11.09.2025
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

VÖSI präsentiert KI-Landkarte für Österreich

Mit einer neuen KI-Landkarte will der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) zeigen, wo Künstliche Intelligenz in Österreich bereits erfolgreich eingesetzt wird.
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Gestern präsentierte die VÖSI ihre KI-Landkarte. | © Jana Madzigon

„Der Hype um „KI“ ist groß, aber nach der Rosarot-Phase kommen wir in die Niederungen des Alltags, wo viele Unternehmen noch nach Orientierung suchen. Jetzt geht es darum, konkrete Anwendungsfälle sichtbar zu machen. Es ist uns ein großes Anliegen, zu zeigen, wo der Einsatz von KI sinnvoll ist“, sagt VÖSI-Präsidentin Doris Lippert. Anfang des Jahres gründete sie bei der VÖSI die Special Interest Group „Künstliche Intelligenz“. Mit ihr verfolgt der Verband die Vision, Österreich als Vorreiter in der gesamten Wertschöpfungskette für KI zu positionieren.

Um das zu erreichen, veröffentlicht VÖSI nun eine KI-Landkarte für Österreich, die 100 konkrete Use-Cases für den erfolgreichen Einsatz von KI-Technologien sichtbar macht. Die Übersicht soll Orientierung schaffen und das heimische Know-how rund um KI bündeln.

Use-Cases aus verschiedenen Bereichen

Sechs Monate lang hat die Arbeitsgruppe Anwendungsfälle gesammelt, bewertet und ausgewählt. Die KI-Landkarte soll zeigen, „welche großartigen Innovationen mit und durch KI-Technologien bereits in Österreich umgesetzt sind oder gerade umgesetzt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Das Ergebnis: eine breite Palette an Use-Cases aus Industrie, Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Tourismus, Handel, Medien, Energie, öffentlichem Sektor sowie aus Forschung und Innovation. Bei der Auswahl habe VÖSI besonders auf die Vielfalt geachtet – sowohl bei den Branchen und Technologien als auch bei Unternehmensgrößen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion bis zur Kundenkommunikation. Künftig soll sich dadurch eine aktive Community von Expert:innen – die „KI-Players“ – bilden, die voneinander lernen und gemeinsame Standards entwickeln.

Vertrauen in KI „Made in Austria“ stärken

Darüber hinaus verfolgt die Initiative einen klaren Anspruch: den Austausch über Anwendungsmöglichkeiten fördern und das österreichische Know-how sichtbar machen. Mit der Landkarte will der Verband auch Vertrauen in KI „Made in Austria“ stärken.

„Der KI-Nebel ist undurchsichtig und diese Landkarte ist der erste Schritt, diesen Nebel zu lichten. KI ist kein Mysterium, sondern ein vielseitiger Werkzeugkoffer aus Technologien, Algorithmen und leistungsstarker Hardware. Es geht um kluge Softwarelösungen, die uns helfen, das Potenzial unserer Daten zu entfalten und echten Nutzen zu generieren”, sagt Lippert. 

Mit Version 1.0 ist die KI-Landkarte nun auf der VÖSI-Website abrufbar. Sie soll laufend aktualisiert und mit neuen, praxiserprobten Projekten ergänzt werden.

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beel, Tokenize.it-Founder Christoph Jentzsch und Head of Development Lukas Fiedler | Foto:
beel-Founder Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler | Foto: Tokenize.it

Zum Start des Syndikats-Features von beel rund um Gründer Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler, haben bereits drei bekannte Akteure aus der deutschen Startup- und Venture-Capital-Szene eigene Syndikate auf beel eingerichtet. Andy Bruckschlögl ist Unternehmer, Investor und Mitgründer von Bits & Pretzels. Er war zudem Gründer des SEO-Softwareunternehmens Ryte und ist seit vielen Jahren als Business Angel aktiv. Alex von Frankenberg indes ist seit rund zwei Jahrzehnten im Venture-Capital- und Startup-Bereich tätig. Er war langjähriger Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF), der sich auf Frühphasenfinanzierungen von Technologie-Startups konzentriert. Seit 2025 ist er als Venture Partner bei May Ventures tätig.

Und Roland Fassauer ist Unternehmer, Investor und Professor an der CODE University of Applied Sciences in Berlin. Er war unter anderem als Gründer tätig und beteiligt sich als Investor an Startups. Zudem ist er mit der Berliner Startup- und Hochschulszene verbunden. Über ihre Syndikate können weitere Investoren an ausgewählten Startup-Investments dieser drei Angels teilnehmen.

beel: Syndikat-Lead im Zentrum

Zur Erklärung: Im Zentrum jedes Syndikats steht der Syndikat-Lead, der in der Regel ein erfahrener Angel-Investor ist und das Syndikat, also seine Investment-Community, leitet. Der Lead legt die Beitrittsregeln fest und entscheidet, ob sein Syndikat öffentlich für alle zugänglich oder privat geführt wird. In beiden Fällen bestätigt er jeden Investor individuell.

Mit dem Beitritt schließen Investor:innen einen Vertrag mit dem Syndikat-Lead ab, der eine vom Lead festgelegte Carry Fee bei Auszahlungen (Exit oder Dividenden) vorsieht. Auf diese Weise können Angels ihren Dealflow monetarisieren. Im Gegensatz zu klassischen VC-Fonds wird kein Kapital gepoolt. Jeder Investor investiert eigenständig und direkt über virtuelle Anteile in das jeweilige Startup. Dadurch entfallen die Strukturen und Kosten eines klassischen Fonds, heißt es per Aussendung. Der Syndikat-Lead gibt lediglich eine Anlageempfehlung ab. Die Entscheidung über eine Investition und deren Höhe liegt beim jeweiligen Investor oder bei der jeweiligen Investorin.

Ohne Fonds

„Syndikate sind das fehlende Puzzle-Teil der deutschen Startup-Community. Starke, erfahrene Investoren können Carry-Fees durch ihren gut kuratierten Dealflow verdienen, ohne dass sie dafür einen Fonds benötigen. Neue Investoren oder Business Angels müssen sich nicht durch hunderte Pitch-Decks kämpfen, sondern treffen ihre Investmententscheidungen basierend auf gut vorselektierten Startups. Das wird eine Menge Kapital hebeln”, kommentiert Jentzsch. “Mit Andy Bruckschlögl, Alex von Frankenberg und Roland Fassauer haben wir gleichzeitig drei Lead-Investoren an Bord, deren Dealflow und Erfahrung eine Benchmark für die Qualität der Syndikate sein wird.“

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