01.08.2025
INSOLVENZ

ViewAR: Wiener Augmented-Reality-Firma meldet Konkurs an

Das Wiener Unternehmen für Augmented-Reality-Lösungen meldet Insolvenz an. Ein Sanierungsverfahren ist nicht geplant.
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easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

ViewAR hat eine vollständige Infrastruktur zum Erstellen, Verwalten, Testen und Veröffentlichen von Augmented-Reality-(AR)-Anwendungen entwickelt. Unternehmen sollen damit ohne umfangreiches Know-how ihre eigenen AR-Lösungen erstellen können.

Brutkasten berichtete zuletzt über das Unternehmen, als es eine Kooperation mit Wien Energie einging. Gemeinsam entwickelten sie ein AR-Konzept für Wartungsarbeiten im Anlagenservice. Eine smarte Brille liefert dabei zusätzliche Informationen – so musste bei bestimmten Fehlern kein Spezialist aus dem Ausland eingeflogen werden. Stattdessen erhielt ein Mitarbeiter vor Ort Anweisungen vom Experten und konnte die Arbeiten selbst durchführen.

Millioneninvestment und Expansionspläne

Für seine AR-Lösung erhielt das Startup 2021 ein Millioneninvestment. Mit dem Kapital der beiden Beteiligungsgesellschaften Lansdowne Investment Company Cyprus und Breeze Invest wollte ViewAR international expandieren und das Team deutlich vergrößern.

Start des Insolvenzverfahrens

Am heutigen Freitag, dem 1. August, hat ViewAR nun ein Konkursverfahren gestartet, wie der KSV1870 meldet. Eine Sanierung ist also laut den Angaben des Kreditschutzverbands nicht geplant. Insgesamt ist das Unternehmen von Geschäftsführer Alexander Loidolt mit 2,58 Millionen Euro Passiva verschuldet. 29 Mitarbeiter:innen sind betroffen.

Bis zum 2. Oktober können Gläubiger ihre Forderungen einbringen. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet vor dem Handelsgericht in Wien am 16. Oktober statt.


brutkasten hat um ein Statement beim Unternehmen angefragt, sobald dieses einlangt, wird es hier ergänzt.

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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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