20.11.2023

Valibiotics: Traiskirchner Tech-Firma bekämpft Pilze, die jährlich bis zu 3 Mrd. Euro Schaden verursachen

Aus Österreich kommt mit Valibiotics eine Lösung in der Agrartechnolgie, die sich gegen einen extrem schädlichen Pilz richtet.
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Valibiotics, Fusarium, Pilzbefall
(c) Valibiotics - Das niederösterreichische Unternehmen setzt auf natürliche Mikroorganismen und ausgewählte Mineralien.

Super Mario wird keine Freude am Traiskirchner Unternehmen Valibiotics haben: denn, es bekämpft Pilze. Konkret stellen sich die Niederösterreicher als Gegner von Pilzkrankheiten in der Landwirtschaft auf und tun dies auf biologische Art und Weise ohne chemische Pestizide.

Valibiotics und der Fusarium-Pilz

In der Landwirtschaft sind Pilzkrankheiten auf der ganzen Welt zu einer großen Herausforderung geworden. Allein der Fusarium-Pilz verursacht jedes Jahr Schäden in Höhe von rund drei Milliarden Euro. Fusarien zeichnen sich durch ihr breites Wirtsspektrum aus, denn sie können Getreide, Gräser und Gemüse gleichermaßen befallen. Diese Pilze sind rund um den Globus in den Böden oder auf Pflanzen zu finden und sogar bei der Lagerung von Lebensmitteln ein Problem. Hier kommt Valibiotics ins Spiel.

Bekämpft werden kann der Fusarium-Pilz mit dem Einsatz chemischer Pestizide, die jedoch gesundheitsgefährdend auf Mensch, Tier und Umwelt wirken. Aus diesem Grund hat die seit 2018 operierende Valibiotics GmbH ein spezielles biologisches Pflanzenstärkungsmittel entwickelt und auf den Markt gebracht.

„Wir ersetzen chemische Pestizide durch natürliche Mikroorganismen und ausgewählte Mineralien“, erklärt Valibiotics-Geschäftsführer Wolfgang Harreither. Diese Produkte würden keine schädlichen Stoffe auf den Pflanzen hinterlassen.

Kombinationen aus organischen und anorganischen Wirkstoffen

Es handelt sich im Detail um Kombinationen aus organischen und anorganischen Wirkstoffen für eine ganzheitliche Anwendungen in der Landwirtschaft – und das auf biologischer Basis. Die Produkte der Traiskrichner würden eigenen Angaben nach sowohl zum vorbeugenden Schutz der Pflanze als auch zur Förderung des Wachstums dienen, und zur Steigerung der Erträge beitragen.

„Mit der Entwicklung unserer Mikroorganismen ist es uns gelungen, eine integrale, biologische Lösung für ein gesundes Pflanzenwachstum zu entwickeln“, schreibt das Unternehmen auf der Website. „Unsere Forschung zeigt, dass sich die von uns kultivierten Mikroorganismen auch auf die verschiedener Bereiche in der Tierhaltung positiv auswirken. Sie verbessern die Stallhygiene, dienen der Dungbehandlungen, eignen sich als Futtermittelzusatzstoffe und für die Silagierung.“

Valibiotics auch in der Nutztierhaltung tätig

Neben der Zentrale in Traiskirchen betreibt Valibiotics einen Produktionsstandort im nahen Weigelsdorf, wo sich ein modernes Mikrobiologielabor mit Bioreaktoren zur Herstellung der Mikroorganismen befindet.

Außer in der Pflanzen- und Bodentechnologie werden die Produkte des Agrarbiotech-Unternehmens auch in der Nutztierhaltung sowie in der Produktionstechnologie eingesetzt.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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