26.04.2022

Voxans: Wiener Startup entwickelt automatisierte Software für Video-Übersetzung

Mit dem All-in-One Video-Übersetzungstool hat das Wiener Startup Voxans einen digitalen Dolmetscher für Videos entwickelt. Die Software übersetzt, transkribiert und synchronisiert Videoaufnahmen in bis zu 45 Sprachen.
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Voxans Gründer
Die Voxans-Gründer Sebastian Bardach und Christian Brom. | © Voxans

Ein Video innerhalb von nur wenigen Minuten automatisch transkribieren, übersetzen und synchronisieren – genau das bietet nun ein Wiener Startup mit seiner Übersetzungssoftware Voxans an. Gemeinsam mit Sebastian Bardach, Ahmed Al Yasiri und Christian Brom bietet das Jungunternehmen Übersetzungs-Leistungen von Videomaterialien in bis zu 45 Sprachen. “Mit Voxans haben wir einen digitalen Dolmetscher für Videos entwickelt, der ohne die Hilfe von Linguisten schnell und qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt”, erklären die Gründer. 

Voxans unterbietet Preise der Konkurrenz 

Die Idee zu Voxans war geboren, als Brom – Leiter der Limytd Online-Akademie – seine Ausbildungs-Videos rund um das Thema Blockchain in unterschiedlichen Sprachen anbieten wollte. Mit diesem Anliegen beauftragte er Bardach, der zugleich als CEO von Toptier Performace OG tätig ist. Innerhalb von nur sechs Monaten wurde das All-in-One Übersetzungstool – das seit Februar 2022 funktionsfähig ist – entwickelt. 

Obwohl der Einsatz dieses Werkzeuges anfangs für den Eigennutzen gedacht war, hat das Trio schnell das Potential seiner Software erkannt und sich dazu entschlossen, Voxans zu kommerzialisieren. “Dank des Einsatzes von KI-Automatisierung können wir die Konkurrenz preislich deutlich unterbieten. Auch größere Auftragsvolumen arbeitet Voxans innerhalb kürzester Zeit ab. Dadurch sind wir gegenüber traditionellen Übersetzungs-Dienstleistern um ein Vielfaches schneller und in der Qualität viel besser”, so die Gründer. 

Sprachausgabe mit menschlicher Stimme

Die auf künstliche Intelligenz basierte Übersetzungssoftware bietet mehr als nur eine rasche Translation-Funktion. Per Drag & Drop können Nutzer:innen jedes beliebige Video direkt von ihrem Computer in den Browser kopieren. Das Programm transkribiert daraufhin das Video und bietet die Möglichkeit, den generierten Text zu korrigieren. Nach der Überprüfung auf Fehler wird die Sprache ausgewählt und der Übersetzungs-Prozess gestartet. 

Während übliche Translation-Tools eine monotone Roboter-Stimme verwenden, haben sich die Gründer bemüht, Voxans so natürlich wie möglich klingen zu lassen. “Die generierte Stimme kann kaum bis gar nicht von einer menschlichen unterschieden werden. Die automatisierte Sprachausgabe ist zudem hochwertig und synthetisch”, so das Trio. Die Softwarelösung sei einfach zu bedienen und könne ein ein-minütiges Video innerhalb von nur zwei Minuten übersetzen und synchronisieren, erklären die Co-Founder weiter.  

Gründung und Wachstum folgen

Zudem bietet Voxans zu jeder Übersertzung eine SRT-Datei mit den Untertiteln, die über 85 Prozent Fehlerfreiheit vorweisen. Dank der wachsenden Nachfrage strebt das Startup die Gründung der Voxans GmbH schon im Mai dieses Jahres an. Auch das Team soll in Kürze um einen CFO wachsen. Dafür holt das Gründer-Trio den erfahrenen Business Angel und Gründer, Gerald A. Hollaus, ins Voxans-Boot. 

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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