17.03.2026
VERANSTALTUNGSREIHE

Unternehmen sollen für ID Austria begeistert werden

Digitalisierungs-Staatsekretariat und Wirtschaftskammer wollen mehr heimische Unternehmen von einer Nutzung der ID Austria überzeugen. Dazu startet man jetzt eine Roundtable-Reihe.
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(c) Christin Hume via Unsplash
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Für digitale Identifikationslösungen gibt es auch im Unternehmenskontext viele Usecases. Österreichs staatliche Lösung ID Austria ist aber noch nicht so recht in der Privatwirtschaft angekommen. Digitalisierungs-Staatsekretariat und Wirtschaftskammer wollen das nun mit einer Veranstaltungsreihe ändern. Unter dem Motto „ID Austria goes Wirtschaft“ sollen in „ID-Austria-Wirtschafts-Roundtables“ mit WKÖ-Branchenvertreter:innen Potenziale und Anwendungsfälle diskutiert werden.

Pröll: „bereits mehr als 20 Anwendungsfälle in der österreichischen Wirtschaft“

„Unser Ziel für das ID Austria Wirtschaftsjahr 2026 ist es, weitere 200 Partnerunternehmen zu den bereits bestehenden 130 privaten Serviceprovidern zu gewinnen“, wird Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll in einer Aussendung zitiert. „Wir möchten Unternehmen langfristig einbinden und damit die ID Austria auch im privaten Sektor – etwa beim Gewerbe & Handwerk, bei Banken, Versicherungen oder Telekommunikationsunternehmen – als verlässliche digitale Identitätslösung etablieren. Mit der ID Austria sind bereits mehr als 20 Anwendungsfälle in der österreichischen Wirtschaft umgesetzt.“

WKÖ-Spartenobmann: „Digitalisierung kein Selbstzweck“

Der Auftakt fand nun mit der WKÖ-Sparte Gewerbe & Handwerk statt. „Die Unternehmen im Gewerbe und Handwerk sind Pragmatiker: Für sie ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern muss einen konkreten Mehrwert und Nutzen liefern. Wir sehen eine Reihe von möglichen Anwendungen in unterschiedlichen Branchen, wo sich ID Austria bewähren könnte – vom vereinfachten Einreichen von Förderungen über digitale Ausweise bis hin zu effizienterer Kommunikation mit Behörden“, kommentiert Manfred Denk, Obmann der Bundessparte.

Roundtables mit weiteren Sparten geplant

In weiterer Folge soll es Roundtables mit den Sparten Banken und Versicherungen, Handel, Industrie, Information und Consulting, Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Transport und Verkehr geben. Überzeugen will man dabei mit „staatlich geprüften digitalen Identitäten, höchsten Sicherheitsstandards und vereinfachten Kundenprozessen“.

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© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

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