12.03.2026
FINANZIERUNG

Valanx: Wiener Biotech holt sich 3 Millionen Euro – Fujifilm Corporation als Investor

Das Biotech-Unternehmen Valanx hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 3 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem frischen Geld soll ein neues Medikament gegen Brustkrebs entwickelt werden.
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(c) Valanx

Im November 2023 kommunizierte Valanx eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,3 Millionen Euro (brutkasten berichtete). Nun fließt weiteres Kapital in das in Wien ansässige BioTech. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, konnte eine Finanzierungsrunde in Höhe von drei Millionen Euro abgeschlossen werden. Neu an Bord sind die auf Krebsforschung spezialisierte Foundation Fournier-Majoie sowie die japanische Fujifilm Corporation. Sie schließen sich den bisherigen Investoren an. Dazu zählen xista science ventures, tecnet equity, SOSV sowie Urs Spitz und SkyGene.

Valanx entwickelt Krebsmedikament

Valanx entwickelt ein zielgerichtetes Medikament („VLX-ADC-001“) gegen Brustkrebs. Die genaue Festlegung auf den finalen Wirkstoff soll bis Juni 2026 erfolgen. Zusätzlich soll die firmeneigene Technologie fit für die Qualitätsstandards der Medikamentenherstellung gemacht werden. Die Technologie von Valanx macht es möglich, bestimmte Abwehrstoffe (Antikörper) und Zellgifte präzise miteinander zu verbinden. Das Ziel: Das Medikament soll den Krebs im Körper gezielter angreifen und gleichzeitig die starken Nebenwirkungen für die Patientinnen verringern.

Neuzugang im Vorstand

Michael Lukesch, Gründer und CEO von Valanx, erklärt, dass die eigene Technologie einen praktischen Weg biete, Medikamente präzise zusammenzusetzen. So könne man die bestmögliche Balance zwischen Wirkung und Verträglichkeit finden. „Dieser Abschluss ermöglicht es uns, unser Medikament bis Juni 2026 im Labor entscheidend weiterzuentwickeln“, so Lukesch.

Mit dem Einstieg der neuen Investoren zieht Ana Maricevic als Vertreterin der Foundation Fournier-Majoie in den Vorstand von Valanx ein. „Als Stiftung für Innovationen in der Krebsforschung unterstützen wir Teams mit herausragenden wissenschaftlichen Programmen und einem klaren Weg nach vorne“, sagt Maricevic. Der Ansatz von Valanx löse ein zentrales Problem in der Entwicklung moderner Krebstherapien.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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