12.08.2025
EY-STUDIE

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

Eine europaweite EY-Studie zeigt: Große Unternehmen sollten Nachhaltigkeit aus mehreren Gründen nicht beiseite schieben.
/artikel/unternehmen-profitieren-mehrfach-von-ordentlicher-nachhaltigkeitsstrategie
Symbolbild Nachhaltigkeit in großen Unternehmen
(c) Alexander Abero vie Unsplash

Im öffentlichen Diskurs hat die Nachhaltigkeit den Stellenwert, den sie vor Jahren bereits hatte, längst wieder eingebüßt. Zu dominant sind wohl die vielen anderen Krisen und Umstände – und zu verlockend ist es, das Thema, das bekanntlich oft viel eigene Anstrengung erfordert, beiseite zu schieben. Doch zumindest Unternehmen sind damit schlecht beraten – das legt eine aktuelle europaweite EY-Studie nahe.

200 Vorstandsmitglieder und Aufsichtsrät:innen großer europäischer Unternehmen wurden für die Studie mit dem etwas sperrigen Titel „EY Europe Long-Term Value and Corporate Governance Survey 2025“ befragt. Das Kernergebnis: Nur wenige Unternehmen haben eine ordentliche Nachhaltigkeitsstrategie. Jene, die eine haben, profitieren aber deutlich davon.

Unternehmen mit ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie zu 40 Prozent optimistischer

Konkret verfolgen nur fünf Prozent der Unternehmen laut Studie eine vollständig integrierte Nachhaltigkeitsstrategie. „Sie begreifen ESG-Ziele nicht als Zusatz, sondern als Bestandteil unternehmerischer Wertschöpfung“, erläutert man bei EY. Weitere 22 Prozent haben ihre Strategie zumindest zu großen Teilen eingebettet. Und diese Unternehmen zeigen laut EY durchgehend bessere Performancekennzahlen: „Sie blicken um 40 Prozent optimistischer auf ihre wirtschaftliche Entwicklung, erfüllen ESG-Ziele erfolgreicher, gelten als innovativer und genießen ein robusteres Markenimage. Zugleich gelingt es ihnen besser, Talente zu gewinnen und langfristige Investor:innen zu überzeugen.“

Umgekehrt ist die fehlende Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit für die Befragten ein spürbarer Painpoint. Fast vier von zehn Unternehmen (39 Prozent) berichten von Reputationsschäden in Medien oder sozialen Netzwerken aufgrund mangelnder Nachhaltigkeit. Und bei mehr als einem Viertel führte der gesellschaftliche Druck sogar zu öffentlichen Protestaktionen oder aktivistischem Engagement.

„Diese Ergebnisse spiegeln auch den Trend der letzten Jahre wider, in denen Nachhaltigkeit zwar unternehmensstrategisch weiter an Bedeutung gewonnen hat, hinsichtlich der Verankerung von ESG-Kriterien in der Performancebeurteilung allerdings auch weiterhin Aufholbedarf besteht“, analysiert Herwig Debriacher, Partner bei EY Österreich im Bereich People Advisory Services and Reward. Vor allem jüngere (potenzielle) Arbeitnehmer:innen würden messbare Maßnahmen fordern – und somit ein zukunftsfittes Employer Branding mit Fokus auf ESG.

Viele sehen „keine Notwendigkeit“

Von den unterschiedlichen Dimensionen des ESG-Bereichs überwiegt bei 74 Prozent der Unternehmen der Umweltaspekt. Geht es aber um die Implementierung messbarer und tatsächlich evaluierter Ziele, sind die Themen Umwelt (56 Prozent der Unternehmen) und Social- und Governance (54 Prozent) nahezu gleich auf.

Die Gründe, warum Nachhaltigkeitsziele in einigen Unternehmen noch nicht festgesetzt wurden bzw. nur untergeordnete Bedeutung haben, seien vielfältig, heißt es von EY weiter. Im Bereich Umwelt nannten Unternehmen demnach unter anderem, dass sie keine Notwendigkeit sehen oder dazu nicht verpflichtet sind, solche Ziele zu definieren. Auch fehlten oft Ressourcen oder es gebe keinen Verantwortlichen für die Implementierung dieser Ziele. Im Bereich Social sei die häufigste Begründung, dass der aktuelle Sozialstandard ausreichend sei oder dass es keine gesetzliche Vorgabe für solche Ziele gebe. Im Bereich Governance werde häufig argumentiert, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen ausreichend seien oder die Zuständigkeiten fehlten.

Deine ungelesenen Artikel:
02.06.2026

Neue AustrianStartups-COO: Elisabeth van Holthe tot Echten übernimmt von Adrian Zettl

AustrianStartups bekommt mit 1. Juli 2026 eine neue Chief Operating Officer: Elisabeth van Holthe tot Echten übernimmt die operative Führung an der Seite von CEO Hannah Wundsam. Van Holte tot Echten tritt damit in die Fußstapfen von Adrian Zettl, der diese Position drei Jahre innehatte.
/artikel/neue-austrianstartups-coo-elisabeth-van-holthe-tot-echten-uebernimmt-von-adrian-zettl
02.06.2026

Neue AustrianStartups-COO: Elisabeth van Holthe tot Echten übernimmt von Adrian Zettl

AustrianStartups bekommt mit 1. Juli 2026 eine neue Chief Operating Officer: Elisabeth van Holthe tot Echten übernimmt die operative Führung an der Seite von CEO Hannah Wundsam. Van Holte tot Echten tritt damit in die Fußstapfen von Adrian Zettl, der diese Position drei Jahre innehatte.
/artikel/neue-austrianstartups-coo-elisabeth-van-holthe-tot-echten-uebernimmt-von-adrian-zettl
Elisabeth van Holthe tot Echten steht vor einer weißen Wand
Elisabeth van Holthe tot Echten wird neue COO von AustrianStartups. (c) AustrianStartups

Elisabeth van Holthe tot Echten ist seit letztem Jahr als Program & Events Managerin bei AustrianStartups tätig. Hier leitet sie das Entrepreneurial Leadership Program (ELP), ein einjähriges Programm für angehende Gründer:innen, sowie den Startup World Cup Austria. Davor war sie bei Female Founders, wo sie Programme für Gründerinnen und Führungskräfte konzipiert und umgesetzt hat. Mit erstem Juli wird sie nun Adrian Zettl als COO von AustrianStartups folgen.

Neue Initiativen

Ein strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung des Angebots für Later-Stage-Unternehmen. Dass dieser Kurs bereits erfolgreich eingeleitet wurde, zeigen die im März 2026 gestarteten Founder Memberships sowie das exklusive Mai-Event { founders only }, das sich speziell an Gründer:innen mit mehr als 500.000 Euro Umsatz oder Investment richtete. Ziel der neuen COO ist es, diesen vertraulichen Peer-Austausch weiter zu fördern und Startups von der ersten Idee bis zum Scaleup auf ihrer gesamten Reise zu begleiten.

„Ich freue mich sehr auf die neue Rolle. Wir haben mit den neuen Formaten bereits gezeigt, was möglich ist, wenn wir Gründerinnen und Gründer gezielt zusammenbringen. Jetzt geht es darum, diesen Ansatz weiter auszubauen und unseren Community Impact zu skalieren, damit wir mehr Founder entlang ihrer gesamten Journey erreichen und konkret unterstützen“, so Elisabeth van Holthe tot Echten.

Elisabeth van Holthe tot Echten wird an der Seite von Hannah Wundsam in das C-Level von AustrianStartups einsteigen. (c) AustrianStartups

Abschied nach zwölf Jahren

Adrian Zettl tritt Ende des Monats als Co-Managing Director von AustrianStartups zurück. Nach insgesamt zwölf Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation blickt Zettl in einem persönlichen Statement auf LinkedIn auf die Entwicklung des österreichischen Startup-Ökosystems zurück.

Viele seiner bisherigen operativen Verantwortlichkeiten werden künftig von van Holthe tot Echten in ihrer neuen Rolle als COO übernommen. Auch van Holthe tot Echten meldet sich über LinkedIn zu Wort: „Das erste Halbjahr 2026 hat bereits gezeigt, wozu österreichische Startups fähig sind: Das Talent ist da, der Ehrgeiz ist da und zunehmend auch die Infrastruktur. Aber es ist noch ein weiter Weg, bis Österreich sein volles Potenzial entfaltet – und genau das begeistert mich an dieser Rolle.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Unternehmen profitieren mehrfach von ordentlicher Nachhaltigkeitsstrategie