04.12.2024
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Von der Landflucht zur Zukunft: Diese Akademie macht Frauen zu Changemakern

Die Digitalisierung bietet ländlichen Regionen Europas enormes Potenzial – doch sie braucht mutige Frauen in Führungsrollen - darunter auch Gründerinnen. Die „Women's Academy for Rural Innovation“ in Zagreb zeigte, wie junge Frauen mit nachhaltigen Ideen und digitalem Know-how den Wandel vorantreiben können.
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Ländliche Regionen Europas stehen vor enormen Herausforderungen: Abwanderung, fehlende Infrastruktur und die digitale Kluft. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung ein riesiges Potenzial, diese Gebiete nachhaltig und innovativ zu entwickeln. Doch dieser Wandel braucht Menschen, die ihn aktiv gestalten – insbesondere mehr Frauen in Führungspositionen.

Genau hier setzt die „Women’s Academy for Rural Innovation“ an, die vom 17. bis 21. November in Zagreb stattfand. Organisiert von der European Leadership Academy (ELA) und unterstützt von Huawei, brachte die fünftägige Winter School 20 talentierte junge Frauen aus ganz Europa zusammen, um gemeinsam innovative Lösungen für die Zukunft ländlicher Räume zu entwickeln.

Neue Länder bringen noch mehr Vielfalt

Zusätzlich zu den bisherigen Teilnehmerländern der EU, Ukraine und dem Westbalkan öffnete das Programm zum ersten Mal seine Türen für Studierende aus Island, der Türkei und der Schweiz. Die ausgewählten Studentinnen haben sich unter tausenden Bewerberinnen aus ganz Europa durchgesetzt und stammen aus verschiedenen Fachrichtungen, darunter Ingenieurwesen, Medizin, Landwirtschaft und Sozialwissenschaften. Alle Teilnehmerinnen erhielten ein Vollstipendium von Huawei, um ihre Fähigkeiten auszubauen, neues Wissen zu erwerben und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Die Studentinnen wurden von Selina Wen, Hauptvertreterin von Huawei bei den europäischen Institutionen, begrüßt. In ihrem Statement betonte sie die Rolle der Vielfalt für den Fortschritt: „Frauen sind der Schlüssel zu einem integrativen digitalen Wandel. Die Unterstützung junger Frauen in ländlichen Gebieten ist eine kollektive Verantwortung, die Regierungen, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor gleichermaßen betrifft. Als internationaler Technologiekonzern setzt sich Huawei dafür ein, die Entwicklung des ländlichen Raums durch innovative Technologien weiter voranzutreiben.“

Österreichische Expertise vor Ort

Im Rahmen der Veranstaltung nahmen über 50 Expertinnen und Experten sowie führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik teil, um ihr Fachwissen zu teilen und den Teilnehmerinnen wertvolle Einblicke zu geben. Sie leiteten Workshops und Diskussionsrunden zu Themen wie Entrepreneurship, grüne Innovation und Digitalisierung von KMU in Europa. Dabei hatten die Studentinnen die Möglichkeit, mit globalen Mentorinnen und Mentoren sowie Fachreferentinnen und – referenten zu diskutieren und von deren Expertise zu lernen.

Carina Zehetmaier, Gründerin von pAIper.one, Mitglied des KI-Beirats der österreichischen Bundesregierung und Präsidentin von Women in AI in Österreich

Auch eine österreichische Speakerin war beim Programm vertreten: Carina Zehetmaier, Gründerin von pAIper.one, Mitglied des KI-Beirats der österreichischen Bundesregierung und Präsidentin von Women in AI in Österreich, setzt sich mit ihrem interdisziplinären Ansatz aus Recht, Technologie und Bildung weltweit für Diversität und nachhaltige Innovation ein. Über die „Women’s Academy for Rural Innovation“ sagt sie: „Die Führungsakademie von Huawei für Frauen, die sich aktiv für den Wandel in der Welt einsetzen, ist eine großartige Initiative. Sie bietet eine hervorragende Gelegenheit, Frauen aus ganz Europa zu vereinen, um ländliche Gebiete zu gestalten und sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird.“

Jetzt über die „Women’s Academy for Rural Innovation“ informieren

Die „Women’s Academy for Rural Innovation“ ist ein Beispiel dafür, wie gezielte Bildungs- und Innovationsprogramme nicht nur soziale Verantwortung, sondern auch wirtschaftliches Potenzial freisetzen können. Auch für Startup-Gründerinnen bietet das Format Inspiration: Von der Förderung diverser Teams über die Entwicklung nachhaltiger Technologien bis hin zur aktiven Gestaltung ländlicher Märkte. Regionen mit Entwicklungspotenzial könnten künftig zu Hotspots für Innovation werden – vorausgesetzt, es gibt Menschen, die diesen Wandel vorantreiben. Mehr darüber könnt ihr hier erfahren.

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Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten heute die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten
Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten im Juli 2025 die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten

Im Juli 2025 ging das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid in einem durchaus ungewöhnlichen Schritt nur vier Jahre nach der Gründung am Direct Market Plus an die Wiener Börse. Ein Run auf die Aktie blieb damals aus – es gab keinen Trade am ersten Tag, wie brutkasten berichtete.

Große Meilensteine, aber noch immer wenig Handelsvolumen

Seitdem hat sich bei Reploid viel getan: Millionenfinanzierungen, geografische Expansion, neue große Kunden, zahlreiche Personalien und eine Steigerung auf rund neun Millionen Euro Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (brutkasten berichtete). Einzig: Die Liquidität der Aktie, die aktuell bei 1.700 Euro pro Stück steht, hält sich nach wie vor in Grenzen, wie ein Blick auf Daten der Wiener Börse verrät. Oft gibt es mehrere Tage lang keine Trades, nur an wenigen Handelstagen werden zweistellige Stückzahlen erreicht.

Aktiensplit geht mit Erhöhung des Grundkapitals einher

Doch das soll sich jetzt ändern. Denn wie Reploid per Aussendung bekanntgibt, plant man einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15 – der Preis einer Aktie reduziert sich damit also auf ein Fünfzehntel des aktuellen Werts. Damit erhöht sich die Anzahl der Aktien von 110.881 auf 1.663.215, wobei auf jede Stückaktie weiterhin ein anteiliger Betrag am Grundkapital von einem Euro entfällt.

Das bedeutet auch: Das Grundkapital muss dafür von derzeit 110.881 Euro auf 1.663.215 Euro erhöht werden. Das soll ohne die Ausgabe neuer Aktien, sondern „durch Umwandlung eines Teilbetrags der nicht gebundenen Kapitalrücklagen, die sich aus dem im Geschäftsjahr 2025 gesteigerten Eigenkapital speisen“, erfolgen. Der Beschlussvorschlag dafür werde der ordentlichen Hauptversammlung am 14. September 2026 vorgelegt, heißt es von Reploid.

„Wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“

„Die Reploid-Aktie notierte zuletzt bei 1.700 Euro. Würden wir heute splitten, läge der Kurs bei etwa 113 Euro. Genau das ist unser Ziel: Wir wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer.

Ob die gewünschte Wirkung erzielt wird, bleibt freilich abzuwarten. Die Liquidität im Direct Market Plus der Wiener Börse ist generell niedrig. Wohl aber zeigt ein Blick auf die Daten: Titel mit geringeren Stückkosten kommen tendenziell auf mehr Trades.

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