07.04.2025
2MIN2MIO-AUFTRITT

Vappuccino: Kärntner Firma bringt E-Zigarette ohne Nikotin, dafür mit Koffein

Vappuccino soll als "Kaffee zum Rauchen" innerhalb von 60 Sekunden aufwecken. Mit Vappuchai hat das Kärntner Unternehmen dahinter noch ein zweites Produkt am Markt.
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"2 Minuten 2 Millionen"-Juror Christian Jäger testet in der Sendung Vappuccino | (c) Gerry Frank / Puls 4

„Rauchen Sie oder trinken Sie Kaffee?“ – „Ich trinke ihn lieber.“ – so lautet ein – zugegebenermaßen schon in die Jahre gekommener – Witz. Ein Kärntner Unternehmen sorgt nun dafür, dass der Scherz zur ernst gemeinten Frage werden könnte. Es will den perfekten Hybrid aus der unrühmlichen Frühstücks-Kombination Kaffee und Zigarette geschaffen haben: Vappuccino ist eine E-Zigarette mit Cappuccino-Geschmack.

Koffein statt Nikotin: „macht in 60 Sekunden wach“

Die Besonderheit: Nikotin enthält die Rauchware nicht, dafür Koffein. Sie mache „in 60 Sekunden wach, da das Koffein durch Verdampfung direkt in die Lunge aufgenommen wird und sofort wirkt“, sagt Gründer Gustav Wenger. Das Produkt sei eine „Weltneuheit“. „Vappuccino ist immer und überall einsatzbereit und bietet eine schnelle Lösung gegen Müdigkeit – perfekt für unterwegs“, verspricht der Unternehmer.

Gründer Gustav Wenger präsentiert Vappuccino und Vappuchai bei 2 Minuten 2 Millionen | (c) Gerry Frank / Puls4
Gründer Gustav Wenger präsentiert Vappuccino und Vappuchai bei 2 Minuten 2 Millionen | (c) Gerry Frank / Puls4

Vappuchai als zweite Variante mit Tee-Geschmack

Auch für jene, die Tee gegenüber Kaffee bevorzugen, hat Wenger ein Produkt parat: Vappuchai funktioniert nach demselben Prinzip wie Vappuccino, bloß mit Tee-Geschmack. Das „stylishe Accessoire“ soll „den Lifestyle“ der Raucher:innen „unterstreichen“, verspricht das Kärntner Unternehmen in seinem Web-Auftritt. Gesetzlich gelten freilich die selben Warnhinweis- und Kennzeichnungspflichten, wie für alle anderen E-Zigaretten.

Vappuccino bei 2 Minuten 2 Millionen

Ob es gelingt, das Produkt am Markt zu etablieren und Kaffee- oder Tee-Rauchen gar zum neuen Trend, bzw. zum neuen Sucht-Problem, wird, muss sich erst zeigen. Viel Aufmerksamkeit könnte jedenfalls die Ausstrahlung eines Auftritts bei 2 Minuten 2 Millionen diese Woche bringen. Dort wirbt Gustav Wenger um ein Investment für Vappuccino.

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Empovver,
(v.l.) Clemens Otto, Sofia Surma und Marlene Frauscher von Empovver © Isabella Simon

Bevor die Schließung offiziell verkündet wurde, griff Sofia Surma von Empovver persönlich zum Hörer. Die Mitgründerin der Online-Plattform wollte den „Women Creators“, also den Partnerinnen auf der Plattform, die Nachricht persönlich überbringen. Es folgten intensive Telefonate, die die Mitgründerin als „bittersweet“ beschreibt. „Man merkt einfach, was man für eine Verantwortung hat“, reflektiert die Gründerin im brutkasten-Interview. Für Surma wurde der tatsächliche Impact von Empovver in diesem Moment noch einmal deutlich spürbar: „Man generiert Geld für die Women Creators. Für die Person ist das einfach ein regelmäßiges Einkommen, auf das sie sich verlassen hat.“

Bewusste Entscheidung im Team

Das Aus zum 30. Juni 2026 ist jedoch keine Folge einer akuten Notsituation. Vielmehr traf das Gründer:innenteam – bestehend aus Sofia Surma, Marlene Frauscher und Clemens Otto – die Entscheidung im Übergang zum aktuellen Jahr ganz bewusst und strategisch. Trotz des besten ersten Quartals der Unternehmensgeschichte zeigten sich die Grenzen des Modells.

„Wir hätten das Business jetzt nur sage ich mal das ganze Jahr und dann noch vielleicht das nächste Jahr weitermachen können“, erklärt Surma im brutkasten-Interview. „Aber irgendwann ist die Frage nicht nur können wir weitermachen, sondern wollen wir so wie wir es machen, weitermachen“, so die Gründerin weiter. Das Team entschied sich jedoch dagegen, eine Lösung, die „offensichtlich nicht gut skalierbar ist“, künstlich weiterzupushen. „Das hätte so in der Konstellation, wie wir sie jetzt haben nicht funktioniert“, ergänzt Co-Founderin Marlene Frauscher.

Als gebootstrapptes Unternehmen wäre die Weiterführung allein langfristig nicht stemmbar gewesen. Zwar profitierte das Startup stark von der österreichischen Förderlandschaft – insbesondere durch die Unterstützung der aws (Austria Wirtschaftsservice), doch für den nächsten großen Wachstumsschritt reichte es nicht aus. Kurzzeitig war man laut eigenen Angaben auch mit Investor:innen in Kontakt und hatte sogar Zusagen erhalten, allerdings nicht in einem Ausmaß, das die Gründer:innen dazu bewogen hätte „diese Runde wirklich zu closen“.

Fokus und Resilienz als Learnings

Rückwirkend blickt das E-Commerce-Startup, das sich über die Jahre eine starke Community aufgebaut hat, kritisch auf die zu breite Produktpalette zu Beginn. Surma reflektiert im Interview, sie hätten sich „am Anfang mehr fokussieren müssen und nicht direkt in die Breite gehen“. Das Learning lautet daher: „Fokus, Fokus, Fokus – identifizieren, was gut läuft und da dann lieber voll drauf setzen“.

Zudem nimmt sich das Team für die Zukunft mit, selektiv mit oft widersprüchlichen Ratschlägen umzugehen: „Man kann nicht von allen gemocht werden und man kann nicht alle glücklich machen und muss wirklich, und da geht’s wieder um Fokus, selektiv sein, von wem nehme ich Feedback an?“. Frauscher hebt in diesem volatilen Umfeld den Wert von Resilienz und „Gelassenheit“ hervor. Es gelte, sich bei Rückschlägen nicht in die Situation hineinzusteigern, sondern „schnell in die Problemlösung zu gehen“.

Trotz des operativen Endes des Marktplatzes blicken die Gründer:innen mit erhobenem Haupt auf das Erreichte zurück. „Wir sind wirklich stolz darauf, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Wir haben einen Impact gemacht“, betont Frauscher. Für das Team ist das Aus des Online-Marktplatzes daher keineswegs ein absolutes Scheitern. Während der spezifische geschäftliche Pfad nun an sein Ende gelangt, bleibt das übergeordnete gesellschaftliche Ziel intakt. Für Surma steht fest: „Nur der Weg, den wir jetzt verfolgt haben, ist der der zu Ende geht. Aber die Mission und die Vision, die bleibt auf jeden Fall bestehen“.

Vom Nischen-Shop zur Plattform

Empovver blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Das Projekt startete ursprünglich unter dem Namen „Vulva Shop“, bevor ein umfassendes Rebranding im Jahr 2022 schließlich den heutigen Namen einläutete. Was anfangs noch als spezialisierter Onlineshop begann, entwickelte sich in der Folgezeit jedoch rasch zu einer breiteren E-Commerce-Plattform mit starkem Community-Netzwerk weiter.

Unterstützt durch prominente Expertise im Advisory Board, wie etwa von der bekannten Designerin Marina Hoermanseder, expandierte das Wiener Unternehmen schließlich sogar in die Schweiz. Durch diese verschiedenen strategischen Entwicklungsschritte gelang es dem Startup, über die Jahre hinweg insgesamt einen sechsstelligen Betrag an frauengeführte Unternehmen zurückzuspielen.

Letzter Sale im Juni

Bis zum Stichtag Ende Juni bleibt der Marktplatz für einen finalen Abverkauf geöffnet. Wie es mit der Community und dem Podcast weitergeht, lässt das Team noch offen, um eine geordnete Abwicklung zu priorisieren.

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