01.12.2025
THEMENPARTNERSCHAFT

Vom Shoppingcenter zum Lebensraum: Wie SES Nachhaltigkeit und Innovation verbindet

SES Spar European Shopping Centers verbindet Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Weitsicht: Vom Wasserkraftwerk bis zu Photovoltaik und Gesundheitsparks entstehen Orte, die zeigen, wie Zukunft im Handel aussehen kann. CEO Christoph Andexlinger spricht darüber, warum Shoppingmalls heute mehr sein müssen als Orte des Konsums.
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Christoph Andexlinger, CEO von SES Spar European Shopping Centers | (c) Eva trifft

Diese Themenpartnerschaft ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von November 2025 “Verantwortung” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.

Was macht ein modernes Shoppingcenter aus, wenn Shopping längst nicht mehr nur Einkauf bedeutet? Wer heute eine Mall betritt, sucht mehr als Produkte – er sucht Atmosphäre, Inspiration und Orte, an denen man gerne bleibt. Genau das will SES Spar European Shopping Centers schaffen und verbindet dabei Innovation mit Nachhaltigkeit. Und das schon lange, bevor Letztere zum Trend wurde. „Shoppingcenter sind zum einen ein durch und durch analoger Ort, der sich immer mehr der digitalen Möglichkeiten bedient“, sagt Christoph Andexlinger, CEO von SES. „Aber die Grundidee ist analog: Es geht um Begegnung, Emotion und Inspiration.“

Vom Konsumtempel zum Lebensraum

SES betreibt und entwickelt über 30 Shopping-Destinationen in sechs europäischen Ländern. Jährlich besuchen mehr als 117 Millionen Menschen die Center. Der Fokus liegt nicht nur auf quantitativem Wachstum alleine, sondern insbesondere auch auf qualitativer Entwicklung. „Wir schaffen pulsierende Lebensräume mit höchster Kundenrelevanz“, beschreibt Andexlinger das Leitbild. Architektur, Markenmix, Gastronomie, Veranstaltungen und neue Themen wie Gesundheit, Bildung und Kultur sollen ein Gesamtbild ergeben, das auf jede Region zugeschnitten ist. „Je mehr Bedürfnisse ein Shoppingcenter erfüllen kann, desto erfolgreicher wird es sein.“, sagt Andexlinger „Man muss Orte schaffen, die sich anfühlen wie ein Stück Alltag und trotzdem etwas Besonderes sind.“

SES Center wie die VARENA Vöcklabruck nutzen zu 100 Prozent Ökostrom. | (c) SES Spar European Shopping Centers

Nachhaltigkeit als Haltung, nicht als Trend

SES war nachhaltig, lange bevor das Wort zum Modebegriff wurde. Bereits 1990 nahm in Innsbruck das firmeneigene Wasserkraftwerk im SILLPARK den Betrieb auf. Es liefert bis heute rund vier Gigawattstunden Strom pro Jahr. Inzwischen erzeugen großflächige Photovoltaikanlagen auf mehr als 46.000 Quadratmetern Dachfläche grünen Strom für zahlreiche Malls von Wels bis Ljubljana.

„Nachhaltigkeit war bei uns im Unternehmen schon da, bevor man wusste, dass man es so nennt“, sagt Andexlinger. „Wir nennen es intern Enkeltauglichkeit: Investitionen sollen so gesetzt werden, dass unsere Enkel und Urenkel davon keinen Nachteil haben.“

Diese Haltung zieht sich durch alle Ebenen – SES lebt ein vom TÜV AUSTRIA zertifiziertes Umwelt- und Energiemanagementsystem, optimiert laufend den Energieeinsatz und nutzt selbst entwickelte Gebäudetechnik wie das Cheap-Air-System, das bis zu 50 Prozent Energie bei der Klimatisierung spart. Die Umstellung auf LED-Technik reduziert den Stromverbrauch jährlich um 6,9 Millionen Kilowattstunden; so viel, wie rund 2.000 Haushalte benötigen würden. „Nachhaltigkeit ist schlau“, betont Andexlinger. „Effizienz bedeutet nicht Verzicht, sondern klugen Ressourceneinsatz.“

Mobilität als Schlüsselfaktor

Nachhaltiges Denken betrifft auch die Frage, wie Menschen zu den Centern kommen. „Lage, Lage, Lage gilt heute mehr denn je“, sagt Andexlinger; „Mobilität ist das Um und Auf.“ SES setzt auf öffentliche Anbindungen, Fahrrad-Infrastruktur und ein stetig wachsendes Netz an E-Ladestationen – gemeinsam mit der SPAR-Gruppe entsteht eines der größten Ladepunkt-Netze Österreichs. In Graz reisen bereits 30 Prozent der Besucherinnen und Besucher des MURPARKS umweltfreundlich an. Gleichzeitig öffnen sich die Gebäude architektonisch nach außen, mit neuen Innen- und Außenflächen, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangeboten. „Wir wollen keine anonymen Baukörper, sondern Orte, die mitten im Leben stehen“, sagt der CEO.

Innovation durch Kooperation

SES versteht Nachhaltigkeit als Motor für Innovation. Das Unternehmen arbeitet an Projekten, die neue gesellschaftliche Bedürfnisse aufgreifen. Dazu gehören die Gesundheitsparks in Kooperation mit der Vinzenz Gruppe, die direkt in Malls wie dem SILLPARK Innsbruck entstehen. Dort werden ab 2026 Ärzt:innen, Therapeut:innen und Präventionsangebote in den Alltag integriert.

SES veranstaltet mit den „Future Days“ ein Format, bei dem Jugendliche interaktiv neue Technologien entdecken können. | (c) Thomas Steinlechner

Auch die Initiative yip.at ist Teil dieser Philosophie: Junge Unternehmen und Startups können ihre Produkte direkt in SES-Malls präsentieren. „Es ist der Elchtest für neue Ideen“, sagt Andexlinger. „Und wenn etwas nicht funktioniert, ist das auch ein Learning. So entsteht Innovation.“

Zukunft braucht Verlässlichkeit

SES steht für Stabilität und Weiterentwicklung zugleich. Neben großflächiger Expansion konzentriert sich das Unternehmen mindestens genauso auf qualitative Transformation, Umbauten und neue Nutzungskonzepte. Ob im KING CROSS Zagreb, wo über 40 Millionen Euro in ein nachhaltiges Refurbishment fließen, oder im EUROPARK Salzburg, der ohne zusätzliche Flächenversiegelung erweitert wird, überall geht es darum, bestehende Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

„Wir dürfen nicht der Illusion verfallen, dass es immer so weitergeht wie bisher“, sagt Andexlinger. „Wenn alles gleich bleibt, droht Stillstand. Veränderung ist notwendig, aber mit Augenmaß und Respekt vor dem, was schon da ist.“

Tipp der Redaktion:

Wie kann der stationäre Handel im digitalen Zeitalter neu gedacht werden? SES-CEO Christoph Andexlinger spricht im brutkasten-Talk darüber, warum Innovation und Nachhaltigkeit untrennbar zusammengehören und wie SES Shopping-Destinationen zu echten Lebensräumen entwickelt.

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Epitome Therapeutics
© Epitome Therapeutics - (v.l.) Jamie Hackett, CSO und Guido Gualdoni, CEO.

Epitome Therapeutics ist ein neues Biotech-Unternehmen aus Wien, das eine neue Methode entwickelt, um die Genaktivität im Körper gezielt und sehr genau zu steuern. Heute gab es seinen offiziellen Unternehmensstart mit einer Gesamtfinanzierung von vier Millionen Euro bekannt. Diese setzt sich zusammen aus einer überzeichneten Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Millionen Euro sowie weiteren zwei Millionen Euro an Fördermitteln.

Epitome Therapeutics: XISTA Science Ventures und Caesar Ventures führen an

Damit zählt die Pre-Seed-Runde zu den höchsten im Lande, denn, laut Florian Haas, Head of Startup, Head of Brand & Growth EY, wurden heuer im Pre-Seed-Bereich im ersten Halbjahr nur rund ein Dutzend Investments erfasst, was die geringe Aktivität im ganz frühen Segment unterstreicht (Stand: Mai 2026). Typische Pre-Seed-Runden bewegen sich im Allgemeinen meist zwischen 75.000 und 400.000 Euro, mit einem Median von etwa 200.000 bis 350.000 Euro, häufig ergänzt durch Förderungen wie aws oder FFG. Größere syndizierte Pre-Seed-Runden liegen bei 400.000 bis 900.000 Euro, während Volumina darüber die Ausnahme darstellen.

Zum Vergleich: In den letzten zwei Jahren konnten etwa Fynk mit 1,25 Mio. Euro, sequestra mit 1,1 Mio. Euro, factroymaker mit 1,1 Mio. Euro und Invisible-Light Labs mit einer 1,5 Mio. Euro Pre-Seed-Runde diesen Schnitt durchbrechen.

Nun zählt auch Epitome Therapeutics dazu. Deren Pre-Seed-Runde wurde gemeinsam von XISTA Science Ventures und Caesar Ventures angeführt; zudem beteiligte sich die Navec Venture Holding GmbH. Weitere Mittel wurden über kompetitiv vergebene Förderprogramme eingeworben, darunter Unterstützung durch Austria Wirtschaftsservice (AWS) und die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Cadence-Technologie weiter ausbauen

Die Mittel aus der Finanzierung werden künftig eingesetzt, um die Entwicklungsprogramme von Epitome Therapeutics in Richtung der Nominierung eines ersten Wirkstoffkandidaten voranzutreiben, die technologische Breite der Cadence-Plattform (eine Epigenom-Editierungsplattform) zu erweitern und das wissenschaftliche sowie operative Team des Unternehmens auszubauen.

„Wir haben Epitome Therapeutics mit der Unterstützung einer starken Gruppe von Investoren und Partnern gegründet“, sagt Guido Gualdoni, Mitgründer und CEO von Epitome Therapeutics. „Der erfolgreiche Abschluss einer überzeichneten Finanzierungsrunde ist ein starkes Signal für die Qualität unseres Teams und das Potenzial der Cadence-Plattform. Die neuen Mittel ermöglichen es uns, das Unternehmen auf Basis der Cadence-Technologie weiter auszubauen und unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in erste Entwicklungsprogramme zu überführen. Unser unmittelbarer Fokus liegt nun darauf, die Plattform auszubauen, unser Team zu verstärken und die Auswahl unseres ersten Wirkstoffkandidaten voranzutreiben.“

Bereits 2025 gegründet

Epitome Therapeutics wurde 2025 von Guido Gualdoni und Jamie Hackett als Ausgründung des EMBL, eines europäischen Forschungsinstitut für Life Sciences, gegründet. Das Unternehmen entwickelt konkret einen neuartigen therapeutischen Ansatz, der auf der präzisen Steuerung der Genexpression basiert.

Während aktuelle Fortschritte das Potenzial des Gen-Silencing aufgezeigt haben, würden – so die Founder – viele Erkrankungen die Wiederherstellung, Erhöhung oder fein abgestimmte Regulierung der Genaktivität erfordern. Daraus ergebe sich ein Bedarf an therapeutischen Ansätzen, die eine präzisere Kontrolle der Genexpression ermöglichen können. Darauf baut das Wiener Biotech auf.

„Gene müssen nicht einfach nur an- oder ausgeschaltet sein – entscheidend ist, dass sie in genau dem richtigen Maß exprimiert werden“, sagte Hackett, CSO von Epitome Therapeutics. „Viele Krankheiten entstehen, wenn dieses Gleichgewicht gestört ist. Die Cadence-Plattform ermöglicht eine präzise Steuerung der Genexpression und erlaubt uns so, die Aktivität spezifischer Gene auf ein therapeutisch relevantes Niveau zurückzuführen. Wir sind überzeugt, dass dieser präzisionsmedizinische Ansatz eine grundlegend neue therapeutische Modalität für die Behandlung genetischer und komplexer Erkrankungen darstellt.“

Basiert auf Forschungsarbeiten am EMBL

Die Technologie von Epitome Therapeutics basiert auf Forschungsarbeiten am EMBL Rom, darunter Ergebnisse, die 2024 in einer Publikation in Nature Genetics veröffentlicht wurden, und stützt sich auf geistiges Eigentum, das exklusiv vom EMBL einlizenziert wurde, wie man in der Aussendung liest.

„Der innovative Ansatz von Epitome Therapeutics im Bereich der Epigenom-Editierung hat uns sehr beeindruckt, insbesondere der Fokus auf gezielte Hochregulation“, kommentiert Alexander Schwartz, Partner bei XISTA Science Ventures. „Ebenso überzeugt hat uns, wie das Team diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in therapeutisch relevante Entwicklungsprogramme überführen will.“

Und Gregor Unger, Managing Partner bei Caesar Ventures, ergänzt: „Mit unserem Investment in Epitome Therapeutics unterstützen wir ein außergewöhnliches Team, das die Genregulation grundlegend neu definiert hat. Überzeugt hat uns die seltene Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und unternehmerischer Erfahrung rund um Guido und Jamie.“

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