25.06.2025
UNICORN?

Vorarlberger Co-Founder erhält für sein Münchner Startup 150 Millionen Euro

Der amerikanische Milliardär Todd Boehly beteiligt sich an Isar Aerospace aus München, das vom Feldkircher Founder Daniel Metzler mitgegründet wurde.
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Isar Aerospace
(c) Linkedin/Isar Aerospace - Daniel Metzler, CEO Isar Aerospace.

Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn (München) entwickelt und baut Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn – brutkasten berichtete. Gegründet wurde das SpaceTech-Unternehmen 2018 vom Vorarlberger Daniel Metzler gemeinsam mit Josef Fleischmann und Markus Brandl. Es wird privat finanziert vom ehemaligen SpaceX Vice President Bulent Altan und weltweit führenden Investoren wie Airbus Ventures, Apeiron, Earlybird, HV Capital, Lakestar, Lombard Odier, Porsche SE, UVC Partners und Vsquared Ventures. Nun gab es ein 150 Millionen-Euro-Investment, wie das Unternehmen auf seiner Webseite bekanntgab.

Isar Aerospace: US-Investor steigt ein

Konkret handelt es sich um eine Wandelanleihe von Eldridge Industries aus den USA. Die Investition soll Isar Aerospace dabei unterstützen, das Angebot an flexiblen und kosteneffizienten Startdiensten für Kunden weltweit zu erweitern und gleichzeitig den Zugang Europas zum Weltraum zu stärken.

„Wir bedienen die weltweit steigende Nachfrage nach Satellitenstarts und bieten Märkten und Regierungen einen unabhängigen und flexiblen Zugang zum Weltraum. Diese Investition bestätigt das starke Vertrauen der globalen Märkte in unsere Bemühungen, einen neuen führenden Anbieter im Raumfahrtsektor aufzubauen“, sagt CEO Metzler.

Bereits vorher neunstellige Beträge eingesammelt

Wie das Manager-Magazin berichtet sei Isar Aerospace durch das Darlehen zum Unicorn aufgestiegen – allerdings findet sich von offizieller Seite dazu keine Bestätigung. Das SpaceTech hat bereits im März 2023 ein Investment in Höhe von 155 Mio. Euro erhalten.

Diese Series-C-Finanzierungsrunde wurde damals von Investoren wie 7-Industries Holding, Bayern Kapital, Earlybird Venture Capital, HV Capital, Lakestar, Lombard Odier Investment Managers, Porsche SE, UVC Partners und Vsquared Ventures angeführt. Ein Jahr zuvor gewann Isar außerdem einen mit zehn Millionen Euro dotierten Preis der Europäischen Kommission.

2024 investierte der mit einer Milliarde Euro ausgestattete Venture-Fonds der NATO in das Münchner Raketen-Startup. Im Detail flossen damals 220 Millionen britische Pfund in Isar Aerospace. Bereits da war die Rede davon, dass die Firmen-Bewertung eine Mrd. US-Dollar übertraf – allerdings auch ohne offizielle Bestätigung. Damit belief sich (Stand 2024) das insgesamt aufgenommene Kapital von Isar Aerospace seit der Gründung auf über 400 Millionen US-Dollar. Exklusive der aktuellen Investition.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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