04.03.2022

Volocopter wird Unicorn und will ab 2024 E-Flugtaxi-Services in Europa anbieten

Volocopter aus dem deutschen Bruchsal schließt eine 170 Millionen US-Dollar-Finanzierungsrunde ab und will bald mit dem kommerziellen Angebot starten.
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Der Volocity soll schon 2024 u.a. in Paris im kommerziellen Betrieb starten | (c) Volocopter
Der Volocity soll schon 2024 u.a. in Paris im kommerziellen Betrieb starten | (c) Volocopter

Dass in ihrer Branche die Entwicklungszyklen sehr lang und die regulatorischen Fragestellungen sehr komplex sind, mussten zahlreiche (E-)Flugtaxi-Unternehmen in den vergangenen Jahren feststellen. Doch der weltweite Wettlauf zum ersten kommerziellen Lufttaxi-Betrieb scheint sich langsam dem Endspurt zu nähern. Mit Volocopter will auch ein deutscher Anbieter bald soweit sein. Das untermauerte das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Bruchsal nun mit seiner Series E-Finanzierungsrunde.

Finanzierungsrunde soll noch deutlich aufgestockt werden

170 Millionen US-Dollar (ca. 153 Millionen Euro) flossen dabei in das Scaleup. Unter dem Lead von WP Investment aus Südkorea investierten auch Atlantia, Honeywell, Whysol und btov Partners. Mit einer Bewertung von 1,7 Milliarden US-Dollar erreicht Volocopter mit dieser Runde den Unicorn-Status. Dabei soll es nicht bei den 170 Millionen Dollar bleiben. Man sei mit weiteren VCs bereits in der Due Dilligence-Phase und wolle in dieser Runde noch auf 300 bis 500 Millionen US-Dollar kommen, heißt es vom Unternehmen. Bislang sind insgesamt rund 580 Millionen US-Dollar in das Startup geflossen.

Mit dem Geld will man das Produkt nun endgültig bald auf den Boden – pardon – in die Luft bringen. Dabei hofft Volocopter, bis Ende 2023 sämtliche Genehmigungen zu bekommen. Dann wolle man 2024 in ersten Städten starten. Konkret genannt werden Singapur, Rom und Paris. Noch etwas konkreter: „Unser Ziel ist es, unser kommerzielles Angebot bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 zu starten“.

Volocopter-Flotte zum Start mit Pilot:innen

Zu beachten ist bei den aktuellen Ankündigungen, dass im Gegensatz zu früheren Plänen und jenen mehrere Konkurrenten in der aktuellen Kommunikation nicht von autonomen Flugtaxis die Rede ist. Dazu ein Unternehmenssprecher gegenüber dem US-Magazin TechCrunch: „Der VoloCity wird zum Zeitpunkt der Markteinführung technisch dazu in der Lage sein, mit Besatzung, ferngesteuert und autonom zu fliegen. Wir sind allerdings der Meinung, dass die öffentliche Akzeptanz bei einem pilotierten Flug besser sein wird. Sobald sich die urbane Luftmobilität (UAM) durchsetzt und die Städte Vorschriften erlassen haben, die nicht bemannte Formen des Flugs zulassen, werden wir schrittweise zu ferngesteuerten oder autonomen Flügen übergehen“. Dies sei dann auch von den jeweiligen Vorschriften abhängig.

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Fahne der Europäischen Union
Foto: Adobe Stock

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hat Digitale Souveränität in einer Aussendung vom letzten Herbst klar zusammengefasst: „Digitale Souveränität heißt, dass Europa selbst entscheidet, wie es seine Technologien nutzt, Daten schützt und Innovationen gestaltet – unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten.“

Um Europas Digitale Souveränität zu sichern, stellt Brüssel heute das Gesetzespaket „European Tech Sovereignty“ vor, das die eigene Tech-Branche stärken und die Abhängigkeit von den größten Playern USA und China verringern soll.

Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des EU AI Acts und neuen Souveränitätsgesetzen wandelt sich die Wichtigkeit des Themas: Der Gedanke der Digitalen Souveränität sowie der Unabhängigkeit von Tech-Riesen hat in Brüssel längst Einzug gefunden.

Der Cloud & AI Development Act: Eine Übersicht

Der EU AI Act, der 2024 in Kraft trat, reguliert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa streng nach Risikostufen, um Anwendern Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit zu garantieren.

Demgegenüber erlaubt der amerikanische Cloud Act den US-Behörden den Zugriff auf Daten von US-Tech-Konzernen, völlig unabhängig davon, in welchem Land diese Server physisch stehen. Wenn eine US-Behörde zum Beispiel Daten von Microsoft fordert, muss Microsoft diese laut US-Recht herausgeben – selbst wenn die Daten auf einem Server in Frankfurt liegen.

Als europäische Antwort darauf führt der Cloud and AI Development Act (CADA) nun ein verbindliches Bewertungssystem (SEAL) für öffentliche Ausschreibungen ein. Dieses Gesetz verpflichtet sensible staatliche Sektoren dazu, bevorzugt rein europäische Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die gegen ausländische Datenzugriffe rechtlich immun sind. Dadurch setzt sich in Zukunft nicht mehr das beste Preis-Leistung-Angebot durch, sondern es muss für besonders kritische Sektoren eine europäische Lösung verwendet werden.

Das Praxisbeispiel Qwant

Laut dem Nachrichtenportal Politico fordern auch die EU-Abgeordneten selbst mehr digitale Souveränität. Dabei soll statt der amerikanischen Suchmaschine Google in Zukunft das französische Qwant als Standard-Suchmaschine im EU-Parlament verwendet werden. Laut einer internen Mitteilung an die Abgeordneten, die Politico vorliegt, erfolgt dieser Schritt im Einklang mit der Verpflichtung des Parlaments zu „digitaler Souveränität und dem Schutz der personenbezogenen Daten von Nutzern“. Die Abgeordneten dürften schon letztes Jahr mehr Unabhängigkeit im Unternehmen gefordert haben.

Auch auf nationaler Ebene von Bedeutung

Zurück in Österreich. Auch hier sorgt die Digitale Souveränität am Mittwoch in der Bundesratssitzung für Gesprächsstoff.

Seitdem die geopolitische Lage gekippt ist, habe Europa bitter gelernt, was es heißt, im Energiebereich nicht souverän zu sein, sagte Staatssekretär Alexander Pröll. „Genau diesen Fehler dürfen wir bei digitalen Technologien kein zweites Mal machen.“ Daten, Clouds und Künstliche Intelligenz (KI) seien die Ressourcen des Jahrhunderts. Wer sie kontrolliert, habe die Macht. Wer sich abhängig macht, werde erpressbar, so Pröll. 

Gehen die Meinungen der österreichischen Parteien normalerweise auseinander, zeigt sich bei diesem Thema Einigkeit: Die Digitale Souveränität sollte auf allen Ebenen angedacht werden und die aktuelle digitale Abhängigkeit von ausländischen – insbesondere US-amerikanischen – Technologieanbietern, stelle ein massives Problem dar.

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