07.11.2023

Valanx: 2,3 Mio. Euro Finanzierung für Klosterneuburger Biotech-Startup

Das in Klosterneuburg ansässige Biotech-Startup Valanx darf sich über eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 2,3 Millionen Euro freuen. Neben Bestandsinvestoren kommt der Löwenanteil vom Erstinvestor SkyGene aus Niederösterreich.
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vlnr.: Alexander Schwartz (xista science ventures), Michael Lukesch (Valanx), Georg Altenbacher (Valanx) und Christian Laurer (tecnet equity) | (c) Valanx

Synthetische Aminosäuren an beliebige Positionen in Proteinen einsetzen – und so neue Wege zur Entwicklung von Medikamenten ermöglichen. Das ist die Methodik, mit der das Biotech-Startup Valanx eine Wachstumsfinanzierung über 2,3 Millionen Euro erlangen konnte. Die Summe besteht aus Eigenkapital und öffentlichen Förderungen. Der Lead Investor ist SkyGene aus Niederösterreich, der erstmals in Valanx investiert. Die Bestandsinvestoren xista science ventures (vormals IST cube), tecnet equity und SOSV haben sich ebenfalls an dieser Finanzierungsrunde beteiligt.

„Wir sehen einen stark wachsenden Bedarf an einer einfachen, aber höchstpräzisen Technologieplattform für die Proteinkonjugation, sowie die Entwicklung neuer Klick-Chemie zur Darstellung von komplexen Biotherapeutika“, so Ingo Nagler von SkyGene. Sein Investment begründet er mit der zukunftsgerichteten Technologie des Startups: „Valanx‘ Anstrengungen, ermöglicht durch die innovative Verwendung einer patentierten synthetischen Aminosäure sowie durch moderne CRISPR Strategien, und erste Erfolge des hauseigenen IL-2 Konjugats, waren die ausschlaggebenden Gründe für unser Investment.“

Größeres Team durch Investment

Das 2017 von Michael Lukesch gegründete Biotech-Unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg möchte jetzt das Unternehmen vergrößern. „Nun wollen wir unser Team ausbauen, unsere revolutionäre Technologie der Proteinkonjugation weiterentwickeln und unsere Kontakte zu Industriepartnern intensivieren“, so Lukesch.

Das Startup wolle Pharma- und Biotechnologieunternehmen unterstützen, Proteinwirkstoffe rascher und zuverlässiger herstellen zu können: „Durch unseren Prozess werden Proteinkonjugate in ihrer molekularen Zusammensetzung genau definiert, was in der Produktion und auch in der Wirkstoffsicherheit einen signifikanten Vorteil bietet. Denn viele Impfstoffe sind Proteinkonjugate.“

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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