrilatoren durch halb-autonome Drohnen bei Notrufen ein Anwendungsfall, heißt es weiter seitens Hutchison Drei Austria: Der Beitrag vom 5G Netz ist in dem Fall das „Command & Control“ der Drohne außerhalb der Sichtverbindung zum Drohnenpiloten. Eben solche Drohnen können auch in anderen Bereichen außerhalb der Telemedizin eingesetzt werden – etwa im Feuerwehreinsatz, indem die Drohnen aus der Luft ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets liefern. Das hilft der Feuerwehr bei der Feuerbekämpfung und Ortung von Personen.

Der vernetzte Arbeitsplatz

Parallel zur Medizin haben die Wochen des Corona-Lockdowns auch einen weiteren Anwendungsbereich moderner Telco-Technologie in den Vordergrund gerückt: Remote Work. Denn die hiesigen Anbieter verzeichneten einen Anstieg der Datennutzung um rund 40 Prozent – laut Daten von Drei stieg dabei zum Beispiel der Traffic mit Videotelefonie um 232 Prozent. „Die Erfahrungen der letzten Wochen werden die Art und Weise der Zusammenarbeit und der Gestaltung von Arbeitsprozessen nachhaltig verändern“, heißt es dazu auch von der Telekom Austria: „Auch kleine Unternehmen priorisieren die digitale Ergänzung ihrer Produkte und Dienstleistungen höher. Insbesondere haben wir in den letzten Wochen eine erhöhte Nachfrage nach Home Office-, Sicherheits- und Kollaborationsdiensten festgestellt.“ Auch hier dürfte 5G in Zukunft helfen, die Kollaboration schneller und stabiler zu gestalten – etwa durch den flächendeckenden Einsatz von hochauflösenden Videokonferenzen in 4K-Qualität. Zugleich entstehen gänzlich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

+++Circa achtstelliger Umsatzeinbruch bei Telcos durch Roaming-Einbußen+++

Eine dieser Möglichkeiten ist mit dem „A1 Connected Worker“ schon jetzt im Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Assisted Reality Lösung für Geschäftskunden, die Mitarbeiter in Wartung und Service, bei Montagen, in der Produktion oder in der Materialwirtschaft durch den Einsatz moderner Datenbrillen miteinander vernetzt. Das Projekt ist eine Kooperation von A1 und Nagarro, bei der den B2B-Kunden Services vom Proof of Concept bis zum laufenden Support angeboten werden. „Wo bisher die persönliche Anwesenheit von Experten erforderlich war, können diese jetzt mittels vernetzter Datenbrillen und Assisted Reality-Technologien weltweit effektiv zusammenarbeiten,“ erläutert dazu A1 CEO Marcus Grausam. Auch für Support- und Logistik-Szenarien eröffne man somit neue Möglichkeiten.

Die Kluft zwischen Stadt und Land schließen

Diese Beispiele sind freilich keine kurzlebige Corona-Erscheinung, sondern sie sind allesamt gekommen, um zu bleiben. Und das Gleiche gilt auch für andere Anwendungsbereiche, die von den Mobilfunkern ins Feld geführt werden. So zum Beispiel das autonome Fahren, für das die bei 5G gebotenen kurzen Latenzzeiten essenziell sind. Oder der gesamte Bereich der Smart City, von einer flächendeckenden Messung von Umweltparametern wie Luftgüte und Wasserqualität über eine smarte Vernetzung der Straßenbeleuchtung bis hin zu einem intelligenten Abfallsystem. Dementsprechend haben die Telcos an diversen Standorten Musterprojekte gestartet, an denen Anwendungen von 5G getestet werden.

+++Aktuelle Studie: Führungskräfte sehen Chancen in 5G – trotz Sicherheitsbedenken+++

Wer jedoch Smart City sagt, der muss auch Smart Countryside sagen: Denn vor allem der ländliche Bereich soll vom 5G-Ausbau profitieren. „Wir wollen die digitale Kluft zwischen Stadt und Land schließen, darum haben wir unsere ersten 5G-Stationen vorwiegend in ländlichen Regionen eröffnet“, sagt dazu zum Beispiel Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom: „5G wird quasi die Glasfaser aus der Luft für den ländlichen Raum sein, um die Chancen der Digitalisierung überall nutzen zu können.“

Nicht zuletzt dürfte 5G somit ein wesentlicher Treiber für die Digitalisierung der Betriebe im ländlichen Raum werden – was wiederum ein entscheidender Faktor beim Hochfahren der Wirtschaft nach dem Lockdown ist.

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(V.l.) Manuela Mohr-Zydek (Salesforce Österreich) und Isabella Tomás (Open Austria) in San Francisco. © brutkasten

Zwei Perspektiven, ein Hotspot: San Francisco. Isabella Tomás sitzt seit vier Jahren an der Schnittstelle zwischen Österreich und dem Silicon Valley. Als Konsulin und Co-Direktorin von Open Austria leitet sie das gemeinsam von Außenministerium (BMEIA) und Wirtschaftskammer Österreich (WKO) betriebene Außenwirtschafts- und Innovationsbüro und vernetzt heimische Gründerinnen, Gründer und Unternehmen mit dem wohl dichtesten Innovationsökosystem der Welt. Manuela Mohr-Zydek blickt aus der Unternehmensperspektive darauf: Seit eineinhalb Jahren verantwortet sie als Country Leaderin das Österreich-Geschäft von Salesforce und begleitet heimische Betriebe dabei, den Schritt von der digitalen Transformation zur produktiven Skalierung autonomer KI-Agenten zu schaffen.

Im exklusiven Gespräch mit brutkasten ziehen die beiden Bilanz: Wie steht es um Österreich in Sachen KI-Anwendung? Was können heimische Unternehmen von der Risikobereitschaft und Umsetzungskraft des Silicon Valley lernen und wo sollte man mit dem KI-Einsatz trotz allem Potenzial vorsichtig bleiben? Von der Rolle des Kapitals bis hin zu den Stärken österreichischer Ingenieure, Tomás und Mohr-Zydek liefern einen ehrlichen Blick auf zwei Innovationswelten, die einander viel zu sagen haben.


Brutkasten: Ihr seid beide viel zwischen Österreich und San Francisco unterwegs. Welche Learnings möchtest du von hier sofort mit nach Österreich nehmen, Manuela?

Manuela Mohr-Zydek: Man kann viel Innovation und Inspiration mit nach Österreich nehmen. Wobei ich auch sagen muss, dass wir in Österreich bereits unglaublich viel Innovation und viele neue Ideen haben. Ich bin nun seit eineinhalb Jahren als Country Leaderin für Salesforce in Österreich tätig und sehe das täglich. Was man aus dem Silicon Valley mitnehmen kann, ist die enorme Umsetzungskraft und die Pionierarbeit. In Österreich befinden wir uns in manchen Bereichen gefühlt noch ganz am Anfang – vor allem beim Thema künstliche Intelligenz. Wir haben viele Kunden, die sich bereits damit auseinandersetzen oder KI skalierbar im Einsatz haben. Im Silicon Valley ist man vermutlich schon ein Stück weiter, und genau dieses Mindset können wir mitnehmen. Wir müssen weg von „Wir probieren aus“ hin zu „Wir setzen künstliche Intelligenz skalierbar im Unternehmen ein“. Damit lässt sich einerseits der Fachkräftemangel adressieren und andererseits dem wirtschaftlichen Kostendruck begegnen. Die Strategie sollte aus unserer Sicht aber nicht sein, Arbeitsplätze abzubauen. Im Gegenteil: Wir sehen viele Chancen für junge Menschen, sich im Bereich KI weiterzubilden, umzuschulen und eine klare Zukunftsperspektive aufzubauen.

Isabella Tomás: Ich kann bestätigen, was Manuela gesagt hat. Ich bin für Open Austria seit vier Jahren im Silicon Valley. Ein wesentlicher Unterschied ist die höhere Risikobereitschaft. Gründerinnen und Gründer werden hier ermutigt und unterstützt, mutig zu agieren. Die Menschen haben keine Angst vor Innovation. In Österreich haben wir sehr viele innovative Köpfe, aber man hat oft das Gefühl, dass sie nicht immer optimal gefördert werden, um sich voll zu entfalten – das beginnt an den Universitäten und setzt sich in den Unternehmen fort. Der zweite Punkt ist die Skalierbarkeit: Hier steht eine enorme Menge an Risikokapital zur Verfügung, mit dem Startups viel schneller skalieren können. Zudem spielt der US-Markt eine entscheidende Rolle: Wer sich hier etabliert, kann relativ leicht in andere Märkte vorstoßen und weltweit skalieren. Das ist in Österreich und auf EU-Ebene aufgrund der Marktstrukturen leider noch nicht ohne Hürden möglich.

Salesforce-CEO Marc Benioff hat in seiner Eröffnungs-Keynote ein eher verhaltenes Bild von Europa in Bezug auf KI gezeichnet. Wie beobachtest du die Adaption von KI-Applikationen bei österreichischen Unternehmen, Manuela?

Manuela Mohr-Zydek: Über die letzten Monate hat sich eine sehr positive Dynamik entwickelt. Wir führen nahezu mit jedem Kunden Gespräche zum Thema künstliche Intelligenz. Es geht nicht mehr nur um erste Pilotprojekte oder Proofs of Concept, sondern darum, wie Unternehmen tatsächlich mit autonomen Agenten arbeiten können – Hand in Hand zwischen Mensch und Agent. Wir sehen eine große Offenheit dafür, Geschäftsprozesse agentenbasiert zu unterstützen. Wir befinden uns in der nächsten Stufe: weg vom reinen Ausprobieren, hin zum Etablieren einer Kultur im Sinne von „Human in the Loop“. Der Mensch bleibt entscheidungsfähig, wird aber autonom durch Agenten unterstützt.

Welche konkreten Use Cases beobachtest du, auch im Vergleich zwischen größeren Unternehmen und Startups?

Manuela Mohr-Zydek: Gerade für kleinere Unternehmen und Startups bietet KI eine riesige Chance, weil Technologie demokratisiert wird. Mit Low-Code- und No-Code-Ansätzen braucht man keine tiefe Coding-Erfahrung mehr, um einen Agenten zu bauen und eine Idee zu verwirklichen. Anfänglich haben wir sehr stark im Servicebereich mit autonomen Agenten begonnen. Über die vergangenen Monate hat sich das stark in Richtung Marketing, Sales und Commerce weiterentwickelt. Es gibt Beispiele wie PayPal oder Anwendungsfälle, bei denen Agenten automatisiert Outbound-Leads generieren, Inbound-Anfragen abarbeiten oder Marketing-Journeys erstellen, bevor der Mitarbeiter übernimmt. Im Commerce-Bereich unterstützen Agenten bei Produktauskünften auf Webseiten. Autonome Agenten befreien Mitarbeiter von wiederkehrenden, maschinellen Aufgaben, sodass sich der Mensch wieder auf seine Kernstärken besinnen kann: Kreativität und soziales Miteinander. Das ist das Schöne am Konzept des „Agentic Enterprise“.

Isabella, was beobachtest du bei österreichischen Gründern, die ins Silicon Valley oder nach San Francisco kommen? Wie sieht dort die KI-Adaption aus?

Isabella Tomás: Die meisten, die herkommen, sind bereits tief im Thema drin oder kommen genau deshalb hierher, weil San Francisco das Mekka der KI ist. Wer das Thema noch nicht mitbringt, arbeitet sich sehr schnell ein. Zu Beginn gibt es meist einen gewissen Wow-Effekt. Das Beispiel der autonomen Autos verdeutlicht das gut: Für meine Volksschulkinder ist es mittlerweile völlig normal, sich in ein fahrerloses Auto zu setzen. Europäer, die das erste Mal in San Francisco sind, sind davon meist fasziniert. Der Unterschied liegt darin, dass die Menschen hier eine ausgeprägte Early-Adopter-Mentalität haben. Sie sind überdurchschnittlich bereit, etwas völlig Neues auszuprobieren, und haben weniger Berührungsängste. Das verhilft innovativen Ideen schneller zum Durchbruch und schafft einen ersten Use Case, mit dem man zeigen kann, dass es in der Praxis funktioniert.

Welche Stärken bringen Gründerinnen und Gründer aus Österreich mit, die man im Silicon Valley schätzt?

Isabella: Man schätzt auf jeden Fall die hervorragende Ausbildung an unseren Universitäten und Fachhochschulen. Die Ausbildung steht den Top-Universitäten in den USA in nichts nach. Auch das technische Fundament, etwa von Ingenieuren im Industriebereich, wird sehr geschätzt. Die Leute wissen genau, wovon sie sprechen, und arbeiten extrem solide. Wenn sich dieses Fachwissen mit der innovativen Dynamik vor Ort verbindet, entsteht eine hervorragende Kombination. Österreicher sind vielleicht nicht immer diejenigen mit den verrücktesten Ideen, aber sie sind extrem stark darin, diese Ideen pragmatisch und erfolgreich umzusetzen.

Überspitzt gefragt: Haben Gründer:innen aus Europa im Silicon Valley einen Nachteil, weil das Vorurteil herrscht, Europäer hinkten bei KI hinterher?

Isabella Tomás: Nein, nicht unbedingt. Das Silicon Valley ist ein großer Schmelztiegel mit Menschen aus aller Welt. Österreichische Gründerinnen und Gründer, die sich gut präsentieren, haben keineswegs einen Nachteil, nur weil sie aus Europa kommen. Einen Nachteil hat man nur dann, wenn man sich schlecht präsentiert oder nicht fachkundig wirkt. Wer zeigt, dass er seinen Bereich beherrscht und etwas Interessantes auf die Beine stellt, wird hier sehr schnell anerkannt.

Manuela, Salesforce hat sich ja spätestens mit AIforce der künstlichen Intelligenz verschrieben. Was ist für Geschäftsführer:innen, die KI im Unternehmen umsetzen wollen, deiner Meinung nach der beste erste Schritt?

Manuela Mohr-Zydek: Wir setzen sehr stark bei Schulungen an – und zwar sowohl auf Führungsebene als auch auf Mitarbeiterebene. Eine Zusammenarbeit von Mensch und Agent („Agentic Enterprise“) muss von Führungskräften vorgelebt werden, was ein grundlegendes technologisches Verständnis voraussetzt. Es geht auch um die Frage der ethischen Verantwortung und darum, wo die Grenzen der Technologie liegen, damit der Mensch in der Entscheidung verbleibt. Auf Mitarbeiterebene dienen Schulungen dazu, Inspiration und Ideen zu generieren. Wir veranstalten dazu auch Hackathons mit Kunden, um Ideen in eine Roadmap zu gießen und rasch in die Umsetzung zu bringen. So entsteht sowohl Top-down als auch Bottom-up die Innovationskraft, die es für die Zukunft braucht.

Gibt es Bereiche, in denen man KI konkret noch aussparen sollte, obwohl sie viel Potenzial birgt?

Isabella Tomás: Es gibt sehr sensible Bereiche, bei denen große Vorsicht geboten ist – etwa wenn es um Gesundheitsdaten oder hochgradig personenbezogene Daten geht. Aus Sicht der öffentlichen Verwaltung gelten hier höchste Anforderungen an Datenschutz und Regelkonformität. Solange nicht zu hundert Prozent sichergestellt ist, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, kann KI dort nicht ohne Weiteres eingesetzt werden. Wenn es hingegen um Recherchen oder Entwürfe für Präsentationen geht, ist das unbedenklich. Grundsätzlich gilt: Je besser man sich selbst in einem Fachgebiet auskennt, desto eher kann man KI sinnvoll nutzen, weil man das Ergebnis fachlich beurteilen kann. Wenn man keine Ahnung von der Materie hat, sollte man KI-Ergebnisse nicht blind übernehmen, sondern verifizieren.

Welche Hoppalas oder Fehler konntest du im Silicon Valley beobachten, von denen Unternehmen in Österreich lernen können?

Isabella Tomás: Die Fehler sind ähnlich wie überall. Das reicht von Anwälten, die vor Gericht erfundene Präzedenzfälle zitiert haben, über Fehldiagnosen bei medizinischen Bildanalysen bis hin zu falschen Wirtschaftsdaten auf Präsentationsfolien. Wenn man Ergebnisse ungeprüft übernimmt, kann das peinlich werden. Man darf sich nicht blind auf die KI verlassen, wenn man die Fakten nicht selbst verifizieren kann.

Manuela, wie verändert sich die Arbeit in Unternehmen konkret durch den Einsatz von Agenten?

Manuela Mohr-Zydek: Wir gehen davon aus, dass sich letztlich nahezu jeder Job verändern wird. Es geht längst nicht mehr nur darum, ein Large Language Model als Assistenten einzusetzen, sondern darum, einzelne Prozessabschnitte im Unternehmen messbar und autonom abzuarbeiten. Bei Salesforce messen wir das in „Agentic Work Units“ – hier gab es von Q1 auf Q2 einen Anstieg von 97 Prozent. Um ein Unternehmen verlässlich zu führen, braucht man valide Daten, funktionierende Prozesse, Governance und Compliance. Das LLM dient als kreatives Interface nach oben, aber darunter braucht es ein solides Fundament aus Daten, Applikationen und Sicherheit.

Isabella Tomás: Das ist auch der Vorteil von spezifischen, maßgeschneiderten Modellen, die auf den konkreten Unternehmensdaten basieren. Dort ist das Risiko von Halluzinationen oder fehlerhaften Ausgaben deutlich geringer als bei rein generischen Sprachmodellen.

Manuela Mohr-Zydek: Wie Marc Benioff in seiner Keynote hervorgehoben hat, muss man zwischen wahrscheinlichkeitsbasierten und deterministischen Ergebnissen unterscheiden. Die Kombination aus beidem liefert sowohl kreative Möglichkeiten als auch die nötige Verlässlichkeit für Unternehmensentscheidungen


Transparenzhinweis: Die Reise- und Aufenthaltskosten zur Dreamforce wurden von Salesforce übernommen. Auswahl und Bewertung der Themen erfolgten unabhängig davon.

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AI Summaries

Während des Corona-Lockdown zeigte sich, was mit 5G alles möglich ist

  • Ab einer großflächigen Versorgung bringt 5G somit unter anderem den Vorteil, dass große Datenmengen, im konkreten Fall etwa von Lungen-CTs, rasch vom Spital direkt zum Facharzt übertragen werden können.
  • Weiters sei etwa die Zustellung von Defibrilatoren durch halb-autonome Drohnen bei Notrufen ein Anwendungsfall, heißt es weiter seitens Hutchison Drei Austria: Der Beitrag vom 5G Netz ist in dem Fall das „Command & Control“ der Drohne außerhalb der Sichtverbindung zum Drohnenpiloten. Eben solche Drohnen können auch in anderen Bereichen außerhalb der Telemedizin eingesetzt werden – etwa im Feuerwehreinsatz, indem die Drohnen aus der Luft ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets liefern.
  • „Wo bisher die persönliche Anwesenheit von Experten erforderlich war, können diese jetzt mittels vernetzter Datenbrillen und Assisted Reality-Technologien weltweit effektiv zusammenarbeiten,“ erläutert A1 CEO Marcus Grausam.
  • Wer Smart City sagt, der muss auch Smart Countryside sagen: Denn vor allem der ländliche Bereich soll vom 5G-Ausbau profitieren.
  • Nicht zuletzt dürfte 5G somit ein wesentlicher Treiber für die Digitalisierung der Betriebe im ländlichen Raum werden – was wiederum ein entscheidender Faktor beim Hochfahren der Wirtschaft nach dem Lockdown ist.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Während des Corona-Lockdown zeigte sich, was mit 5G alles möglich ist

  • Ab einer großflächigen Versorgung bringt 5G somit unter anderem den Vorteil, dass große Datenmengen, im konkreten Fall etwa von Lungen-CTs, rasch vom Spital direkt zum Facharzt übertragen werden können.
  • Weiters sei etwa die Zustellung von Defibrilatoren durch halb-autonome Drohnen bei Notrufen ein Anwendungsfall, heißt es weiter seitens Hutchison Drei Austria: Der Beitrag vom 5G Netz ist in dem Fall das „Command & Control“ der Drohne außerhalb der Sichtverbindung zum Drohnenpiloten. Eben solche Drohnen können auch in anderen Bereichen außerhalb der Telemedizin eingesetzt werden – etwa im Feuerwehreinsatz, indem die Drohnen aus der Luft ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets liefern.
  • „Wo bisher die persönliche Anwesenheit von Experten erforderlich war, können diese jetzt mittels vernetzter Datenbrillen und Assisted Reality-Technologien weltweit effektiv zusammenarbeiten,“ erläutert A1 CEO Marcus Grausam.
  • Wer Smart City sagt, der muss auch Smart Countryside sagen: Denn vor allem der ländliche Bereich soll vom 5G-Ausbau profitieren.
  • Nicht zuletzt dürfte 5G somit ein wesentlicher Treiber für die Digitalisierung der Betriebe im ländlichen Raum werden – was wiederum ein entscheidender Faktor beim Hochfahren der Wirtschaft nach dem Lockdown ist.

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Während des Corona-Lockdown zeigte sich, was mit 5G alles möglich ist

  • Ab einer großflächigen Versorgung bringt 5G somit unter anderem den Vorteil, dass große Datenmengen, im konkreten Fall etwa von Lungen-CTs, rasch vom Spital direkt zum Facharzt übertragen werden können.
  • Weiters sei etwa die Zustellung von Defibrilatoren durch halb-autonome Drohnen bei Notrufen ein Anwendungsfall, heißt es weiter seitens Hutchison Drei Austria: Der Beitrag vom 5G Netz ist in dem Fall das „Command & Control“ der Drohne außerhalb der Sichtverbindung zum Drohnenpiloten. Eben solche Drohnen können auch in anderen Bereichen außerhalb der Telemedizin eingesetzt werden – etwa im Feuerwehreinsatz, indem die Drohnen aus der Luft ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets liefern.
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  • Weiters sei etwa die Zustellung von Defibrilatoren durch halb-autonome Drohnen bei Notrufen ein Anwendungsfall, heißt es weiter seitens Hutchison Drei Austria: Der Beitrag vom 5G Netz ist in dem Fall das „Command & Control“ der Drohne außerhalb der Sichtverbindung zum Drohnenpiloten. Eben solche Drohnen können auch in anderen Bereichen außerhalb der Telemedizin eingesetzt werden – etwa im Feuerwehreinsatz, indem die Drohnen aus der Luft ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets liefern.
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  • Wer Smart City sagt, der muss auch Smart Countryside sagen: Denn vor allem der ländliche Bereich soll vom 5G-Ausbau profitieren.
  • Nicht zuletzt dürfte 5G somit ein wesentlicher Treiber für die Digitalisierung der Betriebe im ländlichen Raum werden – was wiederum ein entscheidender Faktor beim Hochfahren der Wirtschaft nach dem Lockdown ist.