12.05.2025
KOOPERATION

Voting zum S&B Award 2025: Welches dieser 10 Startups hat das größte Potenzial?

Voting. Beim S&B Award 2025 des Rudolf Sallinger Fonds treten zehn Teams mit forschungsbasierten Business-Ideen gegeneinander an. brutkasten vergibt einen Sonderpreis (5.000 Euro Mediavolumen), dessen Gewinner hier ermittelt wird.
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S&B Award 2025 - Voting: Welches Spinoff hat das größte Potenzial?
(c) fotolia.com - REDPIXEL

Akademische Forschung bildet die Grundlage für viele der profiliertesten Startups in Österreich. Einer wirtschaftlichen Erfolgsstory geht oft jahrelange Arbeit an Unis und FHs voraus. Es sind dabei nicht immer die schillerndsten Business-Ideen, die von akademischen Spin-offs kommen. Es sind aber oft jene, die das größte Potenzial aufweisen, in ihrem Bereich wirklich nachhaltige Veränderungen hervorzurufen.

Genau diese Innovationen sollen beim S&B Award 2025 des Rudolf Sallinger Fonds wieder vor den Vorhang geholt werden. Dieser wird bei einer großen Award Ceremony am 22. Mai vergeben.

S&B Award 2025 Award Ceremony
Wann: 22.05. ab 18:00 (Einlass ab 17:30)
Wo: The Space, Mozartplatz 1, 1040 Wien

Voting zum brutkasten-Sonderpreis beim S&B Award 2025

Beim S&B Award 2025 sind wieder zehn Spinoff-Teams im Finale. Neben dem Hauptpreis – 20.000 Euro Cash sowie Mentoring und weitere Unterstützungsleistungen – vergibt auch brutkasten einen Sonderpreis. Das Sieger-Team, das sich über 5.000 Euro Mediavolumen freuen darf, wird mit diesem Voting ermittelt (Kurzbeschreibungen und Videos zu allen Finalisten unten). Herangezogen werden alle Stimmen, die bis Montag, 19. Mai 2025 um 18:00 Uhr abgegeben werden:

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Das sind die zehn Finalisten des S&B Award 2025

Auch dieses Jahr haben es wieder zehn sehr unterschiedliche Business-Ideen ins Finale geschafft. Hier werden alle kurz (mit Video) vorgestellt:

Cairos – Montanuniversität Leoben

Cairos rund um Andreas Krammer und Martin Peham hat die Vision, fossiles Erdgas durch wirtschaftlich erzeugtes, grünes Gas zu ersetzen. Dazu hat das Team in rund zehn Jahren Forschungsarbeit einen kompakten Methanierungsreaktor entwickelt. Dieser ermöglicht die Umwandlung von biogenem CO2 aus Quellen wie Biogas zusammen mit grünem Wasserstoff in erneuerbares synthetisches Erdgas (BioSNG). Die Technologie soll künftig entscheidend für die Speicherung von erneuerbarer Energie aus Wind und Photovoltaik sein.

CompreVie – Technische Universität Wien

Das Haut-on-Chip-System von CompreVie rund um Ifigeneia Petrocheilou und Elizabeth Pavez Lorie soll menschliche Haut täuschend echt nachbilden – in Struktur, Funktion und Reaktion. Das soll sichere und nachhaltige Tests von Medikamenten, Kosmetika und Chemikalien ermöglichen. Damit werden laut Spin-off nicht nur Tierversuche und Risiken für Menschen vermieden, das System sei auch zu mehr als 50 Prozent kostengünstiger als die aktuellen Methoden. Das Produkt befinde sich bereits im Test mit führenden Unternehmen, der Markteintritt ist für 2028 geplant.

Duramea – Technische Universität Graz

Sowohl bei der Erzeugung von Wasserstoff mit Elektrolyseuren als auch bei der Stromerzeugung mit Wasserstoff in Brennstoffzellen kommen sogenannte Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) zum Einsatz. Viktor Hacker, Sebastian Rohde, Rene Maiberg, Maximilian Grandi und Chetna Madan vom Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz haben eine MEA entwickelt, die dank einer Polyanilin-Beschichtung langlebiger sein soll, ohne dabei Leistungsfähigkeit einzubüßen. So schützt die Beschichtung das Bauteil vor Korrosion. Zunächst will das Team das Produkt im wissenschaftlichen Umfeld vermarkten, später soll es aber in Massenproduktion hergestellt werden, um entscheidend zur Energiewende beizutragen.

NeverDrift – Technische Universität Wien

Die Strukturen in Chips werden immer kleiner und nähern sich mittlerweile der atomaren Ebene an. Die Stabilisierung in der Produktion wird dabei zu einer immer größeren Herausforderung, denn Atome stehen selbst unter perfekten Produktionsbedingungen niemals still. Kai Schwenzfeier, Michael Hollerer und Markus Valtiner vom Institut für Angewandte Physik der TU Wien haben mit NeverDrift eine Technologie entwickelt, die diese Bewegungen auf Nano-Ebene kompensiert. Das soll zentrale Herausforderungen wie Drift- und thermische Ausdehnungskompensation in Industrie und Forschung lösen und damit letztlich zur Erreichung der Ziele des European Chips Act beitragen.

POMed – Universität Wien

Viele vielversprechende Medikamente kommen letztlich nicht zur Anwendung, weil sie ihren Zielort im Körper nicht erreichen können. Nadiia Gumerova und Annette Rompel vom Institut für Biophysikalische Chemie der Uni Wien nutzen mit POMed sogenannte Polyoxometallate als Transportmittel. Die anorganischen Moleküle können Zellmembranen passieren, ohne diese zu beschädigen und den Wirkstoff direkt am richtigen Ort abliefern.

ProLipEM – Universität Graz

ProLipEM von Kurt Mayer, James Jennings und Dunja Asceric vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz nimmt sich eines spezifischen Problems in der Wasserstoffwirtschaft an: Membranen, die in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren genutzt werden, bestehen aus hochgiftigen und nicht biologisch abbaubaren Materialen, sogenannten PFAS, die aufgrund dieser negativen Eigenschaften als „Forever Chemicals“ bezeichnet werden. ProLipEM arbeitet an einer Membran aus im Zuge der Forschung entdeckten umweltfreundlichen Materialien. Das Endprodukt soll überdies durch seine Eigenschaften die Effizienz und Lebensdauer von Brennstoffzellen erhöhen.

ProtectLiB – Universität Graz

Das Uni-Graz-Spin-off ProtectLiB rund um Jürgen Abraham, Tobias Kopp und Chris Pichler hat ein Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Mit dem patentierten System können sowohl beschädigte als auch intakte Akkus verwertet werden. Die erste Recyclinganlage des Unternehmens soll dieses Jahr in Betrieb gehen. Das Spin-off will damit zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in der europäischen Batteriewertschöpfungskette beitragen.

QuantumGain – Österreichische Akademie der Wissenschaften

QuantumGain rund um Philip Schmidt von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat einen patentierten Quantenverstärker entwickelt. Dieser soll Quantenprozessoren mit mehr Quanten-Bits und präziseren sowie schnelleren Berechnungen ermöglichen und damit zentrale Hürden zur Skalierung von Quantencomputern abbauen. Als strategische Partner wurden bereits Google, IQM und ParityQC sowie die FFG gewonnen. Bis 2031 strebe man einen Jahresumsatz von elf Millionen Euro und die Marktführerschaft im Bereich rauscharmer Quantenverstärker an.

Rockfish Bio – Universität für Bodenkultur Wien

Durch die Alterung der Gesellschaft werden auch altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer, Herzkrankheiten und Schlaganfälle zum immer größeren Thema. Eine Ursache für das Auftreten dieser Krankheiten sind gealterte Zellen. Das Boku-Spin-off Rockfish Bio AG rund um Ingo Lämmermann und Johannes Grillari hat eine Behandlung entwickelt, um diese Zellen gezielt zu entfernen. Erste präklinische Studien würden eine massive Verlängerung der Lebens- und Gesundheitsspanne, sowie eine Wiederherstellung der neuromuskulären Funktionen zeigen, heißt es vom Unternehmen. Noch sei man aber Jahre davon entfernt, die Ergebnisse von Mäusen auf Menschen zu übertragen.

SVAN – Medizinische Universität Wien

Jährlich benötigen rund 1,5 Millionen Babys und etwa 1,3 Millionen Kleintiere lebensrettende Notfallversorgung, die über eine Injektion von Medikamenten direkt in den Knochen erfolgt. Bislang gibt es hierfür aber keine speziell für Babys entwickelten Werkzeuge. Stattdessen werden schwere Knochenbohrer für Erwachsene verwendet – mit einer Fehlerquote von 50 Prozent. Die Folge sind Knochenbrüche, Amputationen oder sogar der Tod. Das Team von SVAN von der MedUni Wien – Gunpreet Coudert Oberoi, Ewald Unger, Markus Ortner, David Russ, Erik Kornfellner, Dietmar Rafolt, René Stiegler, Eva Schwindt, Matthias C. Eberspächer-Schweda und Sabine Rentz-Chorherr – hat eine patentierte Lösung hierfür entwickelt, die vollständig autonom arbeitet. Dafür wurden bereits FFG und Hermann Hauser als Financiers gewonnen. 2026 soll der Marktstart in der Veterinärmedizin erfolgen, 2028 in der Humanmedizin.

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EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Ekaterina Zaharieva auf der VivaTech 2026 | (c) VivaTech

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

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