09.04.2026
REBRANDING

Vorarlberger Startup Trusted Accounts wird zu Atmosvere

Ein neuer Name, ein erweiterter Ansatz: Das Vorarlberger Startup Trusted Accounts tritt ab sofort unter dem Namen Atmosvere auf. Hinter dem Rebranding steckt eine Erweiterung der Produktvision.
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Eva Roth wird Late-Co-Founder von Ludwig Thoma bei Trusted Accounts | (c) Trusted Accounts
Late-Co-Founderin Eva Roth und Co-Founder Ludwig Thoma | © Trusted Accounts

Wer im Netz unterwegs ist, interagiert längst nicht mehr nur mit Menschen. Ein erheblicher Teil des Web-Traffics stammt mittlerweile von automatisierten Systemen: Bots, KI-Agenten, künstlichen Interaktionen. Was harmlos klingt, hat weitreichende Konsequenzen für Sicherheit, Marketingbudgets und für die Integrität digitaler Infrastrukturen.

Genau hier setzt das Vorarlberger Startup an, das bislang unter dem Namen Trusted Accounts operierte und sich nun in Atmosvere umbenennt.

Schutz vor Missbrauch

Ursprünglich war die Idee eine andere. Trusted Accounts startete mit dem Ziel, echte Nutzer:innen im Internet verifizierbar zu machen, ohne dabei den Datenschutz zu opfern. Das Versprechen: ein menschlicheres, vertrauenswürdigeres Internet, das dennoch offen bleibt (brutkasten berichtete).

Doch im Laufe der Produktentwicklung wurde dem Startup klar, dass das eigentliche Problem größer sei als einzelne Accounts. Nicht nur gefälschte Profile seien das Problem, sondern ganze Systeme, die durch automatisierte Zugriffe verzerrt werden, heißt es vonseiten des Startups. Traffic-Zahlen, Nutzerinteraktionen, Marketingkampagnen: Überall dort, wo Unternehmen auf Daten vertrauen, können Bots und Fake-Klicks das Bild verfälschen.

Atmosvere soll Websites, Apps und APIs vor Bots, Betrug und Missbrauch schützen. Gleichzeitig sollen komplexe Bedrohungslagen in verwertbare Erkenntnisse übersetzt werden, die Teams in Produkt, Marketing und Operations direkt nutzen können. Das Unternehmen will damit nicht nur Sicherheitsfragen adressieren, sondern auch wirtschaftliche Folgekosten – etwa unnötig ausgelastete Server oder ineffiziente Werbeausgaben.

Dabei betont man eine wichtige Differenzierung: Nicht alle automatisierten Zugriffe seien schädlich. Sogenannte „Good Bots“, die etwa automatisiert einkaufen oder Termine vereinbaren, sollen erkannt und zugelassen werden. Die Herausforderung liege somit im zuverlässigen Unterscheiden.

Vision von Atmosvere

Die Namenswahl ist bewusst. „Atmosvere“ lehnt sich an den Begriff der Atmosphäre an – jene Schicht, die Leben auf der Erde ermöglicht und schützt. „Wir glauben, dass das Internet etwas Vergleichbares braucht“, erklärt Late-Co-Founderin Eva Roth: „Eine Ebene, die dafür sorgt, dass digitale Räume von echten Menschen geprägt bleiben – und nicht von automatisierten Systemen.“

Co-Founder Ludwig Thoma formuliert den Anspruch des Unternehmens wie folgt: „Wir sind der Überzeugung, dass das Internet offen, vertrauenswürdig und verantwortungsvoll gestaltet werden sollte – im Dienst der Menschen, mit Raum für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung und echte zwischenmenschliche Beziehungen.“

Rebranding als „logische Weiterentwicklung“

Atmosvere wird in Österreich entwickelt und innerhalb der EU betrieben. In einer Zeit, in der Datenschutz und regulatorische Compliance für Unternehmen zunehmend geschäftskritisch werden, dürfte diese Positionierung ein bewusstes Signal sein. Unterstützt wird das Startup unter anderem von der Austria Wirtschaftsservice (aws) sowie von Programmen wie Media Lab Bayern und Media Innovation Lab Vienna.

Das Rebranding versteht das Team ausdrücklich nicht als Richtungswechsel, sondern als „logische Weiterentwicklung“, heißt es in einer Presseaussendung. Die Kernfrage, der Atmosvere nachgeht, bleibt dieselbe. Sie ist bloß größer geworden: „Wie lässt sich ein Internet erhalten, das unsere Gesellschaft fördert, statt ihr zu schaden?“

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Der Supercomputer MUSICA ist unter den schnellsten 100 Computern weltweit. (c) TUW_ASC Matthias Heisler

Im Juni 2026 liegt der Supercomputer MUSICA unter den 100 schnellsten Computern im TOP500-Ranking weltweit. Die aktuell schnellsten Computer Österreichs, der VSC-4 und VSC-5, werden damit um mehr als das Achtfache überholt.

Mit der offiziellen Inbetriebnahme von MUSICA am 3. Juli wurde die österreichweite Rechenleistung erheblich gesteigert. Der Supercomputer soll wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung dienen.

„MUSICA ist ein Meilenstein für den Forschungsstandort Österreich. Der Supercomputer schafft die Grundlage dafür, dass Spitzenforschung, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Innovation auch künftig in Österreich auf höchstem Niveau stattfinden können. Wer die Zukunft gestalten will, muss heute in die dafür notwendige Infrastruktur investieren“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung zur Inbetriebnahme des Computers.

KI, Quanten und High-Performance

MUSICA arbeitet mit einer Gesamtleistung von 45.11 Petaflops. Das entspricht einer Leistung von 45.000 Standard-Laptops, sofern alle auf Hochtouren laufen. Ausgestattet mit über 1.000 hochmodernen Spezial-Prozessoren (Grafikkarten) liefert die Anlage eine enorme Rechenleistung, die für das Training großer KI-Modelle notwendig ist. Gleichzeitig ermöglicht das System anspruchsvolle Computersimulationen und die Verarbeitung riesiger Datenmengen in Rekordzeit.

Über MUSICA sei auch Österreichs erster produktiv nutzbarer Quantencomputer „niederschwellig“ erreichbar: Mit dem Ionenfallen-Quantencomputer OTTER und maßgeschneiderten Ausbildungsangeboten erweitern wir den ASC um die dritte Zukunftstechnologie im Scientific Computing: High Performance Computing, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing auf internationalem Niveau ergeben so einen Leuchtturm in der europäischen Forschungslandschaft“, so Gregor Weihs, Vizerektor für Forschung an der Universität Innsbruck.

Zusammenschluss von Unis

Das Supercomputer-Projekt basiert auf der langjährigen Zusammenarbeit heimischer Universitäten und Forschungseinrichtungen innerhalb des ASC-Konsortiums (Austrian Scientific Computing, früher bekannt als Vienna Scientific Cluster). Die TU Wien übernimmt die Projektkoordination. Zu den weiteren Partnern zählen die Universität Wien, die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Universität Innsbruck, die Technische Universität Graz sowie die Johannes Kepler Universität Linz. Ergänzt wird der Zusammenschluss durch das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), das das Konsortium als jüngstes Mitglied unterstützt.

„Universitäten sind die Wurzeln, aus denen das Wissen und der Fortschritt der Menschheit wachsen. Dazu müssen wir zusammenarbeiten, und MUSICA ist ein gelungenes Beispiel für diese Art der Kooperation“, so Alberta Bonanni, Vizerektorin für Forschung und Internationales der Johannes Kepler Universität Linz.

Multi-Site-Architektur

Der Supercomputer steht nicht in einem einzigen Rechenzentrum, sondern ist physisch auf drei verschiedene Standorte aufgeteilt. Diese sind das Science Center der TU Wien, die Universität Innsbruck und die Johannes Kepler Universität in Linz. Obwohl die Hardware räumlich getrennt ist, sind die Systeme intelligent miteinander vernetzt und werden zentral verwaltet, sodass sie für die Forschenden wie ein einziger, gigantischer Computer funktionieren. Sollte es an einem Standort zu einem Ausfall kommen, kann an den anderen der Betrieb fortgeführt werden.

45 Mio. Euro Fördermittel

Für den Aufbau des Supercomputers MUSICA und die Anschaffung des Quantencomputers QACI fließen insgesamt 45 Millionen Euro an Fördergeldern. 20 Millionen Euro kamen von Seiten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, 16 Mio. vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Die Beschaffung und HPC-Integration des Quantencomputers im Projekt QACI wurde zusätzlich mit 9 Millionen Euro unterstützt.

Errichtung gesichert – Erhaltung fraglich

Eine offene Frage wird bleiben, wie sich die Erhaltung des Computers langfristig finanziert. Während Errichtung und Beschaffung abgedeckt sind, werden laufende Kosten wie Kühlung und Stromversorgung zunächst von den Universitäten gedeckt. Durch die derzeit geplanten Budgetkürzungen an Universitäten entstehen Sorgen: „Wenn bei den Universitätsbudgets gekürzt wird, trifft das nicht nur Hochleistungsrechnen und KI – es würde auch Österreichs ersten Quantencomputer massiv in seiner Nutzung und Weiterentwicklung betreffen“, betont Gregor Weihs.

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