09.05.2022

Uready E-Trike: Vom Dreirad zum Jet-Ski

Zuerst hatte das Startup uready einen anderen Fokus - jetzt hat man "Urban Mobility" im Visier.
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(c) (c) RTL/Bernd-Michael Maurer - Das E-Trike von uready soll ein neues Fahrgefühl vermitteln.

Eigentlich war das E-Trike von Uready als Laufhilfe geplant. Das Dreirad war mit seinen Abstützflächen für die Unterarme als Laufhilfe konzipiert worden. Damit sollte das eigene Gewicht um bis zu 50 Prozent reduziert werden, um das Joggen wieder attraktiver zu machen, so die Idee von Gründer Oguzhan Albayrak, dem das sture Laufen einfach zu langweilig war. Und er sich bei seinem Abnehm-Vorhaben nicht wirklich motivieren konnte, anzufangen.

Uready-Trike doch für „Urban Mobility“

Heute ist das auf der Webseite vorbestellbare E-Trike mit seinem 250-Watt-E-Motor wohl eher als „urban mobility“-Gimmick gedacht. Es erreicht eine Reichweite von 35 Kilometern, die per Zusatz-Akku verdoppelt werden kann und ein Fahrgefühl ähnlich eines Jet-Skis vermitteln soll.

E-Trike-Promo-Video

Denn das besondere am Uready-Trike ist seine Neigetechnik. Der Fahrer steht in der Mitte des Gestells auf zwei abklappbaren Fußstützen, die einen breiten Stand ermöglichen. Und kann sich wie beim Motorradfahren in die Kurven legen. Dabei beträgt das maximale Körpergewicht für die Nutzung 100 Kilogramm.


Mehr zu Uready am Montagabend in der „Höhle der Löwen„. Weiters dabei: deep.one, Hans Ranke, Stevie und Schnücks, sowie die das österreichische Startup Netzbeweis.

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Die Pimcore-Geschäftsführer Dietmar Rietsch und Matthias Blauth (v.l.) © Pimcore

Der britische Private-Equity-Investor Tenzing steigt bei Pimcore ein: Wie Tenzing in einer Mitteilung bekannt gab, übernimmt das Unternehmen die Mehrheitsanteile, die bisher der Münchner Wachstumsfonds Nordwind Growth hielt. Laut Firmenbuchdaten hält der zu Nordwind gehörende NC Growth Fund I GmbH & Co. KG aktuell 73,25 Prozent an der Pimcore GmbH. Die Transaktion steht laut beiden Unternehmen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Salzburger Unternehmen für Datenverwaltung

Pimcore wurde 2009 in Salzburg gegründet und bietet eine Plattform für die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Asset-Daten. Laut Tenzing laufen mehr als 120.000 Installationen und über 400 Unternehmenskund:innen auf der Software. Der Deal ist der nächste Schritt in der Finanzierungsgeschichte, über die brutkasten mehrfach berichtet hat.

2018 investierte die Münchner Auctus Capital 3,5 Mio. US-Dollar in das Open-Source-Tool. 2022 sicherte sich Pimcore eine Series-B-Runde über zwölf Mio. US-Dollar, die Nordwind Growth anführte und sich damit die seither bestehende Mehrheitsbeteiligung sicherte, mit dem Ziel, die globale Expansion des Salzburger Unternehmens voranzutreiben. Rund zehn Monate später folgte die Eröffnung eines deutschen Standorts in Langenfeld sowie die Erweiterung des Management-Teams durch Matthias Blauth.

Zweites DACH Investment für Tenzing

Tenzing begründet den Einstieg mit dem wachsenden Bedarf an kontrollierten Unternehmensdaten für KI-Anwendungen. Milan Kellner, Investment Lead bei Tenzing, wird in der Mitteilung zitiert: Pimcore habe „etwas Seltenes geschaffen – eine einzige Plattform, die Unternehmen eine verlässliche Version ihrer Produkt-, Kunden- und Asset-Daten liefert, während die meisten Mitbewerber nur einen Teilbereich abdecken.“

Finanziert wird die Übernahme aus Tenzings 900 Millionen Pfund schwerem Fund III, aus dem der Investor seit 2023 investiert. Pimcore ist Tenzings zweite Investition im DACH-Raum nach dem IT-Dienstleister Mahr EDV.

Persönliches Schreiben der Pimcore-Geschäftsführer

In einem Blogbeitrag ordnen die Co-CEOs Dietmar Rietsch und Matthias Blauth die Übernahme ein: Unverändert blieben der offene Plattform-Kern („Open-Core“), das freie Deployment (Cloud, On-Premise, PaaS), die Führung durch die beiden Co-CEOs sowie die Produkt-Roadmap rund um die „Data Spine“-Strategie und die KI-native Weiterentwicklung.

Mehr Ressourcen für internationales Wachstum

Was sich laut den Geschäftsführern ändert, sind vor allem die Ressourcen für internationales Wachstum: Tenzing bringe mit rund 1,7 Milliarden Pfund verwaltetem Vermögen, 20 Portfoliounternehmen und Standorten in London, Stockholm und München zusätzliche Reichweite, um die Skalierung, auch über Zukäufe, voranzutreiben. Zudem kündigt man mehr Investitionen in Partner-Enablement, Zertifizierungen und gemeinsame Vermarktung mit dem bestehenden Ökosystem an.

Den bisherigen Investor Nordwind Growth würdigen Rietsch und Blauth für den Umbau vom Open-Source-Projekt zum Enterprise-Softwareunternehmen: In den knapp vier Jahren seit dem Einstieg sei der jährlich wiederkehrende Umsatz um mehr als das Fünffache gewachsen, das Unternehmen operativ profitabel geworden und ein Standort in Nordamerika aufgebaut worden.

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