26.01.2022

Virtuelles Teambuilding: von der Idee zur Umsetzung

Teambuilding-Experte Christoph Scheunemann verrät, wie virtuelles Teambuilding trotz Homeoffice und Social Distancing für mehr Zusammenhalt in der Belegschaft sorgen kann – und stellt praktische Ideen vor, die sich in jedem Team leicht umsetzen lassen.
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Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Wo Kolleginnen und Kollegen einst gesellig zusammensaßen und arbeiteten, herrscht seit Monaten gähnende Leere.

Der heimische Schreibtisch ist für viele zum Dreh- und Angelpunkt des beruflichen Alltags geworden; vernetzt über Tools wie Microsoft Teams & Co. findet die interne Kommunikation nunmehr ausschließlich virtuell statt. Vor der Webcam wird gemeinsam geplant, gearbeitet und rekapituliert. Der digitale Arbeitskosmos wurde damit zu dem Raum für Lob und Kritik, wobei die Entgrenzung des Arbeitsplatzes auch auf emotionaler Seite Distanzen schuf, die sich immer häufiger in Form eines schlechten Betriebsklimas äußern.

Virtuelle Zusammenarbeit: zwischen Chance und Herausforderung

Schon vor der Pandemie war klar: die virtuelle Zusammenarbeit birgt viele Herausforderungen. Die renommierten Sozialwissenschaftler Joseph Grenny und David Maxfield machten bereits 2017 darauf aufmerksam, als sie die Ergebnisse einer großangelegten Umfrage unter Remote Workern veröffentlichten:

Remote Worker: benachteiligt und nicht wahrgenommen

Unter 1.153 befragten Telearbeitenden gab eine Mehrheit von 67 % an, sie würde sich durch die Arbeit im Homeoffice gegenüber den verbleibenden Kollegen vor Ort benachteiligt fühlen. Die Betroffenen kritisierten in diesem Zusammenhang, es werde seitens des Arbeitgebers nicht ausreichend auf sie eingegangen – womöglich aufgrund fehlenden Vertrauens.

Unmut unter Kolleginnen und Kollegen

Ähnlich alarmierend fielen die Antworten auf die Frage aus, ob sie befürchten würden, es werde hinter ihrem Rücken schlecht über sie geredet. Dies bejahten mit 41 % fast die Hälfte der befragten Remote Worker. Auch hier bezogen sich die Antworten auf den verbleibenden Teil der Belegschaft am stationären Arbeitsplatz.

Arbeitsdruck durch Infragestellen von Kompetenzen

35 % der Arbeitnehmer im Homeoffice sahen sich außerdem von anderen Kollegen verdrängt. Diese würden ihre Kompetenzen regelmäßig in Frage stellen und ihnen den Arbeitsplatz dadurch streitig machen. Zum Vergleich: dieselbe Sichtweise teilen nur 26 % der Mitarbeiter vor Ort. Es scheint sich demzufolge auch hier um ein typisches Phänomen der Telearbeit zu handeln.

Mangelnde interne Kommunikation

All die bisher genannten Punkte lassen sich aus Expertensicht auf ein ebenso simples wie schwerwiegendes Kernproblem der (Zusammen-)Arbeit herunterbrechen: eine mangelnde interne Kommunikation. Auch diese These unterstreichen die Untersuchungen von Grenny und Maxfield:

So kritisierten 64 % der Umfrageteilnehmer eine schlechte interne Kommunikation. Teil der Kritik war es unter anderem, Kollegen würden Änderungen an Projekten vornehmen, ohne dies vorher abzusprechen. Dass dies dem Zusammenhalt und der Arbeitsmoral des Einzelnen schadet, erklärt sich von selbst.

Die Umfrageergebnisse mochten schon damals in der Fachwelt kaum jemanden überraschen, unterstrichen sie doch das vermeintlich Offensichtliche nur einmal mehr. Arbeitsmodelle wie Homeoffice & Co. würden den stationären Arbeitsplatz, so der allgemeine Konsens, bis auf Weiteres nicht ablösen.

Doch dann kam Corona und alles sollte anders kommen.

Die Pandemie als Katalysator fürs Remote Working

Mit dem Fortschreiten der Corona-Pandemie spielten plötzlich auch Social Distancing und Kontaktbeschränkungen am Arbeitsplatz eine immer wichtigere Rolle. Wo es ging, schickte man Teams und ganze Abteilungen ins Homeoffice; in Rekordzeit wurden jene technischen Infrastrukturen geschaffen, vor denen man sich zuvor lange gesträubt hatte. Es war – wenn auch unfreiwillig – eine neue Ära der Digitalisierung eingeläutet.

Über staatliche Mittel wie zuletzt die „Überbrückungshilfe III Plus“ wurden Unternehmen in der Krise nicht nur finanziell entlastet, sondern ebenso bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützt. Das war wichtig und richtig – und doch kam ein zentrales Thema dabei häufig zu kurz: virtuelles Teambuilding.

Warum ist virtuelles Teambuilding so wichtig?

Die neuen Arbeitsbedingungen und digitalisierten Prozesse bedeuten für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer eine weitreichende Umstellung. Gerade auf Arbeitnehmer-Seite ergeben sich bisweilen völlig ungeahnte Herausforderungen.

Fehlendes technisches Verständnis mag vielerorts noch immer zu den Hauptproblemen gehören, stellt aber, mittelfristig gesehen, längst nicht die einzige Baustelle für Teams im virtuellen Arbeitskosmos dar.

Dass der Mensch soziale Kontakte braucht, ist kein Geheimnis. Wer über längere Zeit entpersonalisiert und abgekapselt von seinen Kollegen arbeitet, verliert früher oder später an Zusammengehörigkeitsgefühl und Teamgeist. Im Umkehrschluss sinken dann auch Motivation und Arbeitseffizienz – es entsteht ein Teufelskreislauf, der ungehindert ganze Teams entzweien kann.

Erkannt wird eine solche Entwicklung in der Regel erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Allzu oft wird noch davon ausgegangen, die Teamdynamiken des stationären Arbeitsplatzes (z.B. im Büro) würden bei der virtuellen Zusammenarbeit entsprechend adaptiert und bestehen bleiben.

Das ist de facto allerdings nicht der Fall: ein Team im Homeoffice braucht besondere Zuwendung. Wer sich als Teamleiter nicht proaktiv um das Teambuilding kümmert, riskiert ein Auseinanderbrechen.

Auf der anderen Seite darf sich freuen, wer den Nutzen von virtuellem Teambuilding erkannt hat:


⦁ (Virtuelles) Teambuilding fördert kognitive, affektive und prozessbezogene Kompetenzen jedes/jeder Einzelnen
⦁ Teambuilding steigert die Leistungsbereitschaft von Arbeitnehmern
⦁ Kommunikationsblockaden werden effektiv abgebaut
⦁ Mitarbeiterbindung und Identifikation mit dem Arbeitgeber werden gefördert
⦁ Neue Mitarbeiter können integriert werden
⦁ Lösungen für komplexe Probleme können im zwangslosen Rahmen erarbeitet werden

Wie funktioniert virtuelles Teambuilding?

Allgemein gefasst beschreibt Teambuilding die Auswahl und Zusammenbringung verschiedener Personen sowie den Ausbau von Kompetenzen innerhalb einer Gruppe, die zum Erreichen vereinbarter Ziele benötigt werden. Das kann beispielsweise über regelmäßige Übungen, gemeinsame Teamevents und gezielte Führungsstile geschehen.

Wird der Prozess auf Teams übertragen, die von Zuhause aus arbeiten, spricht man von virtuellem Teambuilding. Allerdings ändern sich in diesem Kontext auch die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für teambildende Maßnahmen.

Im konventionellen Teambuilding erprobte Gruppen können sich damit schwertun, ihre bewährten Maßnahmen bei der Online-Zusammenarbeit ebenso erfolgreich umzusetzen. Oftmals fehlt es ihnen an Ideen, wie sie ihre Konzepte an die neuen Gegebenheiten anpassen können. Ein legerer Pausentalk, der Betriebsausflug in die nächstgrößere Stadt oder die gemeinsame Feierabend-Zeremonie lassen sich schließlich nur schwer virtuell umsetzen. Was also tun?

Ideen für virtuelles Teambuilding

Virtuelles Teambuilding ist kein Hexenwerk, so viel sei vorweggenommen. In meinen 15 Jahren als Eventmanager und Teamcoach hat sich vor allem eines herauskristallisiert: der Erfolg teambildender Maßnahmen steckt insbesondere in ihrer Kontinuität.

Egal, wie ausgefallen und groß ein (Firmen-)Event ausfällt – wird nicht mit regelmäßigen Teamaktivitäten daran angeknüpft, ist der positive Effekt für gewöhnlich schnell verhallt. Als wir 2020 erstmals virtuelle Teamevents entwickelten, sind wir beispielsweise mit „Mission to Mars“ gezielt den Weg gegangen und haben Storylines entwickelt, die über mehrere Events hinweg verfolgt werden können.

Klar ist aber auch, dass größere virtuelle Teamevents schon allein aus zeitlichen Gründen nicht im Wochentakt stattfinden können. Die gute Nachricht: schon kleine, aber regelmäßige Übungen helfen dabei, langfristig eine gesunde Unternehmenskultur und ein ausgeprägtes Wir-Gefühl aufzubauen.

Idee 1: Virtuelles Teambuilding in gemeinsamen Pausen

Videokonferenzen sind Dreh- und Angelpunkt der virtuellen Zusammenarbeit. In den online Meetings kommen alle Teammitglieder an einem zentralen Ort zusammen, warum diese Gelegenheit also nicht auch für Teambuilding-Zwecke nutzen?

Während Mitarbeiter am stationären Arbeitsplatz ihre Pausen dazu nutzen können, auch mal über Privates zu reden, fehlt diese Möglichkeit bei virtuellen Zusammenkünften in aller Regel gänzlich.

Es geht natürlich auch anders – wer gemeinsame Pausenzeiten fest bei seinen Video-Meetings einplant, schafft den nötigen Raum für Ausbau zwischenmenschlicher Beziehungen. Sinnvollerweise sollte mindestens alle 2 Stunden eine solche Pause integriert werden.

Idee 2: Wöchentlicher Teamtag

Anknüpfend an die vorangegangene virtuelle Teambuilding-Idee empfiehlt es sich, einen wöchentlichen Teamtag festzulegen. An diesem Tag kann über die jüngsten Geschehnisse im Team reflektiert, diskutiert und rekapituliert werden. Dabei muss selbstredend kein ganzer Arbeitstag eingeplant werden, ein Zeitfenster ab einer Stunde reicht vollkommen aus.

Durch eine offene Kommunikation, vor allem aufseiten des Teamleiters / der Teamleiterin, können aufkommende Konflikte erkannt und im Keim erstickt werden. Zudem ebnet das gemeinsame Meeting den Weg für eine produktive Folgewoche.

Idee 3: Regelmäßige Teambuilding-Spiele

Ob Teamtag oder reguläre Videokonferenz: Teambuilding-Spiele lockern die Atmosphäre auf und sorgen für ein tolles Arbeitsklima. Neben professionellen Teamevents finden sich im Netz inzwischen unzählige Ideen, die sich ohne großen Zeit- und Kostenaufwand realisieren lassen.

Zu beliebten Teambuilding-Formaten zählen etwa Online Escape Games, Remote Quiz oder ausgefallene Aktivitäten wie „Unbekannterweise präsentieren“. Letztlich sollte immer das Team darüber entscheiden, welche Aktivitäten durchgeführt werden.

Virtuelles Teambuilding: Perspektiven bis 2030

Da die Nachfrage an Remote-Workern bis 2030 laut einer aktuellen Gartner-Studie um weitere 30% steigen wird, bleibt virtuelles Teambuilding ein zentraler Begriff innerhalb der modernen Mitarbeiterführung.

Umso wichtiger ist es, schon jetzt an einem Bewusstsein für das Thema zu arbeiten und die Hürden zu überwinden, vor die uns die jüngsten Entwicklungen gestellt haben. Auf einem digitalisierten Arbeitsmarkt kann das schnell zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden, über den sich Unternehmen selbst in Zeiten chronischen Fachkräftemangels behaupten können.


Über den Autor: Christoph Scheunemann

Christoph Scheunemann ist Inhaber der Eventagentur younited® und organisiert seit über 15 Jahren Teamevents für Unternehmen aus ganz Deutschland. Regelmäßig berichtet er in seinen Fachbeiträgen zu den Themen Teambuilding, Mitarbeiterführung und Soft Skills.

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Gründer und CEO von Silverstar Railways: Patrick Kröll | (c) Lea Baumgartner / brutkasten

Langsam nimmt das Büro von Silverstar Railways im vierten Wiener Gemeindebezirk Form an. Einige Arbeitsplätze sind bereits eingerichtet, auch ein Besprechungsraum steht bereit. In den großzügigen Altbauräumen ist außerdem Platz für ein weiteres Vorhaben: einen Lokführersimulator. Denn Gründer Patrick Kröll will künftig nicht nur Züge betreiben, sondern auch selbst Lokführer:innen ausbilden.

Seine Begeisterung für die Eisenbahn reicht bis in die Kindheit zurück. Gemeinsam mit seinem Großvater verbrachte er Stunden am Bahnhof und beobachtete die ein- und ausfahrenden Züge. Dass er einmal ein eigenes Bahnunternehmen führen würde, hätte der heute 33-Jährige weder als Kind noch als Lokführer bei den ÖBB gedacht.

Beruflich führte ihn sein Weg zunächst in die Gastronomie. Nach einer Lehre zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten arbeitete er auf Saison und leistete anschließend Zivildienst bei der Rettung. Zum Lokführer wurde er schließlich eher zufällig: Kröll bewarb sich gleichzeitig bei der Berufsrettung, der Polizei und den ÖBB. Letztere meldeten sich zuerst.

Eine Marktlücke auf Schiene

Bei den ÖBB arbeitete Kröll zunächst als Lokführer, später in der Disposition und Ausbildung. Während der Coronapandemie wechselte er zum privaten Bahnbetreiber RegioJet und half als Operations Manager, dessen österreichischen Betrieb aufzubauen. Durch seine Erfahrungen hatte Kröll eine Marktlücke erkannt: Vielen Bahnbetreibern fehlt es an qualifiziertem Personal und Unterstützung bei der Organisation ihrer Verkehre. Im August 2024 gründete er deshalb Silverstar Railways.

Das Wiener Unternehmen beschäftigt Lokführer:innen, die für andere Eisenbahnunternehmen Züge fahren. Hinzu kommen Dienstleistungen wie Disposition und die Planung von Verkehrskonzepten. Besonders im Güterverkehr, wo kurzfristige Änderungen und lange Verspätungen den Alltag prägen, sei Flexibilität gefragt. Im Frühjahr 2026 nahm Silverstar außerdem zwei geleaste Lokomotiven in seinen Fuhrpark auf. Kund:innen können damit sowohl Personal als auch Lokomotiven buchen.

Ohne Investoren zur eigenen Bahn

Kröll verfolgt dabei einen schrittweisen Ansatz. Ein Eisenbahnunternehmen zu gründen, sei mit hohen Kosten verbunden, lange bevor überhaupt der erste Zug fahren könne. Deshalb baute er zunächst das Dienstleistungsgeschäft auf und arbeitete parallel an den erforderlichen Genehmigungen. „Wir haben im B2B-Bereich zuerst Geld verdient, bevor wir es investiert haben“, erklärt er.

Nach eigenen Angaben war Silverstar bereits im ersten Geschäftsjahr profitabel. Für 2026 erwartet Kröll aufgrund größerer Investitionen allerdings ein negatives Jahresergebnis. Das operative Geschäft sei weiterhin positiv. Bislang finanziert sich Silverstar ohne externe Investoren. Dass das so lange möglich sein würde, habe ihn selbst überrascht. „Ich habe mir gedacht, dass wir früher an Investoren denken müssen.“

Seit September verfügt Silverstar über die Voraussetzungen für einen eigenständigen Bahnbetrieb in Österreich. Den ersten Zug auf eigener Lizenz führte das Unternehmen bereits ein Monat später durch. Für den Wiener Sonderzuganbieter B&B Blue Train übernahm Silverstar die Beförderung eines Charterzugs mit einer Reisegruppe von Wien bis zum Grenzbahnhof Spielfeld.

Am 23. Oktober 2026 fuhr Silverstar Railways erstmals unter eigener Lizenz von Wien nach Spielfeld. | (c) Silverstar Railways

Ein Zug, der bewusst langsamer fährt

Ab Mai 2027 soll mit dem STAR-Blue Train das nächste Geschäftsfeld folgen: ein touristischer Reisezug zwischen Wien und dem Salzkammergut. Von Mai bis September sind zunächst dienstags und donnerstags jeweils eine Hin- und Rückfahrt geplant. „Wir sehen uns nicht als Wettbewerb zur ÖBB oder zur Westbahn“, betont Kröll. Während die großen Anbieter auf schnelle Verbindungen setzen, will Silverstar das Reisen selbst wieder zum Erlebnis machen.

Der STAR-Blue Train soll deshalb bewusst rund eine Stunde länger unterwegs sein als bestehende Verbindungen. Geplant sind ältere, komfortable Personenwagen, Service am Platz und frisch zubereitete Mahlzeiten. Die Wagen und das Servicepersonal stellt B&B Blue Train bereit, Silverstar verantwortet den Bahnbetrieb.

Für die erste Saison kalkuliert Kröll mit rund 10.000 Fahrgästen bei 88 geplanten Zugfahrten und durchschnittlich 200 bis 210 Sitzplätzen. Ob die Rechnung aufgeht, muss sich erst zeigen. Die Ticketpreise seien bereits kalkuliert und sollen sich ungefähr am Niveau der ersten Klasse der ÖBB orientieren. Ende November soll eine eigene Buchungsplattform online gehen.

Zwischen Personalmangel und großen Zukunftsplänen

Eine Herausforderung bleibt der Personalmangel. Kröll schätzt, dass österreichweit 400 bis 500 Lokführer:innen fehlen. Die ÖBB erhöhten 2025 ihre jährlichen Ausbildungskapazitäten von 480 auf 640 Plätze. Hinzu kommt, dass Lokführer:innen auch nachts und am Wochenende gebraucht werden, was die Personalsuche zusätzlich erschwert. Silverstar will deshalb ab 2027 selbst Lokführer:innen ausbilden. Der dafür geplante Simulator soll im neuen Wiener Büro Platz finden.

Auch darüber hinaus hat Kröll große Pläne. Langfristig denkt er über internationale Verbindungen und einen Einstieg in den regionalen Personenverkehr nach. „Wir haben gewisse Pläne in den Schubladen liegen, die wir zur richtigen Zeit einfach rausziehen“, sagt er. Welche davon umsetzbar sind, hängt auch von den regulatorischen Bedingungen in Österreich ab.

Bei allen Zukunftsplänen ist der Gründer seiner ursprünglichen Leidenschaft treu geblieben. Ein- bis zweimal pro Woche sitzt er nach eigenen Angaben weiterhin selbst im Führerstand. „Ich selbst fahr irrsinnig gern“, sagt er.

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