06.11.2023

Use IT: Wiener Startup launcht Matchmaking-Plattform für KMUs und IT-Fachhändler

Die neue Wiener Matchmaking-Plattform Use IT will KMUs mit ITK-Fachhändler:innen schnell und einfach verbinden.
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Das Use IT Gründerteam (c) Markus Schneidhofer, Kreativ Kuchl Fotoschmiede

Im Jahr 2021 zählte Österreich rund 358.000 Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Mit Blick auf das große Ganze machen KMUs also rund 99,6 Prozent aller heimischen Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft aus. Das geben Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) preis. In Kleinst- und Mittelbetrieben bleibt oft allerdings wenig Zeit für Bedarfs- und IT-Management.

Dafür gibt es nun eine neue Plattform: Das Wiener Startup Use IT wurde Anfang September von Christine Woller, Sina Baghestanian und Martin Steindl gegründet. Das dreiköpfige Gründungsteam hat mit Use IT einen digitalen Hub zur Vermittlung Fachhändlern aus der Informations- und Kommunikationstechnologie an suchende Unternehmen etabliert.

IT-Fachhändler einfach suchen und finden

Auf der Plattform können hiesige Unternehmen ihren Bedarf an Hardware, Software oder IT-Dienstleistungen angeben. Die Plattform schlägt den suchenden gewerblichen Endkunden eine Palette an IT-Fachhändler:innen vor, die zu ihren Bedürfnissen passende Produkte, Software oder Services anbieten.

Damit das Matchmaking funktioniert, müssen sich IT-Fachhändler auf Use IT registrieren und ihre Angebote kategorisch definieren. “Bei Suchanfragen vonseiten der Endkund:innen durchforstet das System alle Fachhändler-Einträge und schlägt den Suchenden die passendsten Händlerangebote vor“, erklärt Steindl im brutkasten-Gespräch.

Kundenakquise für IT-Fachhandel erleichtern

“Die Suche nach IT-Fachkräften erfolgt für registrierte Unternehmer:innen kostenlos”, erklärt Steindl. “IT-Fachhändler können insofern von unserer Plattform profitieren, als dass wir ihnen eine einfache, niederschwellige und ressourcenschonende Möglichkeit der Kalt-Kundenakquise bieten”, führt der Gründer weiter aus. Für die Registrierung zahlen Fachhändler einen Fixbetrag ohne prozentuale Beteiligungen vonseiten der Plattform, erklärt Steindl das Geschäftsmodell.

“Wir sind begeistert, unsere Erfahrungen und unser Know-how in die Use IT GmbH einzubringen und haben eine Plattform geschaffen, welche die Bedürfnisse unserer Branche erfüllt”, sagt Co-Founderin und CEO Christine Woller. “Unsere Vision ist es, die ITK-Branche zu Beginn in Österreich zu stärken, indem wir den Zugang zu neuen Kunden und Geschäftsmöglichkeiten erleichtern.”

Angebot kommt erst nach einem “Match”

“Hat sich ein Kunde für das Angebot eines gelisteten IT-Fachhandels entschieden, geben wir seine Daten an das ausgewählte Fachhändler-Profil weiter. Erst dann kann ein Fachhändler seinen Neukunden aktiv kontaktieren. Die Angebotslegung und Abwicklung des Beratungs- und Kaufprozesses liegt somit in der Hand des Händlers”, erklärt Steindl.

Der Suchvorgang nach passenden IT-Angeboten hält sich für suchende KMUs in Grenzen, erklärt der Gründer: “Wenn man sich Zeit lässt, dauert die Suche auf Use IT maximal 15 Minuten. Ambitionierte Suchende mit klaren Vorstellungen sind in gut fünf Minuten fertig.”

Das Gründerteam finanziert das Business aus Eigenmitteln. Neben den drei Geschäftsführern findet sich ein vierter Business Angel mit Tech-Wissen an Bord, der die Plattform technisch am Laufen hält, erklärt Steindl.

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Storebox
© Deniz Schreiber - Storebox-Gründer Johannes Braith (l.) und Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

Der anhaltende E-Commerce-Boom stellt die Logistik in europäischen Städten vor neue Herausforderungen. In Österreich ist das Paketvolumen allein in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund gehen Storebox und die Österreichische Post eine Zusammenarbeit ein.

Storebox: Steigende Anforderungen an Logistikstrukturen

Damit bündeln zwei Unternehmen ihre jeweiligen Stärken entlang der urbanen Logistikkette: Die Österreichische Post gilt als Marktführerin im österreichischen Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP), während Storebox auf ein Netzwerk von mehr als 350 urbanen Standorten in Europa zurückgreifen kann.

Ein höheres Paketvolumen bedeutet auch steigende Anforderungen an bestehende Logistikstrukturen. Gerade in dicht besiedelten Gebieten würden Lösungen wichtiger, die Warenströme effizient bündeln und Logistik näher an ihren tatsächlichen Bedarf bringen können. Storebox hat neben Selfstorage digitalisierte Standorte zunehmend für B2B-Logistikservices genutzt. Micro-Hubs ermöglichen Unternehmen beispielsweise, Waren und Materialien näher am Einsatzort zwischenzulagern. Mit weiteren Services rund um Versand und Paketlogistik möchte Storebox dieses Netzwerk kontinuierlich weiterentwickeln.

„Strukturen müssen mitwachsen“

„Die urbane Logistik steht vor einem grundlegenden Wandel. Wenn das Paketaufkommen innerhalb weniger Jahre um mehr als 50 Prozent steigt, müssen auch die dahinterliegenden Strukturen mitwachsen“, sagt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox. „Mit unserem dezentralen Standortnetz bringen wir Logistikinfrastruktur bereits heute näher an Unternehmen und Menschen. Gemeinsam mit der Österreichischen Post wollen wir darauf aufbauen und neue Möglichkeiten für eine effiziente Logistik in Städten schaffen.“

Die Zusammenarbeit hat für Storebox auch eine besondere historische Komponente. Vor zehn Jahren gewann das damals junge Unternehmen den Hauptpreis beim Pioneers Festival, gesponsert von der Österreichischen Post. Aus der Geschäftsidee entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren ein europaweites Netzwerk mit heute mehr als 350 Standorten. Auch im internationalen Versand wird Storebox für die Expansion künftig auf die Post setzen und Mengen nach Deutschland, Slowenien und Kroatien übergeben.

Zehn Jahre danach

„Dass sich unsere Wege nach zehn Jahren auf dieser Ebene wieder kreuzen, ist für uns natürlich besonders“, sagt Braith. „Damals stand am Anfang eine Idee für ein Selfstorage-System. Heute betreiben wir ein europaweites Logistik-Netzwerk und können gemeinsam mit einem der größten Logistikunternehmen des Landes daran arbeiten, wie die nächste Entwicklungsstufe aussehen kann.“

Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG, ergänzt: „Mit Storebox gewinnen wir einen innovativen Kunden, der neue Wege in der urbanen Logistik geht. Die Zusammenarbeit zeigt, wie etablierte Logistikprozesse und neue Infrastrukturangebote einander sinnvoll ergänzen können.“

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