30.09.2025
APP RELAUNCH

Von „mywefox“ zu „fix App“: wefox Austria App relauncht App

Die wefox "fix App" startet nach dem Relaunch als erste native iOS- und Android-Full-Service-App für den österreichischen Maklersektor. Damit soll der gesamte Prozess erleichtert werden.
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Matthias Gamper (Head of Business Operations) mit Geschäftsführer René Besenbäck. Foto: wefox Austria

Bereits diesen Sommer hatte sich bei wefox Austria viel getan: Im Juli kommunizierte das Unternehmen mit dem Einstieg von Stephan Ehrenfeldner ins Management auch die Schaffung einer neuen Holding (brutkasten berichtete).Zwei Wochen später, also im August, folgte mit der Übernahme der VMK Versicherungsmakler GmbH in Klosterneuburg der erste Schritt im Rahmen der neuen Nachfolge-Strategie. Ziel sei der Aufbau eines österreichweit führenden Versicherungsmakler-Netzwerks (brutkasten berichtete). In den Herbst startet nun wefox mit dem Relaunch der vormals „mywefox“ genannten App, die nun unter dem Namen „fix App“ firmiert.

Fix App: Full-Service-App für den österreichischen Marktsektor

Die Fix App soll es ermöglichen, den gesamten Prozess von der Offertlegung bis zur Polizzierung mit minimalem Aufwand digital abzuwickeln.

„Der USP für Versicherungskunden ist der Rund-um-die-Uhr-Service, welcher neben den Basis-Funktionen auch digitalen Zugriff auf zentrale Funktionalitäten bietet, die bei anderen Anbietern bisher nur manuell bis teilautomatisiert gelöst werden“, erklärt Matthias Gamper, Head of Business Operations bei wefox Austria, in der Pressemeldung. Unter Gampers Leitung wurde das Digitalteam von wefox im Jahr 2024 erweitert und entwickelte die neuen Funktionen innerhalb von sechs Monaten.

Versicherungsvergleich im Portfolio

Zu den Funktionen zählen unter anderem: Versicherungsvergleich im Selfservice, Einreichung und Nachverfolgung von Schadensfällen, Upload oder Nachreichen von Dokumenten wie Rechnungen sowie die digitale Signatur.

Durch die Symbiose zwischen der wefox-Maklerplattform und der „fix App“ für Maklerkunden erschließe sich laut Gamper „eine enorme Effizienzsteigerung“.

Für Rene Besenbäck, wefox Austria Country Head, ist der App-Relaunch eine strategische Entscheidung, das Team gezielt in seiner Digitalisierungskompetenz weiterzuentwickeln.
„Wir haben bei der mobilen App-Entwicklung von Beginn an gezielt unsere Maklerpartner eingebunden, womit wir die wichtigsten Bedarfsfelder und Anforderungen aus deren Praxiserfahrung priorisieren und berücksichtigen konnten“, so Besenbäck.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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