02.02.2026
TOOL

„Venionaire DealMatrix Multiples“ soll Bewertungen besser vergleichbar machen

Venionaire DealMatrix launcht ein neues Tool, das Investor:innen eine umfassende Grundlage für die Bewertung privater Unternehmen wie Startups bieten soll.
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© Venionaire - Berthold Baurek-Karlic von Venionaire.

Bereits seit Jahren steht das Thema Unternehmensbewertungen im Fokus von DealMatrix (mittlerweile Venionaire DealMatrix) – brutkasten berichtete 2020 über eine Neuausrichtung. Nun launchte das Unternehmen mit „Venionaire DealMatrix Multiples“ ein neues Tool, das Investor:innen eine noch detailliertere und besser vergleichbare Grundlage für die Bewertung von Startups und anderen privaten Unternehmen liefern soll.

Schwierige Preisfindung bei privaten Unternehmen

Private Transaktionen seien kaum transparent, erläutert man beim Unternehmen in einer aktuellen Aussendung zum Launch. Deals seien selten öffentlich dokumentiert, stark kontextabhängig und kaum standardisiert. Bewertungsmultiples aus öffentlichen Märkten seien aber nur eingeschränkt übertragbar. „Sie reflektieren primär reife, liquide Unternehmen, aggregieren heterogene Geschäftsmodelle und berücksichtigen weder Unternehmensphase noch spezifische Kapitalstrukturen oder private Marktmechaniken“, heißt es von Venionaire DealMatrix.

Die Folge sei eine Preisfindung bei privaten Unternehmen, die häufig narrativ geprägt sei und in der belastbare Vergleichbarkeit fehle. „Genau dieses Orientierungs- und Vergleichbarkeitsproblem adressieren wir mit Venionaire DealMatrix Multiples“, sagt Berthold Baurek-Karlic, CEO von Venionaire Capital.

„Schaffen einen datenbasierten Referenzrahmen“

„Durch die Kombination aus öffentlichen Marktdaten, makroökonomischen Faktoren und proprietären Private-Market-Daten schaffen wir einen datenbasierten Referenzrahmen, der es Investoren und Beratern ermöglicht, Bewertungen über Zeit, Phasen und Märkte hinweg einzuordnen – näher an der tatsächlichen Logik privater Transaktionen“, so der CEO.

Die zugrunde liegenden Datensätze hätten Venionaire Capital und das DealMatrix-Team über Jahre hinweg in den Bereichen Private Equity, Venture Capital und M&A aufgebaut. „Auf dieser Grundlage werden PE/VC-Multiples berechnet, die Bewertungsniveaus privater Märkte nicht nur punktuell, sondern in ihrer zeitlichen Dynamik sichtbar machen“, heißt es von Venionaire DealMatrix.

Gefiltert nach mehr als 140 Branchen, von Pre-Seed bis Series E und globalen Regionen

Konkret stellt das Tool Bewertungen auf Basis von Umsatz bzw. EBITDA gefiltert nach mehr als 140 Branchen, Unternehmensphasen von Pre-Seed bis Series E und nach globalen Regionen bereit. „In Verbindung mit der Zeitreihenanalyse können Investoren, Berater und Unternehmen nachvollziehen, wie sich Bewertungsmultiples entlang von Marktzyklen, Wachstumsphasen und geografischen Märkten verändern“, heißt es vom Unternehmen.

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(c) BKA / Valentin Brauneis

Rund 60 kostenlose Bildungsangebote, mehr als 145 Kurse und über 1.200 Stunden digitale Lerninhalte: Das ist der Umfang des ersten Maßnahmenpakets der DKO-Wirtschaftsplattform, das Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll am Dienstag im Bundeskanzleramt präsentiert hat. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft unterzeichnete er den DKO-Pakt für digitale Kompetenzen.

Die Angebote sind für die gesamte österreichische Bevölkerung kostenlos und laut Staatssekretariat zu mehr als 70 Prozent orts- und zeitunabhängig online absolvierbar. Inhaltlich stehen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Programmieren, digitale Grundkompetenzen und Datenkompetenz im Mittelpunkt, ergänzt um Themen wie digitale Barrierefreiheit, Finanzbildung und Nachhaltigkeit. Gebündelt werden die Angebote zentral auf der Plattform digitalaustria.gv.at. 15 Partner haben bereits konkrete Angebote in das erste Paket eingebracht.

„Digitale Kompetenz entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Chancen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so Pröll. Durch den Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft übernehme man „gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Standorts“.

Konzerne als Content-Lieferanten

Auffällig ist die Zusammensetzung der 30 Partner: Neben Ministerien, Sozialpartnern und heimischen Playern wie A1, ÖBB oder Dynatrace prägen vor allem US-Techkonzerne das Angebot, darunter Google, Microsoft, Amazon, Apple, IBM, Oracle und Cisco. Auch das südkoreanische Unternehmen Samsung ist dabei. Viele der eingebrachten Programme wie IBM SkillsBuild oder die Google Zukunftswerkstatt bestanden bereits und werden nun unter dem staatlichen Dach zusammengeführt. Als konkret neues Commitment kündigte Google 2.000 zusätzliche Stipendien für Google Career Certificates über die Plattform The Female Factor an.

Der Pakt selbst verfolgt drei Ziele: die digitalen Basiskompetenzen der Bevölkerung zu heben, mehr Menschen für IT-Berufe zu gewinnen und digitale Kompetenzen anhand gemeinsamer Standards vergleichbar zu machen. Als Orientierung dienen der Nationale Referenzrahmen Digitale Kompetenzen, der europäische Rahmen DigComp und das österreichische KI-Basiscurriculum.

Das Bildungsangebot ist der erste von drei Umsetzungsschritten. Im September soll ein zentraler Infopoint zu IT-Berufswegen folgen, der Informationen zu Ausbildungen mit Praxisangeboten wie Praktika und Schulbesuchen bündelt. Für November sind österreichweite Aktionstage zu KI-Kompetenzen mit Workshops und Open Company Days geplant, bei denen die Bevölkerung Künstliche Intelligenz unmittelbar ausprobieren kann.

„Die DKO-Wirtschaftsplattform ist damit nicht nur ein Bekenntnis, sondern eine gemeinsame Arbeits- und Umsetzungsplattform“, so Pröll abschließend.

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