06.03.2020

unscreen: Wiener Startup Kaleido AI auf Platz 1 bei Product Hunt

Das Wiener Startup Kaleido AI sorgt derzeit mit seinem neuen Produkt Unscreen in den USA für aufsehen. Mit dem KI-Tool kann der Hintergrund in Videos automatisch entfernt werden.
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Unscreen von den remove.bg-Machern Kaleido AI aus Wien
Screenshot: Unscreen

Die Technologie des Wiener Startups Kaleido AI von Benjamin Grössing und David Frankhauser könnte zum Gamechanger in der Fernseh- und Film-Industrie werden. Denn ihr Tool unscreen entfernt mittels KI-Algorithmus automatisch den Hintergrund in Videos (etwa hinter Menschen, die vom Programm erkannt werden). Das kann – bei entsprechender Weiterentwicklung – den Greenscreen gänzlich obsolet machen.

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brutkasten CEO Dejan Jovicevic mit Unscreen freigestellt im Vergleich:

 

 

unscreen folgt remove.bg

Derzeit ist das Tool noch in einer kostenlosen Basis-Version verfügbar, mit der Video-Clips bis zu fünf Sekunden online in wenigen Sekunden bearbeitet werden. Bald soll eine Pro-Version folgen. Mit remove.bg, das das gleiche Prinzip auf Bilder anwendet, sind die Gründer bereits seit einiger Zeit am Start und bieten einzelne Credits bzw. Credit-basierte Monatsabos an. Für die Freistellung eines Fotos sind hier – je nach Staffelung – zwischen 14 Cent (größtes Monatsabo) und zwei Euro (einzelner Credit) zu bezahlen.

Unscreen-Promo-Video von Kaleido AI

Zweiter starker Auftritt auf Product Hunt

Hatte schon remove.bg dort Ende 2018 für Aufsehen gesorgt, gelang nun auch mit dem Release von Unscreen unmittelbar ein Achtungserfolg in den USA. Gestern wurde das Tool zum „#1 Product of the Day“ auf der US-Plattform Product Hunt. Die Seite, auf der User Tech-Innovationen „upvoten“ können, wurde schon für viele Startups zum Sprungbrett in Sachen Bekanntheit. Kaleido AI hatte dort auch schon mit remove.bg viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen können.

Kaleido AI: Wiener Startup in 100 Prozent Gründer-Besitz

Kaleido AI ist derzeit laut einsehbaren Firmendaten noch zu 100 Prozent in Gründer-Besitz. Grössing und Frankhauser halten je 50 Prozent der Anteile des Anfang 2019 formell gegründeten Wiener Unternehmens.

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kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

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AI Summaries

unscreen: Wiener Startup Kaleido AI auf Platz 1 bei Product Hunt

  • Die Technologie des Wiener Startups Kaleido AI von Benjamin Grössing und David Frankhauser könnte zum Gamechanger in der Fernseh- und Film-Industrie werden.
  • Denn ihr Tool unscreen entfernt mittels KI-Algorithmus automatisch den Hintergrund in Videos.
  • Gestern wurde das Tool zum „#1 Product of the Day“ auf der US-Plattform Product Hunt.
  • Die Seite, auf der User Tech-Innovationen „upvoten“ können, wurde schon für viele Startups zum Sprungbrett in Sachen Bekanntheit.
  • Kaleido AI ist derzeit laut einsehbaren Firmendaten noch zu 100 Prozent in Gründer-Besitz.
  • Grössing und Frankhauser halten je 50 Prozent der Anteile des Anfang 2019 formell gegründeten Wiener Unternehmens.

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  • Grössing und Frankhauser halten je 50 Prozent der Anteile des Anfang 2019 formell gegründeten Wiener Unternehmens.

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  • Die Technologie des Wiener Startups Kaleido AI von Benjamin Grössing und David Frankhauser könnte zum Gamechanger in der Fernseh- und Film-Industrie werden.
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  • Grössing und Frankhauser halten je 50 Prozent der Anteile des Anfang 2019 formell gegründeten Wiener Unternehmens.

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  • Grössing und Frankhauser halten je 50 Prozent der Anteile des Anfang 2019 formell gegründeten Wiener Unternehmens.