28.06.2017

Video-Trend jetzt auch bei Dating Apps

Video wird ein immer beliebteres Format. Nach Social Media Plattformen verwenden nun auch Dating-Apps immer häufiger Bewegtbild.
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(c) Fotolia

Dating-Apps sind auf ihre eigene Art und Weise eine Form der sozialen Vernetzung – besonders jetzt, da sie neue Features entwickelt haben, wie professionelle Vernetzung und das so genante „friend-finding“.  So macht es nun Sinn, dass sie auch Videos verwenden. Dieses Format wird auf Social Apps wie Facebook, Snapchat und Instagram immer beliebter. Auch „Stories“ sind hoch im Kurs. Durch sie erhält man einen neuen Blickwinkel in das Leben, die Aktivitäten und Interessen von Menschen. Diese Woche zeigen sowohl die Dating App Hinge als auch Zoosk Lively auf jeweils unterschiedliche Art ihre Verwendungsmöglichkeiten von Videos.

Live Chat Videos um sich besser Kennenzulernen

Hinge zum Beispiel ermöglicht es Benutzern, ihr Profil mit Videos zu erweitern. Das Unternehmen sagt, dass Benutzer bis zu 30 Sekunden lange Videos hinzufügen können, allerdings nur Videos. die bereits auf ihrem Telefon vorhanden sind. Hinge glaubt diese Verwendung von Videos ermöglicht es, Mitgliedern besser zeigen zu können, wer sie wirklich sind, indem sie glückliche oder unvergessliche Momente und Aktivitäten aus ihrem Leben teilen. Dies unterstützt Unternehmen bei ihrem Ziel Benutzern zu helfen, echte Beziehungen zu finden anstatt nur zwanglose Begegnungen.

„Auf Hinge ermutigen wir unsere Mitglieder, authentisch zu sein weil wir wissen, dass das zu den besten Verbindungen führt“ erklärt der Gründer von Hinge und CEO Justin Mcleod. “ Unsere Profile machen bereits einen tollen Job, aber Video gibt unseren Mitglieder die Gelegenheit, eine Beziehung zu finden, die alleine über Text und Fotos nicht einfach möglich ist.“

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Mittlerweile hofft auch Zoosk, das neue Produkt „Lively“ auf Video einzuführen, um eine größere Zielgruppe für die App zu entwickeln. Zoosk ermöglicht jetzt einen Live Video Chat. Das Feature soll Benutzern helfen, Verbindungen mit Menschen herzustellen die sich über Dating hinaus erstrecken. In der aktualisierten App können Benutzer ein Thema auswählen und mit anderen darüber chatten. Benützer können sogar am Anfang des Video Chats ihren Bildschirm verschleiern, falls sie sich so wohler fühlen. „Mit Lively geht es darum, Spaß zu haben um Menschen zu helfen, sich nicht nur über Text zu verbinden“ sagt Zoosk SVP von Produkten Behzad Behrouzi. “ Wir hoffen ein gesamtes Erlebnis zu schaffen, in dem Menschen entspannter sein können und sich freuen, neue Leute kennen zu lernen“.

„Stories“ – Das neueste bei Dating Apps

Andere Top Dating-Apps wie Bumble und Tinder haben ähnliche „Friend-Finding“ Optionen eingeführt.  Bumble ermöglicht seinen Benützern „Stories“ wie bei Faebook und Instagram auf ihrem Profil zu teilen. Genauso wie „Stories“ bei anderen sozialen Apps werden diese kurzen Videos nach einem Tag gelöscht. „Es ist ein Weg, um Geschichten erzählen, eine Art sich auszudrücken“, erklärt Bumble Mitbegründer CEO Whitney Wolfe.

Diese neue Dating-Apps wie Lively und Bumble sind aber nicht die Ersten die Videos verwenden. gAuch die langjährige Datingseite Match.com fängt gerade an, sich mit Video zu beschäften. Das Unternehmen hat diese Woche einen Plan für die Verwendung von  „Stories“ angekündigt. Anders als bei Bumbles zehn Sekunden Videos können sich die „Stories“ bei Match.com auf 60 Sekunden erstecken. Sie sollen eine Kombination aus Fotos und Videos sein, ähnlich wie bei Lively. Außerdem kann man dazu einen Inhalt erstellen, um die Bilder zu beschreiben. „Es gibt Menschen Flexibilität“, sagte CEO Mandy Ginsberg in einem Interview mit Mashable. „Jemanden reden hören über ihr Foto ist viel besser als nur das Foto zu sehen. Ein Video zu sehen und die Stimme zu höre, denke ich, ist das beste um deine Anziehungskraft herauszufinden“.

Match wird in den „kommenden Wochen“ siene Stories veröffentlichen, ein Video-Chat ist jedoch nicht auf Match.com’s öffentlichem Plan. Das liegt  wahrscheinlich an Fragen der Sicherheit.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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