Vienna Textile Lab: Dritter Platz bei globaler Green Business Competition
ClimateLaunchpad ist der weltweit größte Wettbewerb für grüne Business-Ideen. Beim diesjährigen Event kam das Wiener Startup Vienna Textile Lab auf den dritten Platz.
Mehr als 100 Startups und Startups-in-spe kamen nach Limassol, Zypern, um beim globalen Finale von ClimateLaunchpad, dem weltweit größten Wettbewerb für grüne Geschäftsideen, teilzunehmen. Neben Teams aus ganz Europa gab es Teilnehmer aus Indien, Australien, Aserbaidschan und Kenia. Das kenianische Team holte sich mit einem selbst entwickelten, umweltfreundlichen Treibstoff auch den Sieg. Der zweite Platz ging an MeduSoil aus der Schweiz, das einen Zement auf Basis von Bakterien entwickelt hat.
Auch Hempstatic und Sud&Satz für Österreich dabei
Das [sic!] – students’ innovation centre hat die österreichischen Vorauswahlen organisiert und dabei zwölf Startup-Teams einige Wochen lang begleitet und unterstützt. Beim Österreich-Finale im Impact Hub im Juni hatten Hempstatic, Sud&Satz und Vienna Textile Lab gewonnen und damit die Chance erlangt, beim globalen Finale teilzunehmen. Dort hat Vienna Textile Lab nicht nur den 3. Platz belegt, sondern wurde von den mehr als 500 Gästen im Publikum zum beliebtesten Finalisten gewählt. Das Wiener Startup stellt Textilfarben aus Bakterien her. Der Preis beinhaltet Cash und die Aufnahme zum Climate-KIC Accelerator. Hempstatic und Sud&Satz waren im Bereich “Urban Transitions” nominiert.
Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag
Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag
Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten
Er ist seit vielen Jahren einer der obersten Punkte auf der politischen Wunschliste der heimischen Startup-Szene: der Beteiligungsfreibetrag. Das Prinzip ist schnell erklärt: Man kann mit ihm Startup-Investments bis zu einem gewissen jährlichen Betrag von der Steuer absetzen. Das soll einen starken Anreiz schaffen, Risikokapital anderen Veranlagungsformen vorzuziehen und somit mehr privates Kapital für Startups mobilisieren.
Die genaue Ausgestaltung wäre bei einer möglichen Umsetzung Gegenstand politischer Verhandlungen. Die Forderungen aus dem Ökosystem gehen bis zu einem Betrag von 500.000 Euro pro Jahr, wie etwa in der „Vision 2030“ von invest.austria, AustrianStartups, Junge Wirtschaft und StartupNOW aus dem Jahr 2024. Großes internationales Vorbild ist das Vereinigte Königreich, das unter anderem dank eines solchen Modells konstant die mit Abstand höchsten Startup-Investment-Volumina Europas vorweist.
Bei der SPÖ nicht durchzubringen
Doch im Gegensatz zur anderen großen Forderung des heimischen Startup-Ökosystems, dem Dachfonds, der mittlerweile im Entstehen ist, schaffte es der Beteiligungsfreibetrag 2025 nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm. Hinter vorgehaltener Hand wird der Grund dafür in ÖVP-Kreisen klar benannt: Der Vorschlag sei beim Koalitionspartner SPÖ nicht durchzubringen. Im Frühling 2024, also noch in der Opposition, äußerte sich SPÖ-Chef Andreas Babler, konkret auf das Thema angesprochen, gegenüber brutkasten knapp, aber deutlich: „Steuerbegünstigungen für private Investoren, die in der Regel zu den Top 1 Prozent der Einkommens- und Vermögensverteilung zählen, sind keine Priorität der SPÖ.“
Für Zehetner „nächster logischer Schritt“
On the record ging man dem Thema in der ÖVP seit der Regierungsbildung 2025 dagegen mit Verweis auf die Koalitionsvereinbarung lieber aus dem Weg. Bis jetzt. Denn Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner forderte den Beteiligungsfreibetrag nun via LinkedIn-Posting offen ein. Nach dem Dachfonds wäre dieser, „der nächste logische Schritt“, schreibt sie und führt eine EcoAustria-Studie und internationale Vorbilder ins Treffen.
Unverhoffte Schützenhilfe in der Diskussion
Doch woher kommt der plötzliche Mut zur offenen Forderung entgegen dem koalitionären Konsens? Zehetner bekam Anfang dieser Woche eine Steilvorlage aus Deutschland, über die auch brutkasten berichtete. Dort war es nicht etwa CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, sondern mit Lars Klingbeil der amtierende SPD-Chef, Vizekanzler und Finanzminister, der Steuererleichterungen für Startup-Beteiligungen aufs Tapet brachte.
„Deutschland will mehr privates Kapital für Startups mobilisieren. Österreich sollte das auch tun“, schreibt Zehetner und verweist direkt auf die Ankündigung des SPD-Chefs. Das argumentative Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Gegen den Vorstoß des deutschen Parteigenossen, dessen Schützenhilfe für Zehetner wohl unverhofft kam, lässt sich in der österreichischen Sozialdemokratie deutlich schwerer argumentieren, als gegen die Dauerforderung aus der liberalen Ecke. Ob dadurch tatsächlich eine offene Diskussion innerhalb der Koalition angestoßen wird, ist freilich zu bezweifeln.
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