11.10.2022

Voting zum S&B Award 2022: Welches dieser 10 Uni-Spinoffs hat das größte Potenzial?

Voting. Beim S&B Award 2022 des Rudolf Sallinger Fonds treten zehn Teams mit auf Forschung basierenden Business-Ideen gegeneinander an. Der brutkasten vergibt einen Sonderpreis (5000 Euro Mediavolumen), dessen Gewinner hier ermittelt wird.
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S&B Award 2025 - Voting: Welches Spinoff hat das größte Potenzial?
(c) fotolia.com - REDPIXEL
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Die heimischen Unis, FHs und Forschungseinrichtungen bringen laufend spannende Startups hervor und fördern diese über unterschiedliche Programme. Nicht wenige der erfolgreichsten Jungunternehmen des Landes haben ihren Ursprung in der Forschung. Es sind nicht immer die öffentlichkeitswirksamsten Business-Ideen, die von akademischen Spinoffs kommen. Häufig sind es jedoch jene, die das größte Potenzial aufweisen, in ihrem Bereich wirklich nachhaltige Veränderungen hervorzurufen. Genau diese Innovationen sollen beim S&B Award 2022 des Rudolf Sallinger Fonds wieder vor den Vorhang geholt werden. Dieser wird bei einer großen Award Ceremony am 20.10. vergeben.

S&B Award 2022 Award Ceremony

Wann: 20.10. ab 18:30

Wo: Forum Mozartplatz, Mozartgasse 4, 1041 Wien

Voting zum brutkasten-Sonderpreis beim S&B Award 2022

Beim S&B Award 2022 schafften es zehn Spinoff-Teams in Finale. Neben dem Hauptpreis – 20.000 Euro Cash sowie Mentoring und weitere Unterstützungsleistungen – vergibt auch der brutkasten einen Sonderpreis. Das Sieger-Team, das sich über 5000 Euro Mediavolumen freuen darf, wird mit diesem Voting ermittelt (Kurzbeschreibungen und Videos zu allen Finalisten unten). Herangezogen werden alle Stimmen, die bis Montag, 17. Oktober 2022 um 12:00 Uhr abgegeben werden:

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Das sind die zehn Finalisten des S&B Award 2022

Auch dieses Jahr haben es wieder zehn sehr unterschiedliche Business-Ideen ins Finale geschafft. Hier werden alle kurz (mit Video) vorgestellt:

Avemoy – Uni Klagenfurt

Das Projekt Avemoy versetzt drohnenbasiertes Precision Farming in Gewächshäuser. Dazu kommen vollautonome Miniatur-Flugroboter zum Einsatz. Bei der bildbasierten Navigation, die ohne GPS auskommt, wird auf eine am Mars erprobte Raumfahrt-Technologie zurückgegriffen. Durch das System soll der Wasser- und Pestizid-Einsatz deutlich reduziert werden.

CompreVie – TU Wien

Im Projekt CompreVie wird ein „human skin-on-a-chip“-System entwickelt. Das bedeutet: Menschliche Zellen werden kultiviert und können dann sechs Monate lang erhalten werden. Mit ihnen kann man die Auswirkungen unterschiedlicher Einflüsse, etwa von Substanzen oder Verletzungen, auf menschliche Zellen testen. Das System soll zukünftig Tierversuche ersetzen.

G.ST Antivirals – MedUni Wien

G.ST Antivirals entwickelt ein neuartiges Nasenspray gegen Rhinoviren, das bereits klinisch getestet wird. Die Rhinoviren manipulieren die befallenen Zellen so, dass diese mehr Zucker aufnehmen, den sie zu Vermehrung brauchen. Das Nasenspray versorgt die Zellen mit „Fake-Zucker“, den die Viren dann nicht zur Vermehrung nutzen können.

Holloid – BOKU

Das von Holloid entwickelte System ermöglicht es, sehr große Volumina von Flüssigkeiten auf Mikroorganismen zu mikroskopieren. Derzeit können nur kleine Proben mikroskopiert werden, wodurch die Gefahr bestehen bleibt, dass die lokale Probe nicht aussagekräftig genug ist.

KinCon biolabs – Uni Innsbruck

KinCon biolabs hat einen Ansatz in der personalisierten Medizin entwickelt. Mit dem System kann getestet werden, wie Krebserkrankungen einzelner Personen auf bestimmte Medikamente und Therapien reagieren. Dadurch sollen Nebenwirkungen oder wirkungslose Therapien verhindert und der Behandlungserfolg vergrößert werden.

Kraken Innovations – TU Graz

Kraken Innovations hat ein zahnradloses Getriebe entwickelt. Die Leistungsübertragung erfolgt dabei über einen flächigen Kontakt. Damit soll um ein Vielfaches mehr Kraft bei gleichem Bauraum übertragen werden. Der frei werdende Platz wird wiederum für eine Kontrolleinheit mit Sensoren genutzt, die den Betrieb laufend smart überwacht.

Lignovations – TU Wien

Lignin kann aus Abfallprodukten etwa von Sägewerken gewonnen werden, ist aber eine völlig natürlich und für Menschen gänzlich unbedenkliche Substanz. Lignovations hat im ersten Schritt eine Sonnecreme auf Lignin-Basis entwickelt, die ohne den Einsatz üblicher Chemikalien auskommt. Weitere Produkte wie Holzschutzmittel oder Verpackungen sollen hinzukommen.

LoconIQ – Uni Klagenfurt

Geht es nach LoconIQ, war GPS gestern. Die Technologie des Spinoffs ermöglicht dreidimensionale Lokalisierung indoor und outdoor und in Echtzeit. Dabei sei man 40 mal präziser und 60 mal schneller als die Konkurrenzprodukte am Markt, heißt es vom Unternehmen. Derzeit arbeitete man etwa bereits mit Feuerwehren im Einsatz-Monitoring zusammen.

NovoArc – TU Wien

Tablette statt Spritze – so lautet zwar die Präferenz vieler Patient:innen bei der Einnahme von Medikamenten. Tatsächlich ist das aber häufig nicht möglich, weil bestimmte Wirkstoffe im Magen einfach zersetzt werden, anstatt vom Körper aufgenommen zu werden. NovoArc arbeitet an magenresistenten Medikamentenhüllen aus Lipiden, die sich erst im Darm auflösen.

Sisyphus – TU Wien

Wenn man so will, ist Recycling eine „Sisyphusarbeit“, weil sie sich immer wieder wiederholt. Das dürfte hinter der Benennung des Projekts Sisyphus stehen, in dessen Rahmen eine Methode zum CO2-Recycling mit einem neuartigen Katalysator entwickelt wird. Diese soll überall dort zum Einsatz kommen, wo Emissions-Vermeidung nicht oder schwer möglich ist, etwa in der Luftfahrt.

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CEO und Founder von Easelink (vierter v.l.) und Gunter Meyer, Chief Market Officer von SEG Automotive (dritter v.l.) verkünden die Zusammenarbeit. (c) Easelink

E-Fahrzeuge laden, ganz ohne ein Kabel manuell anzuschließen. Das steckt hinter der Matrix-Charging-Technologie vom Grazer Startup Easelink. Erst letztes Jahr gründete das Unternehmen seine Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation gemeinsam mit Audi, Nissan und dem chinesischen Anbieter Voyah, wie brutkasten berichtete.

Jetzt konnte auch SEG Automotive als Partner gewonnen werden, einer der weltweit führenden Zulieferer von Antriebskomponenten für die Automobilindustrie.

Kabelloses Laden

Eine der größten Änderungen, wenn man von einem Verbrenner auf ein E-Auto umsteigt, ist das Laden. Matrix-Charging setzt hier an, denn es funktioniert ohne Kabel: Ein Connector, der sich unter dem Fahrzeug im Bereich der Vorderachse befindet, senkt sich automatisch ab und verbindet sich mit dem Lade-Pad auf dem Parkplatz. Vor allem bei Taxis ist das von Vorteil. Hier hat Easelink bereits 2023 das Pilotprojekt „eTaxi Austria“ gestartet.

Steigende Bedeutung

Laut Easelink seien vor allem steigende Anforderungen an Nutzerkomfort, neue autonome Fahrzeugfunktionen und der Wunsch nach einer Integration von E-Fahrzeugen in intelligente Energiesysteme die Gründe, die die Bedeutung von automatisierten Ladelösungen steigen lassen.

„Wir sehen großes Potenzial für automatisierte Ladelösungen und möchten unseren Kunden künftig entsprechende Produkte und Integrationslösungen anbieten. Gleichzeitig unterstützen wir die Standardisierung innerhalb der MCIG, als wichtigen Schritt für Marktakzeptanz, langfristige Interoperabilität und somit auch Investitionssicherheit“, sagt Gunter Meyer, Chief Market Officer New Business bei SEG Automotive.

Aufnahme in Produktportfolio

Beide Partner verfolgen das Ziel, die Industrialisierung und Markteinführung von Matrix-Charging voranzutreiben. SEG Automotive wird daher die Ladetechnologie künftig direkt den großen Autoherstellern (OEMs) anbieten, damit diese die Technik in ihre neuen Autos einbauen können. SEG Automotive bereitet die Aufnahme der Matrix Charging Technologie in das eigene Produktportfolio bereits vor.

Außerdem wird SEG Automotive wie die anderen zuvor genannten Autohersteller, der Matrix Charging Interest Group (MCIG) beitreten. Die MCIG vereint Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des automatisierten Ladens.

„Wichtiger Baustein unserer Mission“

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit SEG Automotive. Die Partnerschaft ist ein wichtiger Baustein unserer Mission, Innovation voranzutreiben und gemeinsam mit starken Industriepartnern den globalen Standard für automatisiertes Laden zu etablieren. Durch die Lizenzierung der Matrix-Charging-Technologie schaffen wir die Voraussetzungen für eine schnelle Skalierung und können die Technologie optimal in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie integrieren“, äußert sich Hermann Stockinger, CEO und Gründer von Easelink, über die Partnerschaft.

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