21.08.2025
AUTOABOS

vibe: Wiener Scaelup übernimmt MieteDeinAuto aus Graz

Das E-Auto-Abo-Scaleup vibe übernimmt das operative Geschäft von MieteDeinAuto von der Grazer Vogl+Co Gruppe.
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Martin Rada, Managing Director vibe moves you und Oliver Wieser, Vogl+Co-Geschäftsführer | (c) vibe
Martin Rada, Managing Director vibe moves you und Oliver Wieser, Vogl+Co-Geschäftsführer | (c) vibe

Im Februar dieses Jahrs verkündete das Wiener Scaleup vibe moves you die Übernahme des Autoabo-Geschäfts des Welser Startups ocay, wie brutkasten berichtete. Nun folgt die nächste Akquisition. Von einem Startup kann dieses Mal aber nicht die Rede sein. Die Verkäuferin, die Vogl+Co Gruppe aus Graz, feierte schon 2019 ihren 100. Geburtstag. Sie gibt nun das operative Geschäft ihres E-Auto-Abo-Angebots MieteDeinAuto ab. Über den Kaufpreis wurden dabei keine Angaben gemacht.

vibe übernimmt mit MieteDeinAuto mehrere Hundert Abos

Man übernehme damit „mehrere Hundert Abos“, die zu den mehr als 3.500 bestehenden Kund:innen hinzukommen, heißt es von vibe. Weil sich die Autos beim Autoabo-Modell im Besitz des Anbieters befinden, kann bei der Übernahme also von einer durchaus beträchtlichen Summe ausgegangen werden. Die bestehenden Kund:innen von MieteDeinAuto würden nun individuelle Umstiegsangebote erhalten, die laufenden Verträge würden nahtlos weitergeführt. Von ocay aus Wels hatte man im Februar rund 1.000 Kund:innen übernommen.

„Der Markt konsolidiert sich – und vibe ist bereit für den nächsten Wachstumsschritt“

„Mit MieteDeinAuto integrieren wir nun den zweiten regional starken Anbieter innerhalb weniger Monate. Das zeigt: Der Markt konsolidiert sich – und vibe ist bereit für den nächsten Wachstumsschritt“, kommentiert vibe-Geschäftsführer Martin Rada. Erst kürzlich hat das Unternehmen auch seine Expansion nach Deutschland kommuniziert, wie brutkasten berichtete.

Vogl+Co Gruppe wird Partner

Die Vogl+Co Gruppe wird mit der Übernahme auch zum Partner von vibe. „Wir sehen großes Potenzial im Abo-Modell – gerade in Verbindung mit Elektromobilität. Vibe ist dafür der ideale Partner“, kommentiert Vogl+Co-Geschäftsführer Oliver Wieser. „Unser Fokus als 360-Grad-Mobilitätsanbieter liegt neben dem Kerngeschäft künftig auf ganzheitlichen Mobilitätslösungen für Flotten, Gemeinden und Unternehmen.“

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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