18.11.2015

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

/artikel/unternehmer-lust-oesterreich-schneidet-besser-ab-als-deutschland

Wie steht es um die Lust, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Österreich schneidet in einem Report der Firma Amway nicht besonders gut ab.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, brauchen wir mehr erfolgreiche Unternehmer – die Politik wiederholt diesen Grundsatz seit Monaten und Jahren mantraartig. Ist diese Einstellung aber auch in der Bevölkerung angekommen? Das Marketing-Unternehmen Amway hat für einen Entrepreneurship-Report nachgefragt und prompt überschlagen sich die Meldungen: „Österreich ist unternehmerfaul“ – der Brutkasten hat sich den Report näher angesehen:

Kein Gründerfieber in Deutschland

Die Hälfte der rund 50.000 Teilnehmer in 44 Ländern halten die Gesellschaft für grundsätzlich unternehmerfreundlich. Drei Viertel halten Unternehmertum für sehr wertvoll und etwa die Hälfte kann sich vorstellen, selbst ein Unternehmen zu gründen. Österreich bildet im Ländervergleich tatsächlich das Schlusslicht: Hierzulande hat nur etwa die Hälfte der Befragten eine positive Einstellung zum Unternehmertum. Nur ein knappes Drittel der österreichischen Teilnehmer kann sich vorstellen, selbst zu gründen – immerhin, dieser Wert liegt über dem von Deutschland. Dort konnte sich nur ein Viertel der Befragten ein eigenes Unternehmen vorstellen.

+++ Mehr zum Thema: Die 5 besten Tipps von Richard Branson für Entrepreneure +++

Unternehmertum ist eine Altersfrage

Junge Teilnehmer  (< 35 Jahre) haben wenig überraschend ein wesentlich stärkeres Verlangen, selbst ein Unternehmen zu gründen. Teilnehmer im mittleren Alterssegment fühlen sich dazu aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen am ehesten geeignet. Immerhin zwei Drittel hätten Angst davor, zu Scheitern. Die stärkste Motivation, selbst zu Gründen, sind Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit.

Entrepreneurial Spirit: Österreich weit abgeschlagen

Der „Entrepreneurial Spirit Index“ setzt sich aus drei Faktoren zusammen:

  • Der erste Wert zeigt an, wieviele Teilnehmer ein eigenes Unternehmen gründen wollen.
  • Der zweite Wert zeigt den Anteil der Teilnehmer, die auch gegen den Widerstand von Familie und Freunden gründen würden.
  • Der dritte Wert gibt an, wieviele Teilnehmer sich geeignet bzw. gut vorbereitet fühlen, um Unternehmer zu werden.

Aus diesen Werten berechnet sich ein Wert, der im globalen Durchschnitt 51 beträgt.

Weltweites Ranking:

  • Platz 1: Indien, China, Thailand (je 79 Punkte)
  • Platz 4: Vietnam (77 Punkte)
  • Platz 5: Südafrika (74 Punkte)
  • Platz 6: Mexiko
  • Platz 7: Malaysien
  • Platz 8: Slowenien
  • Platz 9: Brasilien
  • Platz 10: Türkei

In Europa schneidet Slowenien am besten ab und landet mit einem Wert von 70 auf Rang 8. Österreich liegt weit abgeschlagen auf Platz 38 mit einem Wert von 35. Deutschland schafft es mit dem Wert 31 überhaupt nur auf Platz 41. Lediglich Polen, Kroatien und Japan schneiden noch schlechter ab.

amway

Der gesamte Report steht hier zum Download bereit. 

Deine ungelesenen Artikel:
11.08.2026

Wundsam löst Raunig im Startup-Rat ab – neue Mitglieder berufen

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) hat seinen Startup-Rat neu besetzt. Dem neu konstituierten Startup-Rat gehören damit für die kommenden drei Jahre an: Rudolf Dömötör, Claudia Falkinger, Stefan Haubner, Lukas Keplinger, Laura Raggl, Clemens Schmidgruber, Hannah Wundsam, Werner Wutscher und Franz Zöchbauer.
/artikel/wundsam-loest-raunig-im-startup-rat-ab-vier-neue-mitglieder-berufen
11.08.2026

Wundsam löst Raunig im Startup-Rat ab – neue Mitglieder berufen

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) hat seinen Startup-Rat neu besetzt. Dem neu konstituierten Startup-Rat gehören damit für die kommenden drei Jahre an: Rudolf Dömötör, Claudia Falkinger, Stefan Haubner, Lukas Keplinger, Laura Raggl, Clemens Schmidgruber, Hannah Wundsam, Werner Wutscher und Franz Zöchbauer.
/artikel/wundsam-loest-raunig-im-startup-rat-ab-vier-neue-mitglieder-berufen
Die neue Besetzung des Startup-Rats © BMWET/Dolenc

Der Startup-Rat des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) ist neu aufgestellt worden. Die für Startups zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat damit neun Expert:innen für die kommenden drei Jahre berufen. Das Gremium vereint Perspektiven aus Startups, Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren und Interessenvertretungen und soll als Schnittstelle zwischen Politik und Startup-Community fungieren. Entscheidungen trifft der Rat dabei nicht – er agiert rein beratend.

Neue Gesichter, ein prominenter Abgang

Neu berufen wurden:

Weiterhin im Rat sitzen Rudolf Dömötör, Claudia Falkinger, Stefan Haubner, Laura Raggl und Werner Wutscher

Mobilisierung von privatem Wachstumskapital im Zentrum

Im Zentrum der kommenden drei Jahre stehen laut Zehetner die Mobilisierung von privatem Wachstumskapital, einfachere und schnellere Gründungsprozesse, bessere Bedingungen für Scaleups sowie die stärkere Verankerung von Unternehmertum in Bildung und Gesellschaft. Gleichzeitig geht es darum, Österreich noch stärker als Teil eines gemeinsamen europäischen Innovations- und Kapitalmarkts zu positionieren.

„Wir wollen nicht nur mehr Gründungen, sondern mehr Wachstumsgeschichten aus Österreich. Dafür braucht es Menschen am Tisch, die wissen, wo es in der Praxis hakt, was international funktioniert und welche nächsten Schritte wirklich einen Unterschied machen“, betont die Staatssekretärin.

Fokus der neuen Periode: der Dachfonds

Zentrales Vorhaben dabei ist der Scaleup-Dachfonds: ein Fund-of-Funds mit einem Zielvolumen von 300 bis 500 Millionen Euro, der bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt wird und in VC-Fonds investieren soll, die wiederum Startups finanzieren. Laut aktuellem Budgetgesetz soll der Fonds bis Ende 2027 sein First Closing abschließen.

Die Vergangenheit des Gremiums

2020 setzte Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck einen Startup-Beauftragten (Michael Altrichter) samt Startup-Komitee ein. Diese Konstruktion war vertraglich an ihre Amtszeit gebunden und endete mit ihrem Rücktritt. Im Juli 2022 rief Nachfolger Martin Kocher den Startup-Rat in seiner heutigen Form ins Leben – personell großteils identisch mit dem alten Komitee.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmer-Lust? Österreich schneidet besser ab als Deutschland