03.03.2021

Volocopter holt sich 200 Mio. Euro Kapital u.a. von BlackRock

Das deutsche Scaleup Volocopter schließt seine Series D-Finanzierungsrunde ab. Das Kapital soll in den Zulassungsprozess des E-Flugtaxis VoloCity fließen.
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Volocopter
(c) Volocopter

Ein neues Fluggerät zu entwickeln, konkret ein E-Flugtaxi für den urbanen Raum, braucht ganz schön viel Kapital. Das Scaleup Volocopter aus Bruchsal im deutschen Baden-Württemberg beweist einmal mehr, dass man dieses Geld aufstellen kann. In seiner nun kommunizierten Serie D-Runde holt sich das Unternehmen stolze 200 Millionen Euro. Schon die Serie C-Runde hatte fast 90 Millionen Euro umfasst.

Volocopter: Zahlreiche neue Invetoren in Series D-Runde

In der aktuellen Kapitalrunde investieren der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock, Avala Capital, Atlantia S.p.A., Continental AG, NTT und Tokyo Century, sowie alle bestehenden Investoren. „Unsere Gesellschafterstruktur bleibt mit einer weltweiten Mischung aus strategischen und Finanzinvestoren ausgewogen und damit ein Abbild unserer globalen Ambitionen für Volocopter UAM-Dienste“, kommentiert CFO Rene Griemens. Unter den bestehenden Investoren sind Geely, Daimler, DB Schenker, Intel Capital, btov Partners, Team Europe und Klocke Holding.

Das Geld soll in den weiteren Zulassungsprozess des E-Flugtaxis VoloCity fließen. Volocopter hat bereits als weltweit erstes und einziges Flugtaxi-Unternehmen das Design Organisation Approval (DOA) der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Und Florian Reuter, CEO von Volocopter betont in einer Aussendung: „Kein anderes elektrisches Flugtaxi-Unternehmen hat so viele Flüge in Städten auf der ganzen Welt mit behördlicher Zulassung durchgeführt wie Volocopter. Unser VoloCity ist die fünfte Volocopter Generation und auf dem besten Weg, das erste kommerziell zugelassene elektrische Flugtaxi für Städte zu werden“.

Erste kommerziellen Flugtaxistrecken in nächsten zwei Jahren geplant

Konkret rechnet das Scaleup mit der Eröffnung der ersten kommerziellen Flugtaxistrecken innerhalb der nächsten zwei Jahre. Öffentliche Flüge hat es bereits in in Helsinki, Stuttgart und über Singapurs Marina Bay gegeben. Obwohl das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben hat, wo die ersten Routen eröffnet werden sollen, wurde bereits angekündigt, Flugtaxidienste in Singapur und Paris anbieten zu wollen. Des Weiteren plane man auch Routen in den USA, Asien und Europa, heißt es vom deutschen Scaleup.

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Gate Space, Duschel
© Gate Space - Fabian Duschel, Chief Executive Officer Gate Space.

Es ist keine Woche her, dass das TU-Wien-Spinoff Gate Space eine Finanzierungsrunde in Höhe von 6,3 Mio. Euro verkündete – brutkasten berichtete. Nun übernimmt Fabian Duschel die Rolle des Chief Executive Officer.

Gate Space: ESA als Partner

Seit seiner Gründung im Jahr 2022 verfügt das Unternehmen über 31 Mitarbeiter:innen und eigenen Angaben zufolge über eine Sales Pipeline von rund 200 Millionen Euro. Es hat seinen Hauptsitz bereits vor Jahren nach San Francisco verlegt, arbeitet aber operativ von Schwechat und Wien aus. Zu den Kunden und Partnern zählen unter anderem die Europäische Weltraumorganisation ESA, das österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung sowie mehrere internationale kommerzielle Raumfahrtunternehmen in Europa und Nordamerika.

Während die vergangenen Jahre von Technologieentwicklung und Marktvalidierung geprägt waren, stehen nun industrielle Produktion, operative Effizienz, kommerzielle Skalierung und internationale Expansion im Mittelpunkt, wie man mitteilt.

Fabian Duschel übernimmt

Im Zuge dieser Entwicklung übernimmt Fabian Duschel die Rolle des Chief Executive Officer von Gate Space. Nachdem er Anfang 2026 aus dem Advisory Board in eine operative Rolle wechselte und wesentliche Aufgaben des ausscheidenden Chief Financial Officers Clemens Weisgram übernahm, verantwortet er künftig die operative Führung, Skalierung und industrielle Umsetzung der nächsten Unternehmensphase.

Duschel bringt langjährige Erfahrung beim Aufbau und in der Skalierung profitabler Unternehmen (Solid MFG, Adventure Catering) mit, liest man in der Aussendung. Unter seiner operativen Leitung soll Gate Space den Wandel von einem Raumfahrtunternehmen zu einem international skalierenden Anbieter für Mobilität und Infrastruktur im Weltraum weiter vorantreiben.

„Mit einem außergewöhnlichen Team, patentierter und validierter Technologie sowie einer hochmodernen Entwicklungs-, Test- und Produktionsinfrastruktur haben wir die Grundlagen geschaffen, um die wachsende internationale Nachfrage nach leistungsfähigen Raumfahrtlösungen zu adressieren“, sagt er. „Unsere nächste Aufgabe ist es, diese technologische Basis in industrielle Skalierung, kommerzielles Wachstum und verlässliche Umsetzung für unsere Kunden zu übersetzen.“

Moritz Novak fokussiert auf Strategie und Wachstum

Mitgründer und bisheriger CEO Moritz Novak übernimmt künftig die Rolle des Chief Strategy Officer und zusätzlich den Vorsitz des Board of Directors. In dieser Funktion fokussiert er künftig auf Unternehmensstrategie, langfristige Finanzierung, strategische Partnerschaften, Business Development, Kommerzialisierung sowie internationale Marktpräsenz.

„Wir stehen am Beginn einer neuen Ära der Raumfahrt. Europa baut seine technologischen Fähigkeiten und seine strategische Unabhängigkeit im All massiv aus, und Gate Space ist hervorragend positioniert, um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten“, sagt Novak. „Mit Beteiligungen an wegweisenden Missionen wie Europas erster Satellitenbetankungsmission und Österreichs erstem Militärsatelliten ist unsere Ambition klar: Wir wollen Gate Space zu einem führenden Unternehmen für Mobilität und Infrastruktur im Weltraum aufbauen.“

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