07.07.2021

Runde Zwei für VERBUND X: Der Energie- und Infrastruktur-Accelerator sucht wieder interessierte Startups

Der VERBUND X Accelerator geht in die zweite Runde. Erneut setzen sich namhafte Corporates und Startups an einen Tisch, um gemeinsam zukunftsträchtige Lösungen für die Herausforderungen im Energie- und Infrastruktur-Sektor zu erarbeiten. Noch bis zum 30. Juli 2021 können sich interessierte Startups bewerben.
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Im Vorjahr hat VERBUND zum ersten Mal seinen VERBUND X Accelerator als Co-Creation-Plattform für die Energie- und Infrastrukturbranche in Europa vorgestellt. Jetzt geht das Programm, das Startups dazu aufruft, Lösungen für die Themenbereiche Klimawandel und kritische Infrastruktur einzureichen, in die zweite Runde. 

Hochkarätige Corporates als Partner

Nach 2020 wieder als Use Case Partner mit dabei sind neben VERBUND die Unternehmen BIG und OMV sowie neu Alperia, ANDRITZ, ASFINAG und voestalpine Steel Division. Als strategische Partner konnten AIT Austrian Institute of Technology, Google, Green Tech Cluster, Mainova, ÖBAG, Post, Raiffeisen Bank International und speedinvest gewonnen werden. Für die Durchführung des Accelerator Programms zeichnet erneut WhatAventure verantwortlich. 

Co-Creation als Erfolgsrezept

Für die Partner wie die Startups bietet der Accelerator die Möglichkeit aktiv und gemeinsam an innovativen Lösungen zu arbeiten und Antworten auf die Herausforderungen der Klimakrise zu liefern – auch zum Wohl der nachfolgenden Generationen. Im Fokus dabei steht die intensive Kooperation auf Augenhöhe sowie die gemeinsame Umsetzung konkreter Projekte. Dabei sind durchaus neue, erfrischende Perspektiven gefragt und auch erwünscht, wie die Use Case Partner unisono betonen. Zudem dürfen sich die Startups auf Einblicke in die Welt etablierter Corporates freuen, die gerne ihr Know-how, ihre Ressourcen und auch Mentoring zur Verfügung stellen. Co-Creation ist dabei das Stichwort, „denn Innovation, die unerlässlich für eine saubere Energiezukunft ist, ist immer eine Gemeinschaftsleistung“, wie VERBUND-CEO Michael Strugl unterstreicht. Den Co-Creation- und Innovations-Aspekt hebt auch OMV-Vorständin Elena Skvortsova hervor: „If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together. Mit den richtigen Personen an einem Tisch wollen wir beides erreichen. Wir wollen schnell weit kommen und das kann nur im Rahmen echter Partnerschaften gelingen.“

VERBUND X Accelerator: die Schwerpunkte

Das diesjährige Programm umfasst folgende zehn Forschungsfelder, in denen die Partner nach innovativen Lösungen und Pilotprojekten suchen: 

1. Wasserstoff (ANDRITZ, OMV, VERBUND)
2. Energie- und Gasportfoliomanagement (Alperia)
3. digitale Lösungen für das industrielle Energiemanagement (Alperia, VERBUND)
4. Augmented Reality & Virtuelle Realität (BIG, OMV, VERBUND)
5. Energieoptimierung für Gebäude (Alperia, BIG)
6. Datenanalyse für Gebäude (BIG)
7. thermoelektrische Erzeugung (voestalpine Steel Division)
8. Mikro-Windkraftanlagen (ASFINAG)
9. CO2 als Einsatzstoff (OMV)
10. Energiegemeinschaften (VERBUND, Alperia)

VERBUND X Accelerator: der Ablauf

Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis 30. Juli 2021. Interessierte Startups können sich auf der Website verbundx.com anmelden. Über den Sommer – konkret von Mitte August bis Mitte September – werden dann die Vielversprechendsten ausgewählt und zum Innovation Camp (12.10. bis 14.10.) eingeladen. Dort identifizieren die Business Units der teilnehmenden Use-Case-Partner und Startups gemeinsam ein Pilotprojekt für ihre mögliche Zusammenarbeit. Danach wird durch das Top-Management von VERBUND und den Use-Case-Partnern entschieden, welches Startup in die Acceleration-Phase eintreten kann. Die Acceleration-Phase (ca. November 2021 bis Ende März 2022) dient der direkten Umsetzung der Pilotprojekte und damit der Validierung der Zusammenarbeit. Die Endergebnisse werden im März 2022 beim Demo Day präsentiert. 

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Die notarity-Gründer (vlnr.): Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger | (c) Alexander Schindler

Im Sommer 2021 ging das Wiener LegalTech-Startup notarity mit einem klaren Produktversprechen an den Start: die Online-Abwicklung notarieller Dienstleistungen einfacher und angenehmer zu machen. Damit konnte im Heimatmarkt Österreich bald ein signifikanter Anteil der Notariate überzeugt werden, nicht aber die Notariatskammer, die über eine Tochtergesellschaft ein eigenes Angebot in dem Bereich hat. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit – brutkasten berichtete zuletzt über das Urteil in zweiter Instanz.

Rund 2.000 internationale Unternehmen als Nutzer

Unter anderem deswegen fokussiert notarity seit Jahren auf das internationale Geschäft. Schon Anfang 2024 verkündete man, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen. Mittlerweile sind es mehr als 70 Prozent, wie es nun vom Startup heißt. Dabei lege man einen besonderen Fokus auf internationale Konzerne.

Aktuell würden knapp 2.000 internationale Unternehmen mit großteils mehr als 500 Beschäftigten notarity für digitale Notariatsakte nutzen. Dazu zählen internationale Wirtschaftskanzleien wie DLA Piper und Baker McKenzie. Die Zahl digitaler Dokumenten-Beglaubigungen für internationale Unternehmen, Kanzleien und institutionelle Kunden über die Plattform habe sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Mit Umsatzverdopplung Break-even erreicht

So sei zuletzt auch eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich gelungen. „Damit haben wir den Break-even erreicht und den entscheidenden Schritt vom wachstumsstarken Startup zum profitablen Global Champion gemacht“, kommentiert Co-Founder und CEO Jakobus Schuster. Rund 400 Notar:innen hätten mittlerweile mehr als eine Viertelmillion digitale Beglaubigungen über die Plattform abgewickelt, monatlich seien es derzeit rund 10.000.

Zu den wichtigsten Märkten außerhalb der EU zählen das Vereinigte Königreich, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz. „Mit dem Erreichen der Gewinnzone schaffen wir die Grundlage, um unsere internationale Expansion künftig aus einer Position finanzieller Stärke voranzutreiben“, so Schuster.

Novelle der Notariatsordnung 2020 als Anstoß

Möglich hat das alles auch die heimische Rechtslage gemacht. Mit einer 2020 beschlossenen Novelle der österreichischen Notariatsordnung wurde die Basis für Online-Notariatsdienstleistungen im Inland geschaffen. Mittlerweile gelten elektronische Beglaubigungen von Unterschriften über notarity in mehr als 100 Ländern. „Unser Produkt entstand unter hohen regulatorischen, datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Genau diese Standards werden heute international immer wichtiger und haben uns den Eintritt in regulierte Märkte erheblich erleichtert“, sagt Schuster und gibt das Ziel aus: „die weltweit führende Infrastruktur für digitale Beglaubigungen internationaler Unternehmen bereitzustellen und diese Position in weiteren Märkten auszubauen.“

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