28.04.2022

ViennaUP’22: Diese Events zu“Female Entrepreneurship“ solltet ihr nicht verpassen

Die ViennaUP'22 wird vom 27. Mai bis zum 03. Juni 2022 über die Bühne gehen und legt dieses Jahr unter anderem wieder einen Fokus auf "Female Entrepreneurship". Wir liefern für euch einen Überblick über die wichtigsten Events, die weiblich geführte Startups und Top-Speakerinnen vor den Vorhang holen.
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In einem jüngst von startupheatmap.eu veröffentlichten Ranking hat Wien in Sachen „Events & Female Entrepreneurship“ die Nase vorn: Von allen untersuchten europäischen Städten gibt es in der Donaumetropole den höchsten Anteil an frauenspezifischen Startup-Events. Einen neuerlichen Boost in diesem Bereich erhält der Startup-Standort Wien durch die ViennaUP’22, die dieses Jahr wieder weiblich geführte Startups und Unternehmen verstärkt vor den Vorhang holt und einem internationalen Publikum präsentiert.

„Wir legen bei der heurigen Ausgabe der ViennaUP den Fokus stark auf weibliche Startups und Unternehmerinnen. Wir können auf Frauen und ihre Sichtweise nicht verzichten. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen als Unternehmerinnen die Wirtschaft mitgestalten. Und es ist auch richtig: Diverse Unternehmen sind nachhaltiger und wirtschaftlich erfolgreicher aufgestellt“, so Gabriele Tatzberger, Leiterin Startup Services der Wirtschaftsagentur Wien.

Female Entrepreneurship bei der ViennaUP’22

Das Thema „Female Entrepreneurship“ ist für die Wirtschaftsagentur Wien als Initiatorin der ViennaUP allerdings kein Trendthema. So fanden bereits im vergangen Jahr unter der Dachmarke ViennaUP’21 zahlreiche Events statt, die sich mit dem Thema „Female Entrepreneurship“ beschäftigten. Ein Höhepunkt des Festivals war beispielsweise „the global limitless conference“, die von „the female factor“ veranstaltet wurde und über 1500 Teilnehmer:innen zählte. Der Schwerpunkt wird auch dieses Jahr wieder seine Fortsetzung in zahlreichen Veranstaltungen finden.

Lead Today. Shape Tomorrow | 01.06-02.06. hybrid

So wird beispielsweise vom 1. Juni bis 2. Juni Lead Today. Shape Tomorrow (LTST2022) als hybrides Event über die Bühne gehen, das von Female Founders organisiert wird. LTST2022 ist Europas führende Veranstaltung für weibliches Unternehmertum. Insgesamt werden mehr als 2.500 Teilnehmer:innen erwartet. An insgesamt zwei Eventtagen bietet die Konferenz inspirierende Speaker:innen aus der Startup- und Technologiebranche, anregende Podiumsdiskussionen und Kamingespräche. Zudem wird es einen eigenen Wettbewerb für von Frauen geführten Startups geben, die um ein Investment pitchen können. Zudem stehen auch interaktive Breakout-Sessions am Programm, um sich mit Investor:innen und Unternehmen zu vernetzen.

Zum Event werden zahlreiche führende Top-Gründer:innen der europäischen Tech-Szene erwartet. So wird unter anderem Lubomila Jordanova von Plan A im Rahmen des Events sprechen. Mit ihrem Berliner CO2-Reduktionsstartup expandiert Jordanova aktuell europaweit und hat zudem im Herbst 2021 zehn Millionen Dollar Investment erhalten. Weites mit an Bord ist auch die international bekannte Seriengründerin Kimberly Ofori, die aktuell die Strategic Innovation Agency OFori & Co führt. Zudem hat Ofori, auch Apreneur gegründet, eine Social-Networking-Plattform für Unternehmer:innen in Afrika. Auch VCs, wie Speedinvest, sind bei LTST2022 vertreten. So wird unter anderem Deepali Nangia, Venture Partner bei Speedinvest, wertvolle Inputs liefern. Die UK-Investorin verstärkt seit Anfang 2021 Speedinvest und setzt sich seitdem beim VC für mehr Deals mit Female Entrepreneurship ein.

Leadership Fair | 31.05. digital

Ein weiteres Event im Rahmen der ViennaUP’22, dass sich speziell dem Thema „Leadership & Frauen“ widmet, ist die leadership fair. Sie findet am 31. Mai im digitalen Raum statt und wird von the female factor organisiert. Im Rahmen der digitalen Karrieremesse stehen Leadership-Skills im Zentrum. Zudem wird der Frage nachgegangen, wie Leadership in Startups, Unternehmen und Organisation gelebt werden kann. Insgesamt werden mehr als 250 weibliche Führungskräfte ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Besucher:innen teilen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, sich nicht nur mit inspirierende Führungskräften und über 50 Unternehmen zu vernetzen. Zudem wird das sogenannten „Solution Labs“ geben. Dabei werden gemeinsam Leadership-Lösungen in kleinen Gruppe von maximal zehn Frauen erarbeitet.

Collaboration > Competition | 31.05. hybrid

Gemeinsam mit mehreren internationalen Partner:innen veranstaltet WoMentor am 31. Mai ein Hybrid-Event zum Thema Collaboration. WoMentor ist ein Business-Netzwerk, das von Désirée Jonek gegründet wurde und ein Mentoringprogramm und Coaching speziell für Frauen anbietet. Im Zentrum stehen die Themen Selbstvertrauen und Persönlichkeitsentwicklung.

Im Zuge des Events im Rahmen der ViennaUP’22 soll laut den Organisatorinnen der Frage nachgegangen werden, wie mit Hilfe von Collaboration individuelle Stärken gefördert und Schwächen gemeinsam überwunden werden können. Im Zentrum stehen dabei die Themen internationales Community-Building, Kreislaufwirtschaft und New Work. Inputs werden dabei im Rahmen von Keynotes, Workshops, Podiumsdiskussionen & Pitch Sessions vermittelt. Das Event wird zudem von tech2impact rund um Sasha Lipman unterstützt. Bei tech2impact handelt es sich um ein neues Mentoring-Programm für Impact Tech-Startups, das 2020 in Wien gestartet ist und international Gründer:innen unterstützt.

Find Your Female Cofounder | 30.05. onsite

Gründer:innen, die auf der Suche nach einer weiblichen Co-Founderin sind, sollten sich das Format Find Your Female Cofounder nicht entgehen lassen. Das kostenlose Event findet am 30. Mai statt und wird im Rahmen der ViennaUP’22 von WeDO5 organsiert. Die Teilnehmer:innen erhalten im Rahmen des Events die Möglichkeit innerhalb von drei Minuten ihre Geschäftsidee zu pitchen und so neue Teammitglieder zu finden. Vor dem Pitching-Event bietet WeDO5 zudem ein eigenes Pitch-Training an, um sich professionell auf den Pitch vorzubereiten.

Wie die Wirtschaftsagentur Wien neben der ViennaUP noch unterstützt

Neben der ViennaUP’22 bietet die Wirtschaftsagentur Wien auch unter dem Jahr zahlreiche Förderprogramme und Beratungsleistungen speziell für Unternehmerinnen und Gründerinnen an. Geförderte Projekte, die von einer Frau geleitet werden, erhalten beispielsweise zusätzliche Mittel. Eigene Workshops mit dem Ziel, bei Mädchen die Begeisterung an Wissenschaft und Forschung auszulösen, tragen zudem bereits früh zur Sensibilisierung für Berufsbilder abseits von Rollenklischees bei.

*Disclaimer: brutkaten ist Medienpartner der VienaUP’22 und wird in regelmäßigen Abständen vor und nach der Konferenz über das Programm und deren Inhalte berichten.


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A1 Group CEO Alejandro Plater und A1 Group CTO Alexander Kuchar | (c) A1 Group
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„Als sich das Internet durchgesetzt hat, gab es ‚Greenfield-Unternehmen‘ wie Google, die keine Legacy hatten und etablierte Unternehmen wie Microsoft, die sich transformieren mussten. Jetzt sind wir in der gleichen Situation. Während OpenAI, Anthropic und Co. etwas komplett Neues aufbauen, müssen die bestehenden Player, wie etwa auch wir, die Transformation schaffen“, sagt Alejandro Plater, CEO der A1 Group, am Rande des A1 ICT Summit. Und er fügt an: „Microsoft ist diese Transformation damals sehr gut gelungen. Wir wollen wie Microsoft sein.“

ICT als entscheidender Wachstumsmarkt

Mehr noch als um die Herausforderungen, die KI innerhalb des Konzerns mit sich bringt, geht es für die Gruppe dabei darum, dem Markt zu liefern, was gebraucht wird. Das große Schlagwort lautet ICT mit umfassenden Cloud- und KI-basierten Angeboten für Unternehmen. Von 2021 auf 2025 wuchs der Gruppenumsatz in dem Bereich von 285 auf 573 Millionen Euro – eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 19 Prozent. Was das mit dem KI-Boom zu tun hat, bringt Plater auf den Punkt: „Wir sind groß und haben die Möglichkeiten, schnell auf alle Entwicklungen zu reagieren. Viele Unternehmen sind klein und haben diese Möglichkeiten nicht. Das ist eine große Chance für uns.“

„Souveränität heißt für uns in erster Linie: Du hast die Wahl.“

Eine Rolle spielt dabei natürlich auch das aktuell große Thema Digitale Souveränität. „Souveränität heißt für uns in erster Linie: Du hast die Wahl. Es gibt mehrere Alternativen und du kannst entscheiden“, erklärt Alexander Kuchar, CTO der A1 Group. Das trifft vor allem auf den Cloud-Bereich zu, wo man mit der Tochter Exoscale ein eigenes Angebot mit Data-Centern an zahlreichen europäischen Standorten hat, gleichzeitig aber auch Angebote der US-Hyperscaler vertreibt. „Es kommt hier immer auf die konkreten Kundenbedürfnisse an, welche Variante die sinnvollste ist“, sagt der CTO.

In Sachen KI setzt A1 dagegen primär auf Open-Source-Modelle, also einen genuin souveränen Ansatz. Dass diese technologisch nicht mit den Frontier-LLMs der US-Giganten mithalten können, sieht Kuchar wenig problematisch. Die Entwicklung verlaufe verschoben, aber parallel. „Was die Frontier-Modelle heute können, werden die Open-Source-Modelle in kurzer Zeit können“, so der CTO. Entscheidend seien die tatsächlichen Bedürfnisse der Unternehmenskunden – und hier spiele etwa auch die Abwägung zwischen Performance und Kosten eine große Rolle. Die Wahl falle daher oft bewusst auf schwächere Modelle, die den spezifischen Zweck aber – günstiger – erfüllen.

Strategie: Leute vor Ort

CEO Plater sieht das Thema aus der Vogelperspektive: „Es geht nicht primär um die Technologie. Es geht um das Leadership in den Unternehmen.“ Entscheidend sei, wie die Technologie operativ ankomme und es gelinge, die ganze Organisation mitzunehmen. A1 setzt dabei auf Präsenz in seinen Märkten. „Es ist überraschend, wie unterschiedlich unsere Märkte sind. Wenn ein US-Player kommt, und den Unternehmen erklären will, wie sie ihr Business zu führen haben, wird das nicht funktionieren“, sagt Alexander Kuchar. Und Plater ergänzt: „Das ist unsere Strategie: Wir haben Leute vor Ort, die die Sprache sprechen. Wir haben Callcenter und Techniker, die zu einem kommen. Bei den Hyperscalern erreichst du niemanden.“

Dass die besagten Callcenter schon in absehbarer Zeit nicht mehr mit Menschen, sondern mit KI-Agenten besetzt sein werden, ist für den CEO gleichzeitig eine Selbstverständlichkeit: „Die KI passt sich sogar an den spezifischen Dialekt der Anrufenden an. Menschen können es damit nicht aufnehmen“, meint er. Und ob aber Kund:innen nicht dennoch mit echten Menschen sprechen wollen? „Man wird nicht erkennen, dass es eine KI ist“, so Plater, „bloß, wenn die Regulatorik vorschreibt, das schon bei Gesprächsbeginn kenntlich zu machen.“

Generell sei die Regulatorik auch etwas, das ihn beschäftige, sagt der CEO, konkret die Unterschiede zwischen den Ländern bzw. den Großregionen: „So viel ist klar: Die weniger regulierten bewegen sich schneller – im Positiven wie im Negativen – und die stärker regulierten bewegen sich langsamer – im Positiven wie im Negativen.“

„Je weniger Systeme, Tools und Prozesse man hat, desto einfacher ist es zu kontrollieren.“

Ein großes damit verbundenes Thema ist die Sicherheit. „Wir arbeiten mit mehreren Strategien daran, die Cyber-Security stetig zu verbessern“, sagt dazu Plater. Erstens versuche man etwa, wo es gehe, zu vereinfachen. „Je weniger Systeme, Tools und Prozesse man hat und je simpler alles ist, desto einfacher ist es zu kontrollieren.“ Zweitens habe man eigene Teams, die ständig die neuesten Entwicklungen im Auge behielten und solche, die konstant Angriffe auf das eigene System simulieren, um Lücken zu finden. Auch hier sieht der CEO eine große Chance für die A1 Group, die CTO Kuchar benennt: „Wir bieten hier maßgeschneiderte Lösungen für KMU.“

Und wie sieht es mit den zuletzt vielfach kolportierten globalen Bedrohungsszenarien durch KI aus, die bis zur befürchteten Auslöschung der Menschheit gehen? „Ich bin nicht sehr fatalistisch bei dem Thema“, sagt Plater. Man müsse solche Szenarien schon in Perspektive setzen. „Was sind die tatsächlichen Möglichkeiten, die so drastisch sein könnten? Das ist für mich eher Science Fiction. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich.“

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