22.06.2021

Vorarlberger Lebensmittelhändler Sutterlüty investiert in Digitalisierung

Digitalisierungsoffensive bei Sutterlüty: In allen 25 Ländlemärkten kommt künftig die digitale Preisauszeichnung zum Einsatz. Außerdem werden die internen Kommunikations-Tools verbessert. Kostenpunkt: rund 2 Mio. Euro.
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Sutterlüty ESL
Digitalisierungsoffensive: Sutterlüty investiert 2 Mio. Euro in digitale Preisauszeichnung und Co.
© Sutterlüty

Jetzt geht es den preisausweisenden und personalintensiven Papieretiketten an den Kragen, denn der Vorarlberger Lebensmittelhändler Sutterlüty setzt nun in seinen 25 Ländlemärkten auf voll digitalisierte ESL (Electronic Shelf Label)-Preisanzeigen. Damit lassen sich rund 300.000 Preise nun zentral steuern, wie Geschäftsführer Alexander Kappaurer erklärt: „Sutterlüty ist mit den neuen digitalen Preisauszeichnungen in der Lage, seinen Kundinnen und Kunden jederzeit eine hundertprozentige Preissicherheit zu gewährleisten. Die Aktionspreise, die wir im Service Center in Egg eingeben, werden sofort in allen Ländlemärkten an den Regalen angezeigt und gleichzeitig ins Kassensystem übertragen.“

Aufbau digitaler Infrastruktur

Um das Geschäftsprozess vereinfachende System implementieren zu können, musste Sutterlüty auch die im Hintergrund laufende digitale Infrastruktur aufbauen. „Im Bereich ESL haben wir die Etiketten/Hardeware von SES Imagotag im Einsatz. „Bei der Umsetzung arbeiten wir mit der IT-Abteilung unseres Großhändlers, der Rewe International, zusammen“, erklärt Kappaurer auf Nachfrage des brutkastens. Die neuen digitalen Preisauszeichnungen kommunizieren für zusätzliche Transparenz und aktuellere Datenbestände in Echtzeit mit dem gesamten Kassen- und Warenwirtschaftssystem des Lebensmittelhändlers. Zusätzlich wurden im Rahmen der Digitalisierungsoffensive alle Suttlerlüty Standorte mit einem digitalen Informationssystem für den internen Daten- und Informationsaustausch ausgerüstet. So können sich die Teams der einzelnen Märkte noch besser miteinander und auch mit dem Service Center in Egg vernetzen.
Im Bereich ‚Digital Signage‘ kooperiert der Händler mit dem Rewe Group-Unternehmen Radiomax. „Inhaltlich werden alle Informationen hausintern erarbeitet, gestaltet und regelmäßig an unseren Kunden und Mitarbeitern ausgespielt“, so Kappaurer.

Sutterlüty investiert 2 Mio. Euro

In Summe hat Sutterlüty für die Weiterentwicklung im Bereich Digitalisierung rund 2 Mio. Euro in die Hand genommen, um einerseits die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander zu vereinfachen und ihnen durch den Wegfall des zeitintensiven Wechsels der Papieretiketten mehr Ressourcen für den im stationären Handel so wichtigen Kundenservice zur Verfügung zu stellen. Außerdem spart der Umstieg auf ESL Preisauszeichnungen jährlich rund 100.000 Blatt bzw. eine halbe Tonne Regalstreifenpapier inklusive Toner und Toner-Kartuschen ein.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

ParityQC, der Quantenarchitekt aus Innsbruck, vermeldet eine Partnerschaft mit dem Quantensoftware-Unternehmen Classiq, um die Parity-Twine-Technologie der Tiroler in die Quantensoftware-Engineering-Plattform des Partners aus Israel zu integrieren. Dies soll Entwicklern und Unternehmen einen effizienteren Weg vom Entwurf von Quantenalgorithmen bis zur Ausführung auf Quantenhardware bieten.

ParityQC: Komplexität reduzieren

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine zentrale Chance im Quantencomputing: die Übersetzung von High-Level-Quantencomputing-Anwendungen in Schaltkreise, die effizient auf Quantenhardware mit begrenzter Qubit-Konnektivität ausgeführt werden sollen. Das universelle Optimierungsprotokoll von Classiq und die algorithmusbewussten Techniken von ParityQC ergänzen sich dabei zu einer integrierten Methodik. Ziel ist es, die Komplexität der Schaltkreise und kostspielige SWAP-Operationen zu reduzieren – ein häufiger Engpass auf heutigen Quantencomputern. In anderen Worten: Es geht darum, ein zentrales Problem zu lösen und Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient zu verbinden.

Die von ParityQC entwickelte Parity-Twine-Technologie soll, in anderen Worten, ein zentrales Problem beim Quantencomputing lösen: Wie Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient verbunden und verarbeitet werden können.

„Hürde senken“

„Die Integration der Parity Tools in die Plattform von Classiq bringt hardwarebewusste Kompilierung direkt in die High-Level-Entwicklungsworkflows und senkt so die Hürde für die Erstellung nützlicher Quantenanwendungen“, sagt Wolfgang Lechner, Co-CEO von ParityQC.

Magdalena Hauser, Co-CEO von ParityQC, ergänzt: „Bedeutende Fortschritte im Quantencomputing basieren auf Zusammenarbeit, und die Zusammenführung unserer sich ergänzenden Stärken ist das, was das gesamte Feld voranbringt.“

Interoperabilität möglich machen

Darüber hinaus konzentriert sich die Initiative auf eine skalierbare Quantensoftware-Infrastruktur für aktuelle verrauschte Quantengeräte sowie für zukünftige fehlertolerante Quantensysteme. Die Zusammenarbeit soll hardwareunabhängige Ansätze stärken und die Interoperabilität über mehrere Quantenplattformen hinweg ermöglichen.

Ökosystem unterstützen

„Quantencomputing wird in großem Maßstab nur dann praxistauglich, wenn die Softwareschicht die Lücke zwischen der algorithmischen Absicht und den Einschränkungen realer Maschinen automatisch schließen kann“, sagt Nir Minerbi, Mitgründer und CEO von Classiq.

Da Unternehmen und Regierungen ihre Investitionen in das Quantencomputing erhöhen, wird erwartet, dass eine skalierbare Architektur und entsprechende Softwaretools als fehlendes Bindeglied zwischen den theoretischen Versprechungen der Technologie und ihrer einsatzfähigen Realität dienen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt dieses Projekt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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