22.03.2017

Von der Idee zum Prototypen an einem Wochenende

Wer eine gute Idee und viel Gründungsmotivation hat, der sollte sich von 28. bis 30. April zum Startup Salzburg Weekend begeben. Mit Hilfe von Mentoren und Experten werden die Ideen dort zu Prototypen weiterentwickelt.
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„Ein Wochenende mit Entwicklern, Business-Managern, Startup-Enthusiasten, Marketing-Gurus, Grafikern und mehr“ – so beschreiben die Veranstalter das Startup Salzburg Weekend, das von 28. bis 30. April im Coworking Salzburg über die Bühne gehen wird.

Pitches und Expertentipps

48 Stunden lang können Interessierte ihre Ideen für neue Startups präsentieren und Teams bilden, um die Ideen zu funktionierenden Prototypen weiterzuentwickeln. Bis zum 1. April besteht für potenzielle Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit ihrer Geschäftsidee zu registrieren. Aus allen Ideen werden die neuartigsten und konkretesten ausgewählt. Das Wochenende beginnt mit den unterschiedlichen Pitches, danach entwickeln die Teams je nach Notwendigkeit Markenname, Logodesign, Vertriebskonzepte, Geschäftsmodell, etc. Experten und Mentoren betreuen den Prozess. „Tipps und Tricks in Sachen Business Plan, Finanzierung, Marktanalyse usw. sind genauso am Start wie Brainstorming, Spaß und Verpflegung“, sagt Romy Sigl, Gründerin von Coworking Salzburg.

Redaktionstipps

Das Ecosystem stärken

Organisiert wird das Wochenende von „Startup Salzburg“, einer landesweiten Initiative, hinter der acht Institutionen stehen. Zusammen wollen sie Angebote für Startups in allen Phasen entwickeln und so das Salzburger Startup-Ecosystem stärken.

Ablauf

FR 28.4. ab 18:00
– Pitching: alle TeilnehmerInnen präsentieren ihr Startup
– Mentorenfeedback: jedes Startup erhält Feedback zum Pitch von einem unserer Mentoren
– Team Building: das restliche Wochenede wird in Teams zusammen gearbeitet.

SA 29.4. ab
– Ausarbeitung Canvas Business Model
– Ausarbeitung eines Verkaufs-Pitch
– Marktfeedback: raus gehen zu potenziellen Kunden und Feedback einsammeln und in den Pitch einarbeiten
– Inspiration Talks
– Präsentation eures Business Canvas & Marktfeedback vor den Mentoren, sie heben euch Feedback.

SO 30.4.
Vormittag: Experten/Mentoren Sprechstunden
Mittag: Mentoren Speeddating Lunch
Nachmittag: Zeit zum Überarbeiten eures Pitches
ab 16:00 Pitch Event vor Publikum

Zur Anmeldung für das Startup Salzburg Weekend geht es hier. Die Teilnahme ist gratis.

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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