02.11.2015

Vertragsabschluss im Internet: 11 Millionen USD für Online-Makler nestpick

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(c) nestpick: Fabian Dudek ist Co-Gründer und CEO.

Die Wohnungsvermittlungs-Plattform nestpick hat einen abenteuerlichen Start hinter sich. Eigentlich startete das Startup als Online-Plattform für Austauschstudenten auf der Suche nach Mietwohnungen für wenige Semester. Doch inzwischen hat sich das Geschäftsmodell verändert: Nun kann jeder Mietwohnungen online suchen und auch online abschließen. Mit elf Millionen Euro im Rucksack, möchte man nach zwischenzeitigen Problemen und dem Abbau von Mitarbeitern voll durchstarten.

In Großstädten wie in Berlin oder in Wien gestaltet sich die Wohnungssuche oft schwierig: Wenig Angebot, überlaufene Besichtigungstermine und die Unsicherheit, ob man die Zusage bekommt, können die Suche erschweren. Genau hier setzt das Startup nestpick an. “Wir sind davon überzeugt, dass es in fünf Jahren ganz normal ist, Wohnungen online zu mieten. Damit kehren Fairness und Transparenz zurück auf einen aktuell unübersichtlichen und ungerechten Wohnungsmarkt”, meint Gründer und CEO Fabian Dudek.

Online Wohnungssuche

Der Gründer hat mit demBrutkasten bereits vor einigen Monaten gesprochen – damals noch über das alte Konzept. Damals verriet Dudek auch, wie das Startup zum kreativen Namen und zum Konzept gekommen ist. Der Firmengründer war von Deutschland in die Niederlande gezogen. Nachdem er mehrere Tage lang erfolglos auf Wohnungssuche war, sah er in diesem Problem ein Geschäftsmodell. Dudek wollte mit einem Online-Mietportal durchstarten. Ursprünglich hieß die Firma „Effortless Housing“, die Mieter und Vermieter in Rotterdam zusammen brachte. Mit der internationalen Expansion kam die Namensänderung zu nestpick, was für Grenzenlosigkeit sowie für das Suchen nach einem neuen Zuhause steht. Gegründet wurde das Startup offiziell im Mai 2014 in den Niederlanden.

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(c) nestpick: Fabian Dudek und Patricia Moubarak.

Seit dem Start konnte nestpick Wohnungen für insgesamt über 28.000 Monate vermieten. Aktuell sind über 21.000 Immobilien in neun Ländern auf der Plattform gelistet.

Mit dem Einstieg von Rocket Internet als Investor wurde der Hauptsitz im Dezember letzten Jahres nach Berlin verlegt. Danach folgte eine schnelle Expansion in über 35 Städte in acht europäische Ländern und Australien, wobei auch Co-Gründerin Patricia Moubarak half. Seit damals hatte das Startup aber auch schwer zu kämpfen: Heute operiert man mit geschrumpfter Mitarbeiterzahl.

Nun soll es wieder aufwärts gehen, dafür wurden auch 11 Millionen US-Dollar eingesammelt: Rocket Internet, Mangrove und Enern sind die Investoren, die das Unternehmen weiterbringen sollen. Mit dem Investment werde man vor allem die Plattform weiter ausbauen, meint Dudek.

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MyPilz Team mit Gründern Wolfgang Hinterdobler (l.) und René Lux (r.) © MyPilz

Das vor vier Jahren gegründete Startup MyPilz hat es sich zum Ziel gesetzt, das wirtschaftliche und ökologische Potenzial von Pilzen in die industrielle Anwendung zu bringen. Ermöglicht wird dies laut Unternehmen durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre: Dank gesunkener Kosten in der DNA-Sequenzierung lassen sich Pilzstämme heute präzise bis auf die Ebene des Individuums bestimmen, erklärt Gründer René Lux im brutkasten-Interview.

Angewandte Mykologie für die Kreislaufwirtschaft

Das biologische Reich der Fungi bietet laut Gründer Rene Lux enorme, bisher kaum genutzte Potenziale für die Wirtschaft. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Verpackungsmaterialien und Plastikersatz über den Einsatz in der Bau- und Textilbranche bis hin zur gezielten Bodenentgiftung und dem Biomassemanagement.

Pilze agieren hierbei als essenzielle Zersetzer im Ökosystem. Um die Vernetzung zwischen internationaler Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, veranstaltet das Startup zudem die biennale Eventreihe „Pilzfestspiele“, die auch 2027 wieder in Wien über die Bühne gehen werden.

Das Geschäftsmodell: Drei Säulen im Untergrund

Das Geschäftsmodell von MyPilz ruht laut Lux im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Consulting & IP: Das siebenköpfige Team unterstützt etablierte Unternehmen und Startups bei der Entwicklung von Innovationen und begleitet sie bei Förderprojekten.
  • Laboranalytik: Mittels DNA-Metabarcoding bietet das Startup standardisierte Boden- und Schadbildanalysen an. Diese Daten nutzen unter anderem NGOs, staatliche Organisationen sowie die Landwirtschaft.
  • Education: Neben Ausbildungsprogrammen und Initiativen im Bereich Bildung vertreibt MyPilz ein ökologisches Brettspiel im deutschsprachigen Raum.

„Wir produzieren nicht ein Produkt und suchen uns dann einen Markt, sondern wir finden ein Problem und einen Partner und lösen dann dieses Problem durch Innovation“, erklärt Lux den strategischen Ansatz des Unternehmens. Zu den Kund:innen und Projektpartner:innen zählen unter anderem, das für sein Fungi Pad bekannte Startup Hermann.Bio und das Entsorgungsunternehmen öKlo. Für das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erstellte das Startup zudem eine Potenzialstudie.

Gründer René Lux mit dem „Pilzfest“ Brettspiel

Cashflow-Stabilität und AWS-Wachstumsfinanzierung

Nach einer ersten Seed-Finanzierung durch Family and Friends sowie strategische Mentoren-Investoren trägt sich die operative Basis des Startups seit dem elften Monat selbst. Im ersten Geschäftsjahr erwirtschaftete MyPilz einen sechsstelligen Umsatz, der laut Angaben des Unternehmens seither jährlich annähernd verdoppelt werden konnte.

Da die Grundkosten über den eigenen Cashflow gedeckt sind, verzichten die Gründer aktuell auf die Abgabe weiterer Unternehmensanteile. Um das geplante Wachstum, darunter die Erweiterung des Teams und der Ausbau eines größeren Labors an einem neuen Standort, zu finanzieren, setzt MyPilz auf Fremdkapital. Dieses wurde unter anderem durch das Double-Equity-Programm der Förderbank AWS mit 250.000 Euro vor einigen Wochen erfolgreich gehebelt und durch langjährige Nachrangdarlehen der bestehenden Gesellschafter:innen auf 400.000 Euro erhöht.

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