10.12.2020

ViennaUP’21: Erste Programmpunkte fixiert

Die ViennaUP´21 wird von 27. April bis 12. Mai 2021 in Wien stattfinden und soll zum größten Startup Event Zentraleuropas werden. Die ersten Programmpunkte wurden bekannt gegeben.
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ViennaUP'21
Die ViennaUP'21 soll Wien zwei Wochen lang international als Hotspot für innovative Unternehmen ins Rampenlicht rücken | (c) Wirtschaftsagentur Wien Karin Hackl
kooperation

Aufgrund des Coronavirus musste die ursprünglich für Mai 2020 geplante ViennaUP’20 auf Frühjahr 2021 verschoben worden – der brutkasten berichtete. Das Startup-Event wird nun vom 27. April bis zum 12. Mai 2021 in Wien stattfinden und soll unter dem Namen „ViennaUP’21“ die Stadt zwei Wochen lang international als Hotspot für innovative Unternehmen ins Rampenlicht rücken.

ViennaUP’21 findet auf jeden Fall statt

Die von der Wirtschaftsagentur Wien initiierte ViennaUP´21 wird auf jeden Fall stattfinden, auch unter coronabedingt erschwerten Bedingungen für Veranstaltungen. Möglich macht dies ein Konzept, das unter anderem auf Hybrid-Events setzt (siehe Programmpunkte). Die Planungen werden demnach so aufgesetzt, dass die einzelnen Events sowohl direkt vor Ort stattfinden, als auch im digitalen Raum abgewickelt werden können.

Aktuell haben bereits mehr als 40 lokale und internationale Programm-Partner ihr Mitwirken beim Startup-Event angekündigt. Rund 80 Events sind bereits fixiert, die ein breites Themenspektrum anhand von Lectures, Conferences and Networking Meet-ups, Workshops und Talks abdecken werden. Dazu zählen unter anderem folgende Themenbereiche:

  • HealthTech & Life Sciences
  • Social entrepreneurship
  • Smart Cities & CleanTech
  • Creative Industries
  • Smart Manufacturing
  • FinTech
Wirtschaftsagentur Wien Geschäftsführer Gerhard Hirczi im Gespräch mit Female Founders Co-Founder & CEO Lisa-Marie Fassl | (c) Wirtschaftsagentur Wien Vogelhuber

ViennaUP’21: Die Programm-Highlights

Die ersten Programmpunkte wurden nun auf der Website der ViennaUP’21 bekannt gegeben. Hier ein Überblick über Themen und die Programm-Highlights:

4Gamechangers als Startschuss

Der Startschuss für die ViennaUP’21 fällt mit dem internationalen Digitalfestival 4GAMECHANGERS, das vom 27. bis 30. April in der Marx Halle unter dem Motto „The Power of Cooperation“ als hybrides Event stattfinden wird. Im Rahmen der vier Eventtage 4PIONEERS, 4FUTURE, 4GAMECHANGERS, und 4JOBS werden mehr als 300 nationale und internationale Speaker auf zwei Bühnen ein reichhaltiges Programm bieten. Unter den Speakern befinden sich beispielsweise Hollywood-Schauspieler George Clooney, der renommierte US-amerikanische Professor für Marketing Scott Galloway oder Co-Founder der Digital Asset Trade Association (DATA) Brittany Kaiser.

Internationale Startup-Formate

Zudem haben auch international renommierte Startup-Formate ihre Teilnahme zugesagt. So findet beispielsweise die Wired Pulse – eine der wichtigsten Tech-Konferenzen weltweit – erstmals außerhalb Londons statt. Unter dem Namen „Wired Pulse: Vienna“ werden den Teilnehmern acht hochkarätige Vorträge von internationalen Top-Speakern geboten. Die Wired Pulse Vienna wird am 7. Mai mit mehr als 400 Teilnehmern in der Wiener Hofburg über die Bühne gehen.

Female & Diversity

Ein weiteres Programm-Highlight ist die The global limitless conference, die im Rahmen der ViennaUP’21 von the Female Factor organisiert und am 5. Mai als Online-Event stattfinden wird. Aus über 50 Länder sollen über 50 globale Entscheidungsträgerinnen mit 1000 Female Leaders aus der ganzen Welt zusammengebracht werden. Neben Podiumsdiskussionen wird es zudem Q&A und Feedback-Sessions geben.

HealthTech

Einen weiteren Schwerpunkt der ViennaUP’21 bildet das Thema HealthTech. Dahingehend wird vom 11. bis zum 12 Mai die dHealth Conference im Schloss Schönbrunn als hybrides Event stattfinden. Die Konferenz wird den Teilnehmern unter dem Motto „Health Informatics meets Digital Health“ Einblicke in Innovationen im Gesundheitsbereich liefern. Die dHealth-Konferenzreihe wird seit 2007 veranstaltet und zieht jedes Jahr mehr als 300 Teilnehmer aus unterschiedlichsten Bereichen an.

Smart City, Mobility & Energy

Neben HealthTech wird zudem das Thema Smart City im Rahmen der ViennaUP’21 behandelt. Ein Programmhighlight diesbezüglich bildet der Smart City Summit, der am 4. Mai im Reaktor Wien als hybrides Event stattfinden wird. Der Smart City Summit wird Raumplaner und Urbanisten mit Startups, KMU und Akademikern zusammenbringen, um nachhaltige Lösungen für die Städte des 21. Jahrhunderts zu finden. Der Smart City Summit wird neben hochkarätigen Key Notes und Podiumsdiskussionen, kuratierte Sessions und Co-Creation-Workshops, Matchmaking-Sessions sowie Touren und Spaziergänge durch die Stadt bieten, um aktuelle Entwicklungen in Wien live zu erleben.

Impact & Sustainability

Zudem wird im Rahmen der ViennaUP’21 ein Schwerpunkt auf das Thema „Impact & Sustainability“ gelegt. Ein Programm Highlight bildet diesbezüglich der Social Impact Day, der am 27. April stattfinden wird und vom Social Impact Award organisiert wird. Beim Event Zero Waste Food Startups & Black Food Festival Pop-up Edition am 30. April wird sich hingegen alles rund um das Thema Lebensmittelverschwendung drehen.

Networking Startup/Corporates

Volle drei Tage Programm werden die B2B SoftWareDays’21 bieten, die vom 10. Mai bis zum 12. Mai als Online-Event stattfinden werden. Zielgruppe sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die auf der Suche nach Technologie-, Forschungs- und Geschäftskooperationen sind. Neben Keynotes, Pitching Sessions und Workshops sollen sich die Teilnehmer gezielt über B2B-Meetings mit IKT-Expertinnen und -Experten aus dem In- und Ausland vernetzen. Die mittlerweile sechste Ausgabe der B2B Software Days wird von der FFG, der WKO/Advantage Austria, der Wirtschaftsagentur Wien in Zusammenarbeit mit dem Enterprise Europe Network, Eureka, und der Initiative go-international organisiert.

Kreativwirtschaft

Die Creative Days Vienna bringen hingegen im Rahmen der ViennaUP’21 internationale Kreative für zwei Tage (5./6. Mai) in Wien zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Auswirkungen technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Kreativwirtschaft. Die Themenbereiche umfassen Architektur, Design, Film, Gaming, Mode, Musik und bildende Kunst.

Investoren und Kapital

Im Rahmen der ViennaUP’21 wird zudem auch ein Fokus auf Investoren gelegt. Ein Programmhighlight diesbezüglich bildet der Investors Summit, der am 5. Mai 2021 als hybrides Event von der Austrian Angels Investors Association (aaia) veranstaltet wird. Der Summit wird internationale Investoren mit aufstrebenden Startups zusammenbringen.

Weitere Programmpunkte rund um das Thema Kapital bilden die 3VC Office Hours am 27. April, das AVCO Investor’s Breakfast, das am 5. Mai stattfinden wird, und das International Investors Dinner hosted by GIN & AWO sowie der GIN Co-Investment Pitch am 3. Mai.

Zudem wird am 4. Mai die 0100 Conferences Vienna als hybrides Event über die Bühne gehen, die den Teilnehmern Einblicke in aktuelle Private Equity und Venture Capital Trends liefern wird.

48 Stunden Hackathon

Mit den InnoDays Vienna wird zudem ein Hackathon stattfinden, bei dem die Teilnehmer ihre Ideen innerhalb von 48 Stunden in einen Prototyp umwandeln.

Up to date bleiben

Regelmäßige Updates zu den Programmpunkten sowie mögliche coronabedingte Auflagen werden auf viennaup.com bekannt gegeben.


Videoarchiv: Erste Präsentation Mitte September

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Mitarbeiterbeteiligung - Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu
Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu

Transkribus ist eine KI-Plattform, die historische Handschriften automatisch erkennt. Entstanden ist sie an der Universität Innsbruck, heute ist sie als Europäische Genossenschaft organisiert und wird weltweit von Archiven und Forschenden genutzt. Ein Paradebeispiel für ein akademisches Spinoff, nur eben keines aus der Technik, sondern aus den Geisteswissenschaften. Genau solche Gründungen will ein neuer Ausgründungsrahmen künftig systematisch ermöglichen.

„SHAPE Austria“ wurde im Rahmen der ECN-Konferenz von Werner Wutscher (New Venture Scouting) und Sektionschef Elmar Pichl vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy. Der Bericht ergänzt den Ausgründungsrahmen von 2024, der den Hochschulen erstmals einheitliche Standards für Spinoffs vorgab. „Da war der klare Fokus auf skalierbare, technologieorientierte Startups. Die Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Künste sind zu kurz gekommen“, sagt Wutscher. Das Ministerium habe den Rahmen komplettieren wollen.

27 Institutionen in der Arbeitsgruppe

Erarbeitet wurde der Bericht von November 2025 bis Juni 2026 mit einer Arbeitsgruppe aus 27 Institutionen, darunter 16 Hochschulen von der Universität Wien über das Mozarteum bis zur Kunstuniversität Linz. Dazu kamen Interviews mit 16 Einrichtungen, die bereits weiter sind, etwa dem britischen ARC Accelerator, der Erasmus University Rotterdam oder der Universität Köln.

Das Ergebnis sind elf Empfehlungen, sechs an die Leitungsebene der Hochschulen, fünf an Transferstellen und Career Center. „Um auch strategische Themen zu diskutieren, braucht man unbedingt auch die Leitungsebene, also die Rektorate für diese Diskussionen“, so Wutscher.

Andere Sprache, andere Strukturen

Der zentrale Befund: Gründungen aus diesen Disziplinen folgen einer anderen Logik. Sie entstehen selten aus einer Marktchance, sondern aus einem gesellschaftlichen Problem. Im Bericht ist von „Reluctant Founders“ die Rede, Menschen, die nicht primär ein Unternehmen aufbauen, sondern etwas verändern wollen. „Du musst sehr stark über die Wirkung reden, über den Impact reden, um die dann gut abzuholen“, sagt Wutscher. Empfohlen wird ein „Prinzip der Zweisprachigkeit“: nach innen Wirkungssprache, nach außen klassische Startup-Begriffe, damit Finanzierung und Netzwerke nicht verschlossen bleiben. Statt von Kund:innen spricht man dann von Audiences.

Strukturell sind SHAPE-Gründungen meist günstiger und schneller als Tech-Spinoffs: kein Labor, kein Patentierungsprozess, kürzere Validierungszyklen. Dafür braucht es niederschwellige, mehrstufige Begleitung und offene Rechtsformen. Statt der GmbH kann auch ein Verein, eine Genossenschaft oder ein Hybridmodell passen. „Wenn du einen Verein gründest, um Gesundheitspolitik zu promoten, brauchst du kein Labor“, so Wutscher.

Soft IP statt Patente

Ein eigener Schwerpunkt gilt dem geistigen Eigentum. Wo keine Patente entstehen, sondern Urheberrecht, Software, Daten oder Know-how, greifen die üblichen IP-Richtlinien nicht. Der Bericht empfiehlt getrennte Regeln für Hard und Soft IP mit deutlich günstigeren Konditionen und nennt als Benchmark die University of Bristol: 20 Prozent Beteiligung bei patentbasierten Spinoffs, fünf Prozent bei „IP light“, null Prozent ohne verwertbares IP. Leitprinzip: so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig, inklusive Creative-Commons- und Open-Source-Lizenzen.

Weil die Wirkung im Vordergrund steht, sollen Hochschulen auch nicht auf Lizenzeinnahmen hoffen, sondern Impact messen. Anlage 1 des Berichts liefert dafür beispielhafte Indikatoren, von erreichten Nutzer:innen bis zu Impact Case Studies.

Netzwerk und gemeinsames Programm

Weil die Pipelines einzelner Hochschulen klein sind, empfiehlt der Bericht ein österreichweites SHAPE-Netzwerk nach dem Vorbild des britischen Aspect Network und ein gemeinsames Frühphasenprogramm, angedockt an bestehende Strukturen wie AplusB, ECN oder die Ludwig Boltzmann Gesellschaft. New Venture Scouting koordiniert dafür ein Jahr lang Quartalstreffen der Arbeitsgruppe. Dazu kommt die Forderung, Transfer und Gründung in Berufungen und Evaluierungen anzuerkennen, im Sinne der CoARA-Initiative, die von rein publikationsbasierten Metriken abrücken will.

Die Beispiele in Anlage 2 reichen von ArtWave, einem Startup zweier Opernsängerinnen für Stressreduktion und Burnout-Prävention, über die Praxissoftware freudio für Psychotherapeut:innen bis zur Kärntner Freiwilligenplattform inmojo. „Wir haben noch sehr wenige. Deswegen haben wir den Ausgründungsrahmen um Success Stories ergänzt, damit sich die Leute das vorstellen können“, sagt Wutscher.

„Da wären wir mit vorne dabei“

Für Wutscher ist der Zeitpunkt entscheidend: Die großen Fragen rund um KI, Ethik oder Medizin bräuchten interdisziplinäre Teams. Und beim SHAPE-Thema stehe ganz Europa noch am Anfang. „Deswegen wäre das jetzt so spannend, wenn wir das jetzt starten könnten. Da wären wir mit vorne dabei.“

Bleibt der Haken: das neue Universitätsbudget. Wutscher, der auch Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Klagenfurt ist, nennt die Kürzungen einen „massiven Dämpfer“. Die große Herausforderung sei, „dass diese Einsparungen nicht dazu führen, dass Innovation und das Neue gedrosselt werden“. Gerade bei Entrepreneurship-Aktivitäten sei die Entwicklung zuletzt nach oben gegangen: Österreichweit gebe es mittlerweile 31 Forschungs-Spinoffs, 2024 waren es noch 25.

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ViennaUP’21: Erste Programmpunkte fixiert

  • Aufgrund des Coronavirus musste die ursprünglich für Mai 2020 geplante ViennaUP’20 auf Frühjahr 2021 verschoben worden – der brutkasten berichtete.
  • Das Startup-Event wird nun vom 27. April bis zum 12. Mai 2021 in Wien stattfinden und soll laut den Organisatoren unter dem Namen „ViennaUP’21“ die Stadt zwei Wochen lang international als Hotspot für „innovative Unternehmen“ ins Rampenlicht rücken.
  • Die ViennUP’21 wird laut der Wirtschaftsagentur Wien auch im Falle eines Lockdowns stattfinden.
  • 4 Game Changers Festival „4 Game Changers“ | 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr |
  • 0100 Conferences Vienna | 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
  • The global limitless conference by the female factor | 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr | (Online)

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